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23.05.2012 :: Printausgabe 11/2012 :: Oliver Weiss

Fokus auf interne Business-Appstores

Mit neuen Tools will Vmware den OS-unabhängigen Zugriff auf Anwendungen und Daten von jedem Endgerät vereinfachen.

© Fotolia / Scanrail

»Laut Studien soll in den nächsten Jahren bereits ein Drittel der IT-Budgets für Cloud-Dienste ausgegeben werden. Insofern kann man wohl sagen, dass Cloud Computing kein Hype mehr ist«, erklärte Alexander Spörker, Country Manager von Vmware in Österreich, im Rahmen des Vmware Forums, das am 15. Mai in Wien stattgefunden hat. »Das Thema gewinnt weiter an strategischer Bedeutung, was sich auch daran erkennen lässt, dass die Kosten nicht mehr der Treiber Nummer Eins sind.« Viel wichtiger sind inzwischen erhöhte Produktivität der Mitarbeiter sowie mehr Flexibilität und Agilität bei der Bereitstellung von IT-Services. Als Beispiel nennt Spörker in diesem Zusammenhang die Möglichkeit bei Kapazitätsengpässen – etwa bei Quartalsabschlüssen – in die Cloud skalieren zu können.

Eine wichtige Rolle spielt auch der Trend in Richtung anwenderzentrierter IT-Arbeitsplätze, in Richtung Betriebssystemunabhängigkeit und Geräteunabhängigkeit. Dazu ist es notwendig, Applikationen zu vereinfachen, zusammenzufassen und in einem Servicekatalog – eine Art interner Business-Appstore – zentral bereitzustellen. Aus diesem Katalog können sich die Anwender dann entsprechend ihrer Rolle im Unternehmen die benötigten Anwendungen aussuchen und mit jedem beliebigen Endgerät darauf zugreifen.

SERVICE-KATALOG

Mit dem Horizon Application Manager bietet Vmware ein Werkzeug zur Erstellung eines solchen Appstores. Ziel ist es, Nutzern zentral und richtlinienkonform Zugriff auf Anwendungen, virtuelle Desktops und Datenressourcen zu ermöglichen und dabei über Public und Private Clouds sowie verschiedene Endgeräte hinweg eine gleichbleibende Benutzeroberfläche zu bieten. Mit Project Appblast wiederum will Vmware jede Anwendung, einschließlich Windows-Applikationen, auf jedes Gerät liefern, das HTML5 unterstützt. Das Versprechen: Fernzugriff ohne dass das jeweilige Betriebssystem benötigt wird.

Obwohl Vmware laut Spörker »kein neues Microsoft« werden will, beschränkt sich das Unternehmen nicht mehr nur auf Infrastruktur- und Management-Angebote: Ein Beispiel dafür ist Project Octopus, das den Zugriff für interne und externe Benutzer auf Dokumente erlaubt; sowohl über eine hauseigene Client-Applikation als auch über den Browser. Dabei soll aber die IT die Kontrolle über die Verteilung, die Authentifizierung und die gespeicherten Daten behalten. Was immer man im Octupus-Ordner ablegt, wird zentral synchronisiert und dann allen zuvor bestimmten Geräten und authorisierten Personen zur Verfügung gestellt. Dabei zeichnet der zentrale Server alle Aktivitäten auf, so dass immer nachvollzogen werden kann, wer was mit wem geteilt hat. Das Produkt erinnert somit stark an Dropbox, Google Drive oder Microsofts Skydrive. Der Unterschied zwischen diesen Diensten und Project Octopus ist, dass die Synchronisation im Unternehmen hinter einer Firewall stattfinden kann, wodurch die Kontrolle der IT-Abteilung erhalten bleibt. Des weiteren können Unternehmen bei Octopus bestimmen, welche Dateiversionen behalten werden, ob diese auf einem schnellen, teuren oder einem langsamen, günstigeren Speichermedium abgelegt werden sowie über welche Authentifizierungsmethoden der Zugang gewährt wird.

Weitere Beispiele für Anwendungen aus dem Hause Vmware sind das Powerpoint-ähnliche Tool Sliderocket, ein Social Network für Unternehmen namens Stride und der E-Mail- und Collaborationdienst Zimbra. »Gewisse Standard-Services, wie eben E-Mail oder Collaboration-Tools die in jedem Unternehmen genutzt werden, sollten gleich mit der Infrastruktur mitgeliefert werden«, beantwortet Spörker die Frage, warum Vmware nun auch auf Applikationen setzt. Weitere Anwendungen sind derzeit nicht geplant.

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