AppSense User Virtualization sichert Zugriff auf ÖBB IT-Infrastruktur Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


19.04.2012 Rudolf Felser

AppSense User Virtualization sichert Zugriff auf ÖBB IT-Infrastruktur

Mit Hilfe von User Virtualization konnte nicht nur den Sicherheitsanforderungen und der Flexibilität Genüge getan werden, auch die Ladezeiten für die Profile der Citrix-Anwender wurden verkürzt.

© Fotolia

Das Unternehmen ÖBB und seine IT Rund 43.000 Mitarbeiter arbeiten im ÖBB-Konzern zusammen, damit die Menschen in den Zügen pünktlich und zuverlässig ihre Reiseziele erreichen. Bereits seit Januar 2005 ist der Konzern – entstanden aus der Umstrukturierung der Österreichischen Bundesbahnen – in dieser Unternehmensform tätig. Ehemalige Teilbetriebe wurden dabei in fünf direkt gehaltene 100-prozentige Tochtergesellschaften aufgenommen.

Zum Konzernteil ÖBB-Infrastruktur AG gehört dabei auch die ÖBB-IKT GmbH. Dieses Unternehmen beliefert die unterschiedlichen Gesellschaften des Konzerns mit professionellen IT-Dienstleistungen. Die Mitarbeiter dieser Gesellschaft garantieren mit ihrer Arbeit, dass sowohl die Planung und Entwicklung als auch der tägliche Betrieb der für die ÖBB so wichtigen IT immer gewährleistet sind. Auch Planung, Einführung und Betrieb neuer IKT-Anwendungen und Erweiterungen sowie Erneuerungen der grundlegenden IKT-Infrastruktur stehen immer wieder auf der Agenda.

Robert Lorenz, der seit über 28 Jahren bei der ÖBB tätig ist, verantwortet als Citrix-Administrator einen entscheidenden Teil der bestehenden IT-Infrastruktur des Konzerns. Zusammen mit seiner elfköpfigen IT-Mannschaft betreut er eine virtualisierte Server-Umgebung, mit der täglich bis zu 2000 Anwender arbeiten. Im Durchschnitt stehen für die Anwender hundert Server bereit, die alle unter der Virtualisierungslösung Citrix XenServer laufen.

Bei der Hardware kommt eine Blade-Server-Farm zum Einsatz, bei der pro Server 16 Blades die Arbeit verrichten. Auf jedem dieser Server kommen dann im täglichen Betrieb jeweils vier der virtualisierten Citrix-Server zum Einsatz. 

NEUE HERAUISFORDERUNGEN

Lorenz erinnert sich noch genau daran, wie rasant sich die Anforderungen an "seine IT" im Laufe der Jahre verändert haben: "Die ÖBB-IKT GmbH ist zunächst direkt aus der internen IT-Mannschaft der ÖBB entstanden und musste sich dann sehr schnell den neuen Herausforderungen stellen, die sich dadurch ergaben, dass wir ein sehr breites Kundenspektrum bedienen müssen", stellt er in der Retrospektive fest.

In diesem Zusammenhang kommen ihm und seinem Team vor allem die über zwölf Jahre Erfahrung mit AppSense User Virtualization-Lösungen zu gute. Eine Erfahrung, die nach seinen Aussagen entscheidend zum heutigen Erfolg des IT-Geschäfts der ÖBB-IKT beigeträgt. "Am Anfang war bei uns ausschließlich der AppSense Application Manager im Einsatz", erläutert er weiter: "Allerdings standen wir als IT bald vor größeren Herausforderungen.“

Innerhalb der ÖBB gibt es eine Reihe ganz unterschiedlicher Gesellschaften. Beispielsweise die Rail-Cargo Austria, den Personenverkehr oder etwa die "Bahnbistro"-Gesellschaft, deren IT-Dienste alle von der ÖBB-IKT bereitgestellt, gepflegt und in Betrieb gehalten werden. Ganz besonders hebt Lorenz dabei hervor, dass sich dieses breite Anwenderspektrum nicht nur auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, sondern auch auf Anwender, die beispielsweise bei der Rail Cargo Hungaria arbeiten und sich zur gleichen Zeit auf dieselben Server anmelden.

Die Tatsache, dass es für die ÖBB-IKT selbstverständlich ist, jedem dieser Anwender sowohl das Betriebssystem als auch seine Applikationen in seiner Landessprache zur Verfügung zu stellen, macht die Komplexität dieser IT-Umgebung umso deutlicher. Insgesamt 208 unterschiedliche Anwendungen werden auf den Citrix-Servern und den darauf arbeitenden Windows-Betriebssystemen von der IT-Mannschaft für die Anwender der ÖBB zentral bereitgestellt. Neben den Standardanwendungen wie Microsoft Office, Business Objects, SAP und Crystal Reports kommt auch eine ganze Reihe von Intranet-Anwendungen der einzelnen Kunden zumEinsatz, die vielfach auf die unterschiedlichsten Java-Versionen aufsetzen. Die Mitarbeiter erwarten dabei von der ÖBB-IKT nicht nur, dass sie die Sicherheit der Systeme garantiert, sondern dass sie auch entsprechend schnell und flexibel auf neue Anforderungen der

Kunden reagieren kann.

BORDMITTEL REICHEN NICHT

Schnell stellten die IT-Spezialisten der ÖBB-IKT fest, dass es allein mit den Bordmitteln der Microsoft-Systeme nicht möglich war, den stetig steigenden Sicherheitsanforderungen und damit auch der Abgrenzung der einzelnen Anwender auf dem Systeme Genüge zu tun. "Wir haben die von uns verlangten Sicherheitsfeatures zunächst allein mit dem AppSense Application Manager bewältigt", erinnert sich Lorenz, "aber weil plötzlich viel weitreichendere Anforderungen auf uns zukamen, haben wir uns dann vor drei Jahren dazu entschlossen, die komplette AppSense Management Suite einzuführen." Einer der Hauptgründe dafür waren Forderungen von Kunden, die beispielsweise für ihre Business-Anwendungen wie SAP immer und zu jeder Zeit genau definierte Ressourcen zur Verfügung haben wollten. "In einem solchen Fall befinden sich dann zwei unterschiedliche Anwender auf einem Server, von denen der eine Anwender eine gewisse Menge an Speicher, CPU und Bandbreite unbedingt zur Verfügung gestellt haben will", erläutert der Citrix-Administrator die Problematik.

Solche Anforderungen konnte die IT-Mannschaft der ÖBB-IKT nach Einführung der AppSense User Virtualization-Lösungen besonders gut durch den Einsatz eines wichtigen Teils dieser Sammlung von individuellen System-Management-Produkten lösen; zur großen Zufriedenheit der Kunden: "Der Performance Manager erlaubte es uns, solche Konfigurationen problemlos durchzuführen", resümiert Robert Lorenz.

BESCHLEUNIGTE LOG-ON-ZEITEN

Mit Hilfe der User Virtualization konnten nicht nur die Sicherheitsanforderungen und die Flexibilität gewährleistet werden, sondern es gelang dem IT-Team auch, eine weitere große Herausforderung zu meistern: die langen Ladezeiten für die Profile der Citrix-Anwender. Dieses Problem tritt häufig bei großen Citrix-Umgebungen auf und kann dazu führen, dass die Anwender deutlich länger als eine Minute warten müssen, ehe sie nach der Anmeldung am System mit der Arbeit beginnen können.

"Mit Hilfe von AppSense User Virtualization konnten wir diese Wartezeiten für unsere Anwender deutlich verkürzen", so Robert Lorenz. Dadurch, dass die Lösung die Einstellungen und Profildaten der Benutzer vom eigentlichen Desktop entkoppelt, ist es nicht mehr notwendig, dass die gesamte Datenmenge für jeden dieser Anwender beim An- und Abmelden auf dem Server gespeichert wird. Es ist bei der ÖBB-IKT nun möglich, durch den Einsatz der AppSense User Virtualization die Profildaten unabhängig zu verwalten: Dabei gilt diese Unabhängigkeit sowohl für das Betriebssystem als auch für die Anwendungen und den Desktop. So können sich die Benutzer schneller am System anmelden und die Arbeit der IT wurde ebenfalls bedeutend erleichtert.

Durch die von der Lösung zur Verfügung gestellte Entkoppelung vom Desktop sind die IT-Profis der ÖBB-ITK außerdem in der Lage, ihren Anwendern den Zugriff über die verschiedensten Endgeräte anzubieten: "Unsere Benutzer können dank der AppSense User Virtualization-Technologie mit Clients wie Smartphones, iPads oder auch Thin Clients jeder Art auf die Citrix-Umgebung zugreifen", stellt Lorenz fest. Dass die AppSense-Lösungen auch in diesem Fall nicht nur die Flexibilität, sondern auch den Schutz der gesamten IT-Umgebung gewährleisten, sieht Lorenz als selbstverständlich an. "Die AppSense Management Suite schützt nicht nur den User – sie schützt das ganze System, die ganze Citrix-Farm in Summe und damit auch das komplette Unternehmen ÖBB." (pi)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Service

Acceptance Testing: Trotz knapper Ressourcen

Zum Thema

  • customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH

    customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen, User Helpdesk-Systeme und Hotlines, Systempflege- und Wartung, Outsourcing, IKT-Consulting, Facility Management,... mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • adesso Austria GmbH

    adesso Austria GmbH Öffentliche Verwaltung, Grundstoffindustrie, Großhandel, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Druck- und Verlagswesen, Qualitätssicherung,... mehr
  • EASY SOFTWARE GmbH

    EASY SOFTWARE GmbH Schrifterkennung, Mobile Lösungen und Applikationen, Management Informationssysteme (MIS), Dokumentenmanagement und ECM, Business Intelligence und Knowledge Management mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: