Oracle-Chef will vier Milliarden Dollar von SAP Detail - Computerwelt

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09.11.2010 Christof Baumgartner/apa

Oracle-Chef will vier Milliarden Dollar von SAP

Im Schadenersatzprozess zwischen Oracle und SAP haben sich die Unternehmen einen weiteren Schlagabtausch geliefert. Oracle-Chef Larry Ellison sagte vor Gericht die von SAP unrechtmäßig genutzten Software-Lizenzen hätten einen Wert von 4 Mrd. Dollar (2,87 Mrd. Euro) haben können.

Damit bekräftigte der für seine Verbalattacken bekannte Multimilliardär und Oracle-Gründer Forderungen, die Ex-Oracle-Präsident Charles Phillips bereits in der vergangenen Woche in dem Mammutprozess erhoben hatte. SAP muss sich seit einer Woche vor Gericht verantworten, da Oracle die Walldorfer wegen Datendiebstahls verklagt hat. Der Weltmarktführer für Unternehmens-Software hatte die durch seine inzwischen liquidierte US-Tochter TomorrowNow begangenen Urheberrechtsverletzungen eingestanden und hofft, in dem Zivilprozess mit einigen Dutzend Millionen Dollar Schadenersatz davonzukommen.

KREUZVERHÖR Im Kreuzverhör von Anwälten von SAP und Oracle sagte der mit einem schwarzen Rollkragenpullover und einem Anzug bekleidete Ellison, er habe SAP nach dem Kauf von TomorrowNow aufgefordert, das geistige Eigentum seines Unternehmens zu respektieren. SAP hatte TomorrowNow Anfang 2005 erworben, um Oracle Kunden mit günstigen Wartungsdiensten abspenstig zu machen. Im Rahmen der in der Software-Branche üblichen Wartungsdienstleistungen durch Dritte luden TomorrowNow-Mitarbeiter jedoch mehr Daten als erlaubt von Oracle-Rechnern herunter. Oracle verklagte daher SAP im Frühjahr 2007 unter anderem wegen Datendiebstahls, Betrug und Industriespionage.

SAP versuchte am Montag die Glaubwürdigkeit von Oracle zu erschüttern und den durch die Urheberrechtsverstöße entstandenen Schaden klein zu rechnen. Die SAP-Anwälte präsentierten der Jury eine E-Mail, in der Oracle-Präsidentin Safra Catz bestreitet, dass das Unternehmen nach dem Kauf von TomorrowNow durch SAP Kunden verloren habe. Laut SAP haben damals hingegen 358 Oracle-Kunden ihre Wartungsverträge mit Oracle gekündigt und wechselten zu TomorrowNow.

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