Oracle bringt Ordnung ins Chaos und setzt auf Java Detail - Computerwelt

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05.08.2009 idg/Thomas Mach

Oracle bringt Ordnung ins Chaos und setzt auf Java

Die Infrastruktur-Suite Fusion Middleware 11g vereint nun alle wichtigen Werkzeuge unter einem Dach.

Konkurrenz für SAP und IBM – Oracle vereint seine Werkzeuge und Techniken für die Java-Entwicklung, Prozessmodellierung, Portalaufbau und Governance zu einer mächtigen Infrastruktur-Suite. Oracle Fusion Middleware 11g sei, betont der Konzern, das erste große Release der hauseigenen Infrastrukturprodukte seit Abschluss der Übernahme des Java-Spezialisten Bea Systems. Es verspricht eine tiefere Integration zwischen den zahlreichen Funktionen und Tools und wartet mit Komponenten auf, die zusammen ein möglichst durchgängiges Arbeiten bei der Anwendungsentwicklung und Prozessgestaltung sowie IT-Governance ermöglichen sollen. Dabei definiert Oracle Middleware als einen Verbund wieder verwendbarer und an Standards orientierter Services, die zwischen den Business-Anwendungen wie beispielsweise den für Herbst angekündigten Oracle Applications und der Datenbank plus Hardware vermitteln.

Auch legt Oracle mit der Ankündigung ein deutliches Bekenntnis zum Java-Standard und Java-Technologien ab, die sich insbesondere über die integrierte Entwicklungsumgebung JDeveloper und den Java-Applikations-Server WebLogic nutzen lassen. Zudem sei das Portfolio laut John Aisien, Vice President Product Management Oracle Fusion Middleware, für die hauseigene Datenbank optimiert worden, sei aber andererseits als »offene Plattform«, konzipiert die sich auch mit Anwendungen anderer Hersteller kombinieren lasse. Wie Rivale IBM hoftt Oracle mit diesem Ansatz insbesondere SAP-Anwendern eine Alternative zur Netweaver-Plattform schmackhaft machen zu können.

Für einen ersten Überblick über das komplexe Middleware-Portfolio ordnet Oracle dieses in verschiedene Suiten, deren Bestandteile in verschiedenen Editionen vorliegen können. Die SOA Suite 11g dient dem gemeinsamen Entwurf und der Integration von System-, Personen- und Dokumenten-zentrierter Prozesse sowie dem Aufbau serviceorientierter Architekturen. Dabei sieht sich Oracle als erster Anbieter, der die Spezifikationen einer Service Component Architecture (SCA) nativ unterstützt. SCA ist ein Vorschlag führender Java-Unterstützer zur Implementierung Infrastrukturunabhängiger Services.Wichtiges Hilfsmittel ist dabei der SCA Designer, der eine Drag-and-drop-Umgebung für die Prozessgestaltung sowie zur Zusammenarbeit von Entwicklern und Architekten bereitstellt. Zudem sollen Unternehmen mit der SOA-Suite auch das Softwarearchitekturmuster einer Event Driven Architecture (EDA) umsetzen können, bei der das Zusammenspiel der Komponenten durch Ereignisse gesteuert wird. Weitere Highlights sind Tracking-Funktionen im Administrationswerkzeug Oracle Enterprise Manager, für ein detailliertes Auditing von Prozessen und verteilter Anwendungen, integrierte Features für SOA-Governance, Policy-Management sowie eine Business-Rules-Engine zur Prozessteuerung.

Das Herzstück der WebLogic Suite 11g ist der Java-Applikations-Server WebLogic Server in Version 10.3, der laut Hersteller zusätzliche Möglichkeiten zur Überwachung und Automatisierung des Betriebs bietet. Neue Funktionen sind zum Beispiel Fusion Middleware GridLink für Oracle Real Application Clusters (RAC) und die auf dem Java Message Service von Weblogic basierende Messaging-Technik Fusion Middleware Enterprise Grid Messaging, die für eine höhere Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Server sorgen sollen.

Identity Management 11g wiederum enthält nach Angaben des Hersteller die ersten Komponenten einer voll integrierten Identity Management Suite und verfügt über eine verbesserte Integration mit anderen Fusion Middleware Lösungen. Dazu gehören neue Funktionen wie Deployment Accelerators, Universal Federation Framework sowie eine Benutzerschnittstelle, die auf Oracles Application Development Framework (ADF) basiert.

Wichtiger Bestandteil und immer enger verzahnt mit den übrigen Produkten der Fusion Middleware 11g sind Oracles Entwicklungswerkzeuge JDeveloper, ADF und Lifecycle-Management. Laut Oracle seien die Werkzeuge für die Entwicklung und das Deployment unterschiedlichster Server- und Client-Anwendungen geeignet, und man habe für die bessere und sichere Projektverwaltung Funktionen wie ein einheitliches Metadaten-Management und Application Lifecycle Management (ALM) zu bieten. Laut Marktbeobachtern sei das Bekenntnis von Oracle zu Java eine gute Nachricht für die Java-Gemeinde. Diese ist seit der Übernahme des Java-Erfinders Sun Microsystems durch Oracle besorgt, wie es mit der Weiterentwicklung und Offenheit des Java-Standards weitergeht.

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