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02.08.2011 Rudolf Felser

Symantec: Mit Archivierung teure Social Media-Krisen vermeiden

Bis 2013 werden Firmen aus juristischen Gründen erfassen müssen, was in ihrem Namen auf sozialen Plattformen publiziert wird. Diese Kanäle nehmen die gleiche Stellung ein wie E-Mails oder andere unstrukturierte Daten.

Datenlecks auf Facebook und Co. nehmen zu. Im vergangenen Jahr war ein Unternehmen im Schnitt von neun Fällen betroffen, bei denen vertrauliche Informationen über Social Media-Kanäle an die Öffentlichkeit gelangten. In 94 Prozent der Fällen führte dies zu Imageschäden, Vertrauensverlust bei Kunden und Umsatzeinbrüchen. Das ist das Ergebnis einer von Symantec durchgeführten Umfrage bei mehr als tausend Personen zum Thema Social Media in Unternehmen. Sie untersuchte, wie Firmen sich vor etwaigen negativen Konsequenzen falsch genutzter sozialer Medien schützen.

Organisationen verbreiten immer öfter geschäftsrelevante Informationen über soziale Netzwerke und kommunizieren dort mit Kunden, Partnern oder Mitarbeitern. Dadurch wächst die Gefahr, dass auch vertrauliche Daten ungewollt ins Netz gelangen. Unternehmen müssen deshalb in der Lage sein, die auf den Plattformen veröffentlichten Informationen zu erfassen und gemäß branchenspezifischer Vorgaben zu archivieren. Dies ist beispielsweise bei einer E-Discovery-Anfrage notwendig. Hier müssen Unternehmen im Rahmen gerichtlicher Auseinandersetzungen ihre elektronischen Daten als Beweismittel offenlegen. Laut Gartner wird bis Ende 2013 die Hälfte aller Unternehmen aufgefordert werden, für E-Discovery-Anfragen bereits veröffentlichte Social Media-Inhalte aufzubereiten. Eine Archivierungssoftware kann Firmen dabei helfen, derartige Inhalte übersichtlich zu speichern und auf Facebook, Twitter, LinkedIn, SharePoint oder Blogs veröffentlichte Informationen schnell wiederzufinden.

Die Umfrage von Symantec zeigt, dass 82 Prozent der befragten Unternehmen die Implementierung derartiger Archivierungslösungen bereits diskutieren. Gleichzeitig erwägen sie, entsprechende Richtlinien einzuführen und die Mitarbeiter im Umgang mit Social Media zu schulen. Bislang setzt nur ein Viertel derartige Richtlinien und Technologien ein. Zu den drei häufigsten Social Media-Vorfällen, mit denen Unternehmen im vergangenen Jahr konfrontiert waren, zählen laut der Befragung folgende:

  • Mitarbeiter verbreiteten zu viele Informationen auf öffentlichen Plattformen (46 Prozent)
  • Vertrauliche Daten gelangten an die Öffentlichkeit (41 Prozent)
  • Diese Veröffentlichungen haben Rechtsstreitigkeiten ausgelöst (37 Prozent)

Über 90 Prozent der von Social Media-Vorfällen Betroffenen wurden mit weiteren Folgen konfrontiert, wie etwa gesunkenen Aktienkursen (durchschnittliche Kosten: 716.000 Euro), Prozesskosten (durchschnittliche Kosten: 448.400 Euro), direkten finanziellen Einbußen (durchschnittliche Kosten: 442.600 Euro), Imageschaden/Verlust des Kundenvertrauens (durchschnittliche Kosten: 440.200 Euro) oder Umsatzeinbußen (durchschnittliche Kosten: 427.000 Euro).

Die Ergebnisse der Symantec Social Media Protection Flash Poll basieren auf einer Umfrage, die Applied Research im April 2011 durchführte. Befragt wurden Fachleute aus IT-Abteilungen und der Managementebene, die für Rechner, Netzwerke sowie IT-Ressourcen in Unternehmen ab einer Größenordnung von tausend Mitarbeitern verantwortlich sind. Ziel der Studie war es zu prüfen, wie Unternehmen sich vor den möglichen negativen Folgen im Umgang mit Social Media schützen. Insgesamt nahmen 1.225 Personen in 33 Ländern an der Umfrage teil. Befragt wurden Teilnehmer in Nordamerika, EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), dem asiatisch-pazifischen Raum und Lateinamerika. (pi/rnf)

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