Häfele setzt auf Business Discovery mit QlikView Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


08.04.2011 pi/Rudolf Felser

Häfele setzt auf Business Discovery mit QlikView

Analysen in Sekunden: Komplexe Reports dauern bei dem Spezialisten für Möbel- und Baubeschläge nicht mehr vier bis sechs Stunden, sondern nur noch Augenblicke.

Häfele, gegründet im Jahr 1923, ist ein deutscher Spezialist für Möbel- und Baubeschläge und bedient weltweit 160.000 Kunden in mehr als 150 Ländern. Die ausländischen Märkte werden hauptsächlich von den derzeit 37 Töchtern betreut. Hinzu kommen neun internationale Verkaufsbüros, die von der Hauptverwaltung aus gesteuert werden. In Deutschland selbst ist Häfele mit zehn Verkaufsbüros präsent, ein weiteres in Bozen bedient den Markt in Südtirol. Der Warenkatalog umfasst mehr als 100.000 katalogisierte Produkte, die von rund 1.500 Lieferanten weltweit bezogen werden.

ZU LANG, ZU UNFLEXIBEL Als ERP wird bei Häfele Deutschland ein mit COBOL eigenentwickeltes Großrechner-System eingesetzt: Die Daten werden in einem Data Warehouse bereinigt und dann mit QlikView weiterverarbeitet. Die europäischen Tochterunternehmen sowie Häfele Mexiko setzten als ERP-System eine von Häfele selbst entwickelte, Informix-basierende Software ein. Die Datenauswertung war vor dem Einsatz von QlikView sehr zeitaufwendig und zudem auch nicht mehr zeitgemäß: Das Ergebnis waren umfangreicher Listen, die ausgedruckt und dann per Hauspost verteilt werden mussten. Der Versuch, dies durch ein BI-System von Business Objects abzulösen, scheiterte durch die enormen Kosten und den Umstand, dass die komplexen Reports erst nach vier bis sechs Stunden in Form von unflexiblen Listen vorlagen.

Im Rahmen eines weltweiten IT-Meetings in Thailand im Jahre 2004, lernte der IT-Leiter des Unternehmens erstmals QlikView kennen. Die Software war bei Häfele in Australien und Neuseeland bereits im Einsatz. Begeistert von der Benutzerfreundlichkeit und Schnelligkeit des Systems, folgte direkt ein "Seeing is Believing (SiB)"-Workshop bei Häfele Deutschland, wo QlikTech mit Daten von Häfele aufzeigte, welches Analysepotential mit QlikView möglich ist.

Die Entscheidung, das bis dahin eingesetzte System durch QlikView zu ersetzen, war schnell getroffen. Drei Monate nach der Implementierung war die erste QlikView-Anwendung fertig und online. Die Software wird mittlerweile in einer Vielzahl von Abteilungen eingesetzt. In Einkauf, Verkauf, Sortimentsmanagement, Kostenrechnung und Logistik werden mit der Software Auswertungen online erstellt. Zudem wird über QlikView die Analyse von Außendienst, Artikeln, Warengruppen, Lieferanten, Bestandsanalyse, Reklamationen, Angebote und Sortimentsbewertungen für einzelne Regionen sowie für Preiskalkulationen abgebildet. Das Hauptaugenmerk der Analysen liegt auf den Beziehungen zwischen Kunde, Lieferant und Artikel. Mit QlikView werden dabei ungefähr 1,4 Mio. Bestellpositionen und inzwischen rund 27 Mio. Rechnungspositionen ausgewertet. Bestehende Datenquellen umfassen ein Data Warehouse, Oracle Datenbanken, SAP sowie Access und Excel. Die wichtigsten Kennzahlen werden automatisiert anhand PDF-Reports verteilt.

Nach der erfolgreichen Einführung von QlikView bei Häfele Deutschland wurden auch die europäischen Tochterunternehmen (Belgien, Österreich, Schweiz, Niederlande, Dänemark, Italien, Frankreich, Spanien, Türkei, Tschechien und Polen) auf QlikView umgestellt. Dies ermöglicht nun auf einfache Art und Weise den Zugriff auf die Daten der europäischen Tochterunternehmen, welche zentral in Deutschland gehostet werden.

IN-MEMORY In Europa arbeiten rund 200 Anwender mit der Lösung. Inzwischen sind intern über 25 Anwendungen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten online. Weltweit wird QlikView bei Häfele von ungefähr 500 Anwendern genutzt – mit steigender Tendenz. Besonders begeistert hat Mehmet Gencsoy, zuständiger Anwendungsentwickler bei Häfele Deutschland, dass alle Zahlen trotz der immensen Datenmengen auf die unterste Ebene heruntergebrochen und danach wieder kumuliert werden können. Dies verschaffe dem gesamten System eine hohe Transparenz und erhöhe damit auch die Akzeptanz bei den Anwendern. Auch die Tatsache, dass unterschiedliche Daten aus unterschiedlichen ERP-Systemen mit nur einem Werkzeug problemlos verarbeitet sowie analysiert werden können, sieht Gencsoy als deutlichen Pluspunkt. Sämtliche Daten werden in den Hauptspeicher geladen und können dort direkt in Echtzeit bearbeitet werden. Eine Voraggregierung ist nicht mehr notwendig, was eine immense Zeitersparnis mit sich bringt. "Mit QlikView können wir unsere Analysen deutlich schneller und flexibler durchführen. Früher haben die Anwender mehrere Stunden benötigt, um starre Listen zu erhalten und jetzt liegen dynamische und komplexe Reports innerhalb von Sekunden vor", so Gencsoy.

Da die Mitarbeiter ohne Support durch die IT-Abteilung eigenständig Kenzahlen erstellen und ihre Analysen durchführen können, ist die Akzeptanz von QlikView sehr hoch. Laut Gencsoy gestalten die Datenanalysen mit der Anwendung als sehr einfach und unproblematisch. Innerhalb weniger Sekunden lassen sich die Daten auf beliebige Weise darstellen und können bei Bedarf nach Excel exportiert und weiter verarbeitet werden.

Mit der weltweiten Einführung von SAP als ERP System werden auch die Möglichkeiten mit QlikView weiter ausgedehnt. QlikView soll dabei trotz der dezentralen Struktur von Häfele konzernweite Auswertungen besser ermöglichen. Mit dem QlikView Connector für den Einsatz mit SAP Netweaver greift Häfele bereits auf SAP-Daten der Häfele Tochtergesellschaften in Belgien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Tschechien zu. Häfele plant SAP weltweit einzuführen. Um das Potential der darin enthaltenen Daten voll auszuschöpfen, setzt Häfele dabei weiterhin auf Business Discovery mit QlikView. (pi)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Service

Acceptance Testing: Trotz knapper Ressourcen

Zum Thema

  • Dicom Computer VertriebsgesmbH

    Dicom Computer VertriebsgesmbH WLAN-Systeme, VPN, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management, Netzwerk-Diagnose-Systeme, Netzkomponenten, Mobile Lösungen und Applikationen,... mehr
  • SNP AUSTRIA GmbH

    SNP AUSTRIA GmbH Qualitätssicherung, Kaufmännische Software (ERP), Tools, Programmiersprachen, Datenkonvertierung, Übernahme von Softwareprojekten, Systempflege- und Wartung,... mehr
  • Anexia

    Anexia Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, RZ-Dienstleistungen, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines mehr
  • customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH

    customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen, User Helpdesk-Systeme und Hotlines, Systempflege- und Wartung, Outsourcing, IKT-Consulting, Facility Management,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: