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Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


24.02.2011 Oliver Weiss

Entscheidungen auf Basis aktueller Daten

Das Business-Intelligence-Tool Qlikview erlaubt es der Murauer Brauerei, Entscheidungen auf Basis tagesaktueller Daten zu treffen.

Die österreichische Brauerei Murau hat mit ihrer über fünfhundert­jährigen Geschichte eine lange Tradition in der Herstellung von Bier. Bis ins 13. Jahrhundert reichen die Zeugnisse über die Brauereitätigkeit in Murau zurück. Das jährliche Brauvolumen liegt heute bei 300.000 Hektolitern – in der hochmodernen Abfüllanlage werden stündlich 30.000 Flaschen und bis zu 180 Fässer befüllt. Die Belieferung der Kunden aus dem Einzel- und Fachhandel (70 Prozent) sowie der Gastronomie (30 Prozent) erfolgt über ein Logistikzentrum. Zu den Produkten des steirischen Unternehmens zählen neben Märzen, Pils, Bock und anderen Biersorten auch Bierschnaps sowie Limonaden und Säfte. Aktuell beschäftigt die Genossenschaft rund 180 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 34,3 ­Millionen Euro. Zum Erfolgsrezept der 1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft gehört neben der langen Tradition, einem hohen Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt sowie Service-, Liefer- und Produktqualität auf höchstem Niveau auch die ständige Innovation. Die neueste Erfindung: Ein Biermischgetränk aus ­Vollbier und Preiselbeerlimonade, das sich bereits jetzt zum absoluten Bestseller ­entwickelt hat. Innovativ ist die Brauerei nicht nur hinsichtlich ihrer flüssigen Ware, sondern auch in Bezug auf die eingesetzte Technik. So hat das steirische Unternehmen frühzeitig erkannt, welches Wertschöpfungspotenzial in operativen Software-Systemen steckt. In diesem Zusammenhang ­entschied man sich für die Ablösung von L5000 durch die Java-gestützte ERP-­Lösung M3 von Lawson. Gleichzeitig ­wollten die Murauer eine Analyse- und Reporting-Lösung einführen, um schnell und präzise Zugriff auf sämtliche unternehmensrelevante Daten zu erhalten.

Kostenrechnung Insbesondere sollte eine begleitende Kostenrechnung realisiert werden, um der Geschäftsführung künftig schneller Informationen für Entscheidungen, etwa bezüglich Sortimentsgestaltung, Produktion, Vertrieb oder Marketing, ­bereitstellen zu können. »Wichtigstes Ziel war es, jederzeit und nicht erst am Jahresende einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu ­erhalten und damit schneller reagieren zu können, wenn sich Korrekturbedarf ­abzeichnet«, erklärt Elisabeth Knapp, Administratorin der Brauereigenossenschaft. Auch der Vertrieb sollte über die neue Lösung Antworten erhalten – beispielsweise auf Fragen zum Absatz der einzelnen Produkte insgesamt oder nach Regionen. Eine weitere Anforderung bestand in der Mobilität der Business-Intelligence-Anwendung (BI), um den Außendienstmitarbeitern die Möglichkeit zu geben, auf Basis tages­aktueller Daten agieren zu können.

komplexe konkurrenz »Zunächst hatten wir als BI-Lösung Cognos im ­Visier«, erzählt Knapp rückblickend. »Bei näherer Betrachtung erwies sich das ­System jedoch als zu starr und komplex.« Stattdessen suchte die IT-Chefin Rat bei Terna, dem Unternehmen, das bereits für die M3-Einführung verantwortlich zeichnete und sowohl hinsichtlich der Fachkenntnisse als auch in der praktischen Umsetzung auf ganzer Linie überzeugte. Der Full-Service-Anbieter rund um die Themenbereiche ERP und Geschäftsprozessmanagement empfahl schließlich die Analyse- und Reporting-Lösung Qlikview des schwedischen Anbieters Qliktech. Eine Empfehlung, der die Brauerei gerne gefolgt ist: »Qlikview ist genau die Lösung, die wir brauchen: Effizient, einfach und trotzdem leistungsstark in der Anwendung und so flexibel, dass die Analysemöglichkeiten schier unbegrenzt sind«, sagt Knapp. Umgesetzt wurde das Gesamt­projekt sehr zur Zufriedenheit der Murauer Brauerei: Dank der einfachen und schnellen Implementierbarkeit von Qlikview und der umfassenden Fachkompetenz der Terna-Mitarbeiter fiel für die ­Integration von Qlikview und die ­Entwicklung der ersten Applikationen ­lediglich ein Dienstleistungsaufwand von sieben Wochen an. Auch die begleitende Kostenrechnung wurde in diesem Zeitraum realisiert. Ein Volumen von rund 7,2 Millionen ­Datensätzen analysieren die Brauer aufgrund der speicherbasierten Architektur von Qlikview in Sekundenschnelle nach beliebigen Fragestellungen. Die Mitarbeiter im Vertrieb können einfach per Knopfdruck erfahren, welche Biersorte sich zum Beispiel in Kärnten in den letzten sechs Monaten am Besten verkauft hat, wo in Österreich die größte Nachfrage nach ­Zitronenlimonade besteht oder ob die Vermarktungsoffensive in Niederösterreich für zusätzliche Kunden gesorgt hat. Der Außendienst kann unterwegs per Laptop sofort einen Überblick über die Vertragsgestaltung und das Abnahmeverhalten der Gastronomiekunden gewinnen.

besserer überblick Die Geschäftsführung des Unternehmens wiederum hat nun jederzeit Zugriff auf aktuelle Zahlen zu Kosten, Umsätzen und Wirtschaftlichkeit. Auf einen Blick wird damit jederzeit sichtbar, welche Produkte den meisten Gewinn erwirtschaften, wo im Unternehmen zu hohe Kosten anfallen oder wie sich das Geschäft in den letzten drei Monaten entwickelt hat. Insgesamt 35 Mitarbeiter setzen Qlikview aktuell für ihre tägliche Arbeit ein. Werden zusätzliche Applikationen benötigt, erstellt diese die IT-Abteilung eigenständig. Komplexere, zeitintensivere Anforderungen setzt Terna für die Brauerei um. Überzeugt hat auch die hohe Benutzerfreundlichkeit: Nach einer kurzen Schulung für die ­Anwender in den Fachabteilungen und für die Programmierer konnte sofort produktiv mit Qlikview gearbeitet werden. ­»Unsere Kollegen entdecken immer mehr Möglichkeiten, Qlikview anzuwenden«, freut sich die Administratorin. »Mittlerweile nutzt zum Beispiel auch die Ver­waltung das System für eine schnelle ­Recherche von Kundenadressen.« »Wir können das Informationspotenzial unserer Unternehmensdaten voll ausschöpfen und sind in der Lage, sehr viel schneller zu reagieren. Eine Fähigkeit, die uns auch in Zukunft einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung verschaffen wird«, fasst Knapp zusammen.

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