IDC: Die 5 wichtigsten Software-Trends Detail - Computerwelt

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24.04.2011 Lynn-Kristin Thorenz*, Matthias Zacher*

IDC: Die 5 wichtigsten Software-Trends

Unternehmen werden in diesem Jahr verstärkt auf neue Trends bei Business Application treffen. Lynn Thorenz und Matthias Zacher von IDC stellen sie vor.

Mit der anhaltenden wirtschaftlichen Dynamik, veränderten Formen der Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Mitarbeitern und sich wandelnden Geschäftsmodellen, stellen Unternehmen veränderte und neue Anforderungen an die Nutzung und Bereitstellung von Lösungen.

Betroffen davon sind vor allem

- Enterprise Resource Planning (ERP), - Business Intelligence (BI), - Customer Relationship Management (CRM), - Human Capital Management (HCM), - Social Software, - Enterprise Collaboration, - E-Commerce und Project Based Solutions.

Das gilt insbesondere für solche Aspekte wie Interoperabilität, Verfügbarkeit und Zugriff, die in ihrer bisherigen Form den aktuellen geschäftlichen Erfordernissen nur teilweise entsprechen. Cloud Computing wird in unterschiedlichen Ausprägungen auch im Bereich Business Software zunehmend an Bedeutung gewinnen und als Enabler für weitere Trends über den gesamten Unternehmensstack agieren. Unternehmen werden im Jahr 2011 verstärkt auf folgende Trends im Business Application-Umfeld treffen:

1. Mobile Anwendungen setzen sich im Unternehmen durch. Seit dem Jahr 2010 treiben Unternehmen das Thema Enterprise Mobility ernsthaft voran.

Ein Haupttreiber ist unter anderem der enorme Fortschritt bei mobilen Endgeräten wie beispielsweise bei den Smartphones und Tablets auf Basis von Apples iOS and Googles Android Plattform. IT-Leiter in den Unternehmen sind mehr und mehr mit Endgeräten und Applikationen aus der Consumer Welt konfrontiert, die unter dem Schlagwort "Bring your own device" Einzug in die Unternehmen halten.

Ein weiterer wichtiger Trend ist die steigende Bedeutung von mobilen Applikationen. Der zunehmende Einsatz von Tablet-PCs in den Unternehmen macht zudem die Einführung eines Mobile Device Managements notwendig, um eine sichere Einbindung aller Endgeräte zu gewährleisten. All diese Faktoren erfordern die Implementierung umfassender Mobile Enterprise Plattformen, die sowohl die Sicherheit der Geräte im Betrieb garantieren als auch die Intellectual Property schützen.

2. E-Mail erfährt durch Social Collaboration und Web 2.0 Tools neuen Schwung.

Mit dem Aufkommen sozialer Netzwerke und der Verbreitung neuer Tools zur Zusammenarbeit ist vielfach der Tod von E-Mail beschworen worden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Weder Microblogging, Acvitity Streams oder Instant Messaging werden E-Mail ersetzten, da es sich hier um andere Formen/Technologien zur Zusammenarbeit handelt.

Wie eine Umfrage von IDC zeigt, wächst zwar der Anteil der Nutzung von Social Software im Kommunikationsverhalten, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass je nach Anforderung und Situation unterschiedliche Kommunikationsinstrumente eingesetzt werden. Email wird nach Einschätzung von IDC schwerpunktmäßig für wichtige und vertrauliche Kommunikation eingesetzt, also überall dort, wo nicht der schnelle sondern der eher nachhaltige Informationsaustausch im Vordergrund steht.

3. Socialytics verbindet Businessanwendungen mit analytischen Anwendungen, Social Web und Collaboration Software zu einer umfassenden Informations- und Analyse-Plattform in Unternehmen.

Erste Erfahrungen mit Socialytics aus den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass Fachabteilungen und Unternehmen mit solchen Lösungen zusätzliche Informationen für neue geschäftliche Aktivitäten gewinnen. Die Auswertung und Analyse von Daten aus dem Web 2.0 und Social Media ermöglicht Unternehmen, umfassender Fragen, Meinungen, Trends, Meinungsführer, Kritik, Beschwerden, Wettbewerberaktivtäten und Kundenwünsche auszuwerten. Hatten die meisten analytischen Lösungen bisher stärker einen reaktiven Charakter, so ermöglichen Socialytics in deutlicherem Maße vorausschauende Analysen.

Grundlegende Anforderungen an ein erfolgreiches Anwenden von Socialytics sind: Zugriff auf Daten aus dem Social Web und auf Businessdaten, Analyse von Texten und Natural Language Processing, Monitoring von Aussagen und Meinungen quer über die relevanten Themen und Kanäle, APIs für die Enterprise Systeme sowie Analysen über den gesamten Datenbestand der Unternehmensdaten und der weiteren Daten.

4. App Stores verändern klassische Preis- und Bezugsmodelle. Kennzeichen von App Stores im Consumer-Umfeld sind hoher Wettbewerb, aggressives Pricing, geringe Margen, hohe Transparenz des Angebots, einfache Beschaffung und Installation sowie kaum vorhandene Kundenloyalität.

App Stores im Enterprise-Umfeld greifen einige Merkmale der "Consumer App Stores" auf. Hierzu zählen der Zugriff durch Kunden auf Lösungen und Lösungserweiterungen über ein Portal, Vergleich von Features und Leistungsumfang, Preistransparenz und Bewertung und Kommunikation mit dem Anbieter.

Die Verbreitung von "Enterprise App Stores" hat gerade begonnen. IDC erwartet 2011 und darüber hinaus eine weitere Verbreitung und Verfeinerung der App Stores und der dort verfügbaren Angebote.

5. Die Formen der Zusammenarbeit wandeln sich radikal und erfordern neue Lösungen für Collaboration, Projektmanagement und Workforce Management.

Die Mitarbeiter bleiben auch in einer Internet basierten Arbeitswelt Dreh- und Angelpunkt des Geschäfts. Mobile Lösungen und Endgeräte, hohe Bandbreiten, Lösungen für eine "virtalisierte Workforce" und die Unabhängigkeit von Lokationen und Zeit ermöglichen neue und verbesserte Formen der Zusammenarbeit und der Ausnutzung der Ressourcen. Das nun zur Verfügung stehende Frameset aus den genannten Assets lässt sich als Human Cloud beschreiben. Solch eine Human Cloud zeichnet sich wie das Cloud Computing Modell durch Flexibilität, Agilität und Elastizität aus.

Fazit Die Umsetzung und Ausprägung der genannten Trends hat in einigen Unternehmen bereits begonnen. Den geschäftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen kann sich kein Unternehmen entziehen. Das gilt ebenso für die sich wandelnde Arbeitswelt vieler Beschäftigter. Langfristig werden vor allem die Unternehmen erfolgreich sein, die sich den Herausforderungen frühzeitig stellen und Trends ernsthaft auf Relevanz für ihre Organisation prüfen.

* Lynn Thorenz ist Director Research & Consulting und Matthias Zacher ist Senior Consultant bei IDC in Frankfurt. Der Artikel stammt vom deutschen CIO.

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