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30.06.2011 Rudolf Felser

Datensicherungs-Tipps für KMU

Acronis, Anbieter von Disaster-Recovery- und Data-Protection-Lösungen, hat Ratschläge für die Datensicherung in kleinen und mittleren Unternehmen zusammengestellt.

Informationen sind die wertvollsten Ressourcen in einem Unternehmen. Der Verlust sensitiver Daten kann unterschiedliche Ursachen haben und reicht von verloren gegangenen oder gestohlenen Notebooks, portablen Speichermedien (zum Beispiel USB-Sticks, CDs) oder Backup-Bändern bis hin zu Hardware-Ausfällen oder versehentlichem Löschen durch Mitarbeiter. Besonders kleinere Unternehmen kann der Verlust wichtiger Dokumente oder ein längerer Ausfall der Systeme hart treffen. Um nach einem Desaster so schnell wie möglich wieder handlungsfähig zu sein, sollte eine regelmäßige und geplante Sicherung von Systemen und Daten erfolgen. Neben den richtigen Software-Tools sind vor allem einige konzeptionelle Überlegungen nötig.

Datenbestände priorisieren: Ein Überblick über die vorhandenen Daten und deren Relevanz schafft Klarheit, wo sich die kritischen Stellen im Unternehmen befinden und wo das Backup-Konzept ansetzen muss. Auf Grundlage dieser ersten Analyse können auch Daten, die für das Unternehmen keine oder wenig Relevanz haben, wie etwa private Dokumente, identifiziert und aus dem Backup ausgeschlossen werden. Damit wird der Speicherplatz für die wirklich wichtigen Sicherungen effizienter genutzt.

Wiederanlaufzeiten für die Systeme definieren: Je nach Relevanz der Systeme und Daten sind unterschiedliche Wiederherstellungszeiten denkbar. Während ein Langzeitarchiv erst nach Stunden oder Tagen bereit stehen kann, sollten E-Mail- oder Webserver binnen Minuten wiederhergestellt sein, um den Geschäftsbetrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

Erfassen aller Speicherressourcen: Relevante Datenbestände fallen an verschiedenen Stellen im Unternehmen an, so dass all diese Speicherorte berücksichtigt werden müssen. Zu den Speicherorten gehören:

  • Shared Resources (geteilte Ressourcen) – Dabei handelt es sich um Server und weitere geteilte Ressourcen wie Storage-Geräte. Empfehlenswert ist es, ein Backup vom gesamten Server oder Storage-Array zu erstellen. Bei der Wiederherstellung erspart dies viel Zeit.
  • Netzwerk-Desktops – Die Verwaltung des Backup-Prozesses ist wesentlich einfacher, wenn Anwender ihre Dateien auf gemeinsamen Storage-Medien speichern. Desktop-PCs sollten vorzugsweise mithilfe von zentral und automatisch verwalteten Tools in das Backup-System eingebunden werden.
  • Mobile PCs: bei mobilen Geräten, die sich nicht im Netzwerk befinden, empfiehlt es sich, das Backup lokal durchzuführen. Der Prozess sollte für den mobilen Anwender dabei einfach durchführbar sein. Zusätzlich sollten die lokalen Backups gespeichert werden, sobald sich das Gerät im Netzwerk befindet.

Virtuelle Ressourcen berücksichtigen: Zum Sichern von virtualisierten Systemen werden spezielle Tools benötigt. Effiziente Backup-Lösungen können direkt mit dem jeweiligen Hypervisor kommunizieren (Host-basiertes Backup) und bieten Unternehmen aber gleichzeitig die Flexibilität weiterer Methoden, wie Agenten-basiertes oder VMware Consolidated Backup (VCB).

Daten nur einmal sichern: Damit identische Dateien nicht mehrfach im Backup landen und so mehr Ressourcen wie Zeit, Speicherplatz oder Datendurchsatz im Netzwerk benötigen, kann es sich lohnen, bei der Auswahl einer Backup-Lösung auch integrierte Technologien wie Datendeduplizierung in Erwägung zu ziehen.

Automatisierung: Die manuelle Sicherung der Systeme in einem Unternehmen nimmt nicht nur mehr Zeit in Anspruch, sie ist auch anfälliger für Fehler und damit oft weniger zuverlässig. Eine Automatisierung der regelmäßigen Voll- oder Zuwachssicherungen (inkrementelle Backups) spart Zeit und Ressourcen. Softwarelösungen, die vordefinierte Schemata für das Festlegen von Backup-Richtlinien bieten, vereinfachen den Prozess zusätzlich. (pi/rnf)

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