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23.10.2009 Rudolf Felser

Sun und Oracle: Fusionsgegner auf USA-Tour

Dem weiterhin nicht unumstrittenen Vorhaben zur Übernahme von Sun durch Oracle weht heftiger Wind um die Ohren.

Dem weiterhin nicht unumstrittenen, 7,4 Mrd. Dollar schweren Vorhaben zur Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle weht heftiger Wind um die Ohren. Am Montag will einer der Fusionsgegner eine Pressekonferenz im Silicon Valley und am Dienstag ein Analystenbriefing in New York abzuhalten.

Florian Müller, ein früherer MySQL-Aktionär, und einer der Gründer von MySQL, Michael Widenius, arbeiten im EU-Verfahren zusammen. Müller will "die Positionen der Fusionsgegner in der Höhle des Löwen darlegen". Oracle und Sun haben ihre Zentralen im Silicon Valley, wo Müllers US-Tournee am Montag beginnt.

Er habe "großes Verständnis für kalifornische Interessen" und wies auf "Beiträge zum Export kalifornischer Softwareprodukte nach Europa hin". "Bei aller Sympathie für Kalifornien ist es aber für die weltweite wissensbasierte Wirtschaft essenziell, den Wettbewerb im konzentrierten Datenbankmarkt nicht zu beschränken", so der Aktivist, der mit einem Positionspapier im August die Notwendigkeit zur Einleitung einer eingehenden Prüfung forderte.

Die Aktien von Oracle und Sun werden überwiegend am Finanzplatz New York gehandelt, wo Müller am Dienstag auftreten will. Müller erklärte, der ursprünglich nicht eingeplante Zwischenstopp sei "nötig aufgrund stark gestiegenen Interesses der Börsianer, das legitim ist, aber durch eine solche Veranstaltung am effizientesten bedient werden kann".

Ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hätte Oracle am Mittwoch Müller zufolge öffentlich dazu aufgerufen, entweder "harte Beweise" vorzulegen, dass die nach umfangreichen Untersuchungen bestehenden Bedenken unberechtigt seien, oder ansonsten Vorschläge für Maßnahmen zu unterbreiten, mit denen dem öffentlichen Interesse an Wettbewerb gedient sei. Oracle-Kopräsidentin Safra Catz hätte sich den Angaben zufolge zuvor in Brüssel mit der Kommissarin getroffen. Dabei sollen ihr die beiden genannten Alternativen für eine schnelle Beendigung des Verfahrens genannt worden sein. Lenkt Oracle nicht ein und bleibt die EU bei ihren kartellrechtlichen Bedenken, könne das Verfahren bis in den Januar dauern, so Müller. (pi/rnf)

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