SAP und DSAG ziehen an einem Strang Detail - Computerwelt

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03.02.2012 Rudolf Felser

SAP und DSAG ziehen an einem Strang

Bei der Präsentation der Ergebnisse der 9. Investitionsumfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) demonstrierten SAP und DSAG Einigkeit.

Für uns als SAP ist die größte Priorität zufriedene Kunden, erklärte etwa der ebenfalls anwesende Managing Director von SAP Österreich, Andreas Muther (im Bild links). Deswegen sei die Zusammenarbeit mit der DSAG so wichtig, auch in Hinblick auf Feedback zu bestehenden wie zukünftigen Lösungen. "Die DSAG ist für uns der wichtigste Kanal, um Input zu bekommen."

Auch die DSAG zeigte sich zufrieden mit den Walldorfern, nicht ohne ihren Wert für das Unternehmen zu betonen. "Die DSAG-Mitglieder sind sicher kritische, aber auch die treuesten SAP-Kunden", drückte es Wolfgang Honold (im Bild rechts), DSAG-Vorstand für das Ressort Österreich und zugleich CIO der österreichischen Getzner-Gruppe im Zuge der Präsentation der Umfrageergebnisse aus. Thema der Umfrage war, welche Themen bei den treuen Kunden aktuell ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, und wie es mit der Investitionsbereitschaft aussieht.

Ganz allgemein: Es wird weiter mehr in die IT investiert. Demnach steigen die geplanten IT-Budgets in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) um 3,4 Prozent. In Österreich sind immerhin 2,6 Prozent mehr Investitionen geplant. Davon werden rund 27 Prozent in SAP investiert. Ein Plus von fast zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über 90 Prozent der Unternehmen haben hier übrigens mittlerweile ein SAP ERP 6.0-System im Einsatz – laut Honold die weltweit stärkste Durchdringung mit dem aktuellen Release.

Im SAP-Umfeld konzentrieren sich die Investitionen der DSAG-Mitglieder vorrangig auf Prozesse (Gesamt: 56 Prozent; Österreich: 44 Prozent), Software, Lizenzen und Upgrade-Projekte (Gesamt und Österreich: 36 Prozent) gefolgt von der Hardware (Gesamt: 18 Prozent; Österreich: 20 Prozent). Investitionen in SAP ERP stehen in diesem Jahr bei 65 Prozent der österreichischen Unternehmen an (Gesamt: 62 Prozent). Dabei stehen bei SAP ERP der Bereich Logistik ganz oben auf der Wunschliste, gefolgt vom Solution Manager und den Branchenlösungen.

Bei den geplanten Investitionen in Technologiethemen nehmen mobile Anwendungen und die Virtualisierung bei den Vertretern österreichischer Unternehmen im Gesamtvergleich mit dem DACH-Raum jeweils die Top-Position ein. In mobile Anwendungen wollen laut Investitionsumfrage rund 63 Prozent der Befragten investieren. Die Investitionsbereitschaft der österreichischen DSAG-Mitglieder in die Virtualisierung ist mit 80 Prozent (Gesamt: 71 Prozent) zwar noch deutlich höher als beim Thema Mobility. Doch die Steigerung um über 40 Prozent im Vergleich zu 2011 macht die mobilen Lösungen zum unangefochtenen Gewinner.

Weit weniger Aufmerksamkeit erfährt das aktuelle Hype-Thema In-Memory. Wobei die Bereitschaft, sich mit SAP HANA zu beschäftigen bei österreichischen Unternehmen mit acht Prozent immerhin doppelt so hoch ist, wie im gesamten deutschsprachigen Raum. "Wir haben es hier mit einer sehr innovativen Technologie zu tun, die interessante Möglichkeiten verspricht. Daher ist das vergleichsweise große Interesse gerechtfertigt. Die ersten Business Cases sind zwar aussagekräftig, aber eben noch nicht repräsentativ. Bis SAP HANA eine breite Anwendung findet, ist es noch ein weiter Weg", kommentiert Honold.

Neben den geplanten Ausgaben war auch die Vertragssituation im Hinblick auf den Support Thema der Umfrage. Demnach haben sich mittlerweile 62 Prozent für den Enterprise Support entschieden. "Interessant dabei ist, dass nur knapp die Hälfte der Befragten den Mehrwert des Enterprise Support insgesamt als sehr hoch bis hoch einschätzt. Hier muss SAP noch etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten", so Honold.

Insgesamt nahmen 323 CIOs, CCC-Leiter und Administratoren aus Mitgliedsunternehmen in DACH an der Online-Umfrage im November und Dezember 2011 teil. (rnf)

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