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21.04.2011 Oliver Weiss

Virtualisierte Desktops folgen dem Personal

Für eine optimale Betreuung der Patienten in der Salzburger Landesklinik müssen die benötigten Applikationen und Daten mit den Ärzten auf Visite gehen. Dank Desktopvirtualisierung stehen die Informationen unabhängig von Endgerät und Ort zur Verfügung.

Die Salzburger Landesklinik (SALK) ist eines der vier Zentralkrankenhäuser in Österreich. Zum Verband gehören das Landeskrankenhaus Salzburg, die Christian-Doppler-Klinik Salzburg und die Landesklinik St. Veit, die als Regionalversorger medizinische Betreuung für 650.000 Menschen aus dem Land, den umliegenden Regionen und Bayern bieten.

Die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus stellen an die IT besondere Herausforderungen: Die Hygieneanforderungen, die thermische Belastung durch Kühlsysteme, aber vor allem auch die Ausfallsicherheit in Schockräumen sind hier ausschlaggebende Faktoren. Weiters muss das Personal von verschiedenen Arbeitsplätzen aus über den eigenen Desktop auf spezifische Informationen und Programme rasch und einfach zugreifen können, weshalb herkömmliche Fat Clients unpraktikabel sind. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde 2009 ein Thin-Clien-Projekt mit entsprechender Virtualisierung auf Server-Seite ins Leben gerufen. Nach einer ersten Ausschreibung entschied sich die SALK für die Software View 4 von Vmware.

Im Krankenhaus herrscht ein hoher Dokumentationsaufwand, der von Bildern über Videos aus dem OP bis zu Röntgeninformations- und Befundübertragungen reicht. Gründe für die Auswahl von View 4 waren daher der progressive Bildaufbau, die integrierte Verschlüsselung, die Unterstützung hoch auflösender Monitore, ruckelfreie Videoübertragungen und die Performance, die die Lösung dank des PCoIP-Protokolls bietet. PCoIP komprimiert, verschlüsselt und kodiert die Interaktion der Clients mit dem Rechenzentrum und überträgt Bilder pixelgenau an ein beliebiges Endgerät.

WENIGER WÄRME – MEHR HYGIENE Da Thin Clients die Rechenleistung der Server nutzen und nur wenig Strom verbrauchen, bilden sie eine kostengünstige Alternative zu Standard-Desktops. Die Lösung bedeutet auch eine Verbesserung für Patienten und Ärzte: Die thermischen und hygienischen Belastungen – vor allem auf der Intensivstation – konnten maßgeblich reduziert werden. Zudem wird durch Smartcards und WLAN mehr Flexibilität geboten. So sollen Ärzte zukünftig auch in ihrer Praxis auf ihren individuellen Desktop zugreifen können.

Dank Virtualisierung können Desktop-Betriebssysteme, -Anwendungen und -Daten nun unabhängig voneinander im Rechenzentrum der SALK verwaltet werden, was die die Wartung und das Service des gesamten IT-Betriebs vereinfacht hat. Durch das zentrale Desktop-Management werden Rollouts rasch und einfach möglich und Backups können für die Nutzer unbemerkt durchgeführt werden. »Mit der Virtualisierung wird die IT im Gesundheitswesen in eine flexible Datenverarbeitungsumgebung umgestaltet, was zu einer besseren Patientenversorgung führt«, erklärt Werner Wurm, Leiter der Abteilung IT-Kundenbetreuung der SALK. »View 4 hat uns eine schnelle Migration von elektronischen Patientenakten und Krankenprotokollen ermöglicht. Dank Single Sign-On mittels Karte können Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und das administrative Personal nun von verschiedenen Endgeräten auf ihren Desktop zugreifen.«

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