Shopping 3.0: Überall der gleiche Service Detail - Computerwelt

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08.07.2011 Rudolf Felser

Shopping 3.0: Überall der gleiche Service

Hybris stellt Standardsoftware für Multichannel Commerce und Communication her. Auf einer Plattform werden mittels einer integrierten Lösung sämtliche Produktdaten zentral verwaltet und medienneutral aufbereitet.

Diese konsistenten Informationen lassen sich anschließend in beliebigen Online- und Offline-Kanälen ausgeben. "Man muss als Unternehmen sehen, wie man mehr Umsatz machen und sich am Markt besser bemerkbar machen kann. Das nennt man Multichanneling. Ich kann mir heute mobil Produkte ansehen, in einem E-Shop, in einem Katalog oder ich kann in ein Geschäft gehen. Als Konsument kann ich mir Produkte über verschiedene Kanäle ansehen. Wichtig ist dabei, dass der Preis und die Produktbeschreibung immer die gleichen sind. Der Kunde sollte das Gefühl haben, überall mit dem gleichen Service bedient zu werden – egal wo und wie er einkauft. Das ist nicht nur Aufgabe der IT-Abteilung oder der Storemanager, es ist eine gesamtunternehmerische Aufgabe", erklärt Gerald Lanzerits, bei Hybris Regional Manager für Österreich und den CEE-Raum, gegenüber Computerwelt.at.

Die Lösung von Hybris wird zu einem Großteil im Einzelhandel eingesetzt, aber auch im B2B-Bereich wie im Großhandel oder der Industrie. "Spannend ist, das man mit solchen Systemen in der klassischen IT relativ wenig anfangen kann. ITler beschäftigen sich mit SAP oder CRM, aber mit E-Business können sie relativ wenig anfangen. So gesehen ergeben sich für die IT-Manager relativ neue Anforderungen, mit denen sie manchmal nicht gut umgehen können. Die Entscheidungen für diese Systeme werden zwar oft außerhalb der IT getroffen, aber von der IT mit beeinflusst", so Lanzerits weiter.

SHOPPING 3.0 Das Kaufverhalten der Konsumenten ist dem Regional Manager zufolge wieder im Wandel. Hybris nennt das "Shopping 3.0". Lanzerits: "Früher ist man um's Eck' einkaufen gegangen, der nächste Schritt waren die großen Shoppingcenter an den Stadtränder in den 70ern. Das hat die Struktur der Geschäfte in der Stadt geändert. Was wir jetzt sehen, ist das das Internet das Kaufverhalten stark beeinflusst. Aber die wenigsten Kunden gehen nur in die Filliale, kaufen nur via Internet oder mittels Katalogen. Es gibt Abhängigkeiten dazwischen. Und diese Abhängigkeiten kann man beeinflussen." Das Internet dürfe man nicht mehr vernachlässigen, so der Hybris-Manager. Die Konsumenten hätten heute viel mehr Power, "auch weil sie mehr Kompetenz haben das richtige Produkt schneller zu finden – mit der besten Qualität und dem niedrigsten Preis".

Die Lösung von Hybris vermittelt zwischen den internen Systemen beziehungsweise Informationen und der Kommunikationsebene nach außen. "Auf der einen Seite holen wir uns aus der 'klassischen IT' der Unternehmen – also etwa ERP-Systemen – Vorinformationen, greifen auf Bilddatenbanken zu oder holen uns Vorinformationen von Lieferanten. Auf der anderen Seite gibt es Kanäle wie den Shop, Mobile, den Point of Sale, Printkataloge oder Callcenter. Dazwischen sitzt Hybris. Mit unserer Software holen wir aus diesen Vorsystemen beispielsweise Kunden-, Rechnungs- oder Produktdaten und konsolidieren sie in unserem System. Auch Sortimentsmanager und Marketingmanager im Unternehmen können bestimmte Inhalte hinzufügen. Diese Datensätze aus dem Backoffice werden so aufbereitet, dass sie über alle Kanäle zur Verfügung gestellt werden können", erklärt Lanzerits.

CLOUD-ANGEBOT IM HERBST Das Hybris bei seinen Kunden auf eine "grüne Wiese" stößt und alles von Grund auf neu bauen muss ist eher die Ausnahme. "Man kann davon ausgehen, dass jedes Unternehmen eine Website hat und damit gibt es Content. Was allerdings noch nicht so oft vorhanden ist, ist B2B-Commerce. Im B2C-Umfeld hat jeder schon alles probiert. Die B2C-Welt wird derzeit neu definiert, bei B2C-Shops ist eine Professionalisierungs-Welle zu spüren."

Hauptsächlich adressiert Hybris mit seiner Multichannel Suite größere Unternehmen. In Österreich gehören dazu beispielsweise Palmers oder Hervis. "Wir haben aber auch Kunden, die eher dem Mittelstand zuzuordnen sind. Im September kommen wir mit einem Produkt für den Mittelstand auf den Markt." Gegenüber Computerwelt.at verriet Lanzerits, dass es dabei sich um eine Cloud Computing-Dienstleistung handeln wird. Sie soll sich eher an den Mittelstand und kleinere Unternehmen richten, die weniger Individualisierung benötigen. (rnf)

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