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10.12.2009 Rudolf Felser

Finanzmarktdaten im zentralen Datenspeicher

AIM Software hat die Ergebnisse einer internationalen Studie über Finanzmarktdaten veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualität von Finanzmarktdaten für Unternehmen von höchster Bedeutung ist.

AIM Software, Anbieter von Daten- und Risikomanagement-Lösungen für die Finanzbranche, hat die Ergebnisse einer internationalen Studie über Finanzmarktdaten veröffentlicht. Dabei wurden zum mittlerweile sechsten Mal die treibenden Kräfte, Herausforderungen und geplanten Investitionen der teilnehmenden Finanzinstitutionen analysiert. Die Studie wurde von Interactive Data (Europe) gesponsert, einem Teilbereich von Interactive Data Corporation (IDC).

Im Zeitraum von April bis November 2009 wurde die Studie von AIM Software in 51 Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse 2009 zeigen, dass die Qualität von Finanzmarktdaten für Unternehmen von höchster Bedeutung ist, um in Folge die Fehlerquote zu senken (73 Prozent der Antworten), Kosten einzusparen (58 Prozent) und das Unternehmensrisiko besser bewerten zu können (58 Prozent). Im Vergleich mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre zeigen diese Zahlen, dass das Bewusstsein von Unternehmen in diesem Bereich stetig gewachsen ist: 2006 nannten 53 Prozent aller Studienteilnehmer Fehler, Kosten (45 Prozent) und Risikomanagement (44 Prozent) als Beweggründe, um die Automatisierung ihrer Finanzdaten voranzutreiben.

Die Ergebnisse der diesjährigen Studie untermauern darüber hinaus den wachsenden Bedarf an zentralen Datenbanken, vor allem in Westeuropa und Nordamerika: 2007 verfügten nur 38 Prozent aller Befragten über eine "Golden Copy", im Jahr 2009 geben bereits 51 Prozent an, ihre Finanzmarktdaten in einen zentralen Datenspeicher einzuspeisen. "Trotz der Sparmassnahmen, mit denen sich viele Firmen als Folge der Finanzkrise konfrontiert sehen, sind sich die Unternehmen dessen bewusst, dass sie ihre operationelle Effizienz steigern und ihre wachsenden Riskomanagement- und Compliance-Vorgaben einhalten müssen. Dieser Umstand könnte mit ein Grund für die ständig zunehmende Nachfrage nach zentralen Datenbanken sein", erklärt Martin Buchberger, Leiter Marketing & Sales bei AIM Software.

Der Fokus im Datenmanagement liegt auf der Verwaltung von Stammdaten (61 Prozent), der automatischen Instrumenteneröffnung (48 Prozent) und der Verwaltung von Preisdaten (48 Prozent). Corporate Actions (Kapitalereignisse) erlangen eine immer größere Bedeutung, da Unternehmen die Wichtigkeit einer zeitnahen und verläßlichen Verarbeitung dieser Daten erkannt haben: mehr als ein Drittel aller teilnehmenden Banken und Finanzinstitute planen, in die Automatisierung von Corporate Actions zu investieren. "Es entstehen immer wieder neue Arten von Kapitalereignissen, die eine Vielzahl von komplexen Finanzinstrumenten abdecken. Neben der wachsenden Komplexität, wird das Volumen von Kapitalereignissen aufgrund von Restrukturierungen und Refinanzierungen weiter ansteigen und damit den Druck auf den Backoffice-Bereich erhöhen", erläutert Paul Kennedy, Business Manager für Referenzdaten bei Interactive Data. "Die Ereignisse auf dem Markt in jüngster Zeit haben aufgezeigt, dass das Wissen von Unternehmen rund um das Thema Kapitalereignisse und deren Auswirkungen auf das Risikoprofil von Firmen noch nicht sehr ausgeprägt ist."

Die Hauptschwierigkeit für Finanzinstitute im Zusammenhang mit Finanzmarktdaten sind hohe Kosten, mit denen die Hälfte der befragten Unternehmen zu kämpfen haben. Im Jahr 2006 lag diese Zahl noch bei niedrigen 28 Prozent. Andere Probleme sind schlechte Datenqualität, fehlende Standards und eine mangelnde Datenabdeckung. Nur 14 Prozent geben an, mit Daten aus Datenfeeds zufrieden zu sein.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Unternehmen nun als Folge der Wirtschaftskrise ihre Datenmanagement-Lösung rasch ausbauen wollen: ein Drittel aller befragten Institutionen arbeitet bereits daran, 18 Prozent geben an, ihre Datenmanagement-Lösung dieses Jahr bereits verbessert zu haben. "Wir konzentrierten uns in unserer Studie vor allem auf Prozesse und beobachten, wie sich Entwicklungen über die Jahre verändern. Dadurch helfen wir Finanzinstitutionen, ihre Strategie an zukünftige Entwicklungen anzupassen. Durch den Vergleich ihrer eigenen Pläne mit den regionalen und globalen Entwicklungen, können sie so ihre nächsten Schritte im Bereich Datenmanagement besser beurteilen", so Buchberger abschliessend. (pi)

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