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03.11.2009 Oliver Weiss

Poker um SAP-Wartungsgebühren geht weiter

SAP versucht seine Kunden mit erhöhten Preisen für den Standard Support zum Umstieg auf Enterprise Support zu bewegen.

Die Vergütung für das SAP-Support-Modell bleibt der Dauerbrenner unter den SAP-Anwendern. Hintergrund für die anhaltende Diskussion ist ein von SAP an Kunden verschickter Brief mit Preiserhöhungen der Wartungssätze speziell beim Standard Support (Pflegevergütung). Dieser hat für Unmut bei den betroffenen Unternehmen – vor allem bei langjährigen SAP-Kunden – gesorgt. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) setzt sich daher weiterhin gemeinsam mit dem jüngst gegründeten CIO-Beirat für eine deutliche Unterscheidung der SAP-Support-Modelle in Preis und Leistungsumfang ein.

Beim SAP Enterprise Support in Deutschland und Österreich entfällt die Preissteigerung aufgrund der Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt ausgegebenen Index, der von SAP als Preiserhöhungsmechanismus herangezogen wird. Unklarheit herrscht noch über die Preiserhöhung des SAP Enterprise Support in der Schweiz.

Anders sieht es beim Standard Support aus: Für viele SAP-Anwenderunternehmen herrscht nun Gewissheit. Der von SAP gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geplante Preiserhöhungsmechanismus beim Standard Support in Deutschland und Österreich trifft langjährige und treue Kunden hart (Rückrechnung der Preissteigerung gemäß Index des Statistischen Bundesamts bis zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, höchstens jedoch bis zum Jahr 2000). Durch diese individuellen Preiserhöhungen werden sie deutlich schlechter gestellt als Kunden, die ihre Verträge zu einem späteren Zeitpunkt umgestellt haben.

"Über die angekündigte Preiserhöhung sollen Kunden bewegt werden, sich für den SAP Enterprise Support zu entscheiden, auch wenn sie für die darin enthaltenen Leistungen über den Standard Support hinaus keinen Bedarf haben", beschreibt Werner Schwarz, Experte für die Support-Thematik im CIO-Beirat und CIO bei der Gerolsteiner Brunnen, die aktuelle Situation. Deshalb fordern Vorstand und CIO-Beirat der DSAG weiterhin eine klare inhaltliche und preisliche Unterscheidung der beiden Support-Modelle. "Außerdem legen wir nach wie vor großen Wert auf den Nachweis des Mehrwerts von SAP Enterprise Support und arbeiten hier aktiv mit SAP und anderen Anwendergruppen im Rahmen des SAP Usergroup Executive Networks (SUGEN) zusammen", erklärt Andreas Oczko, stellvertretender DSAG-Vorstandsvorsitzender und Ressortvorstand Operations/Service & Support.

Nachdem SAP ihre Kunden über die Preisanpassungen informiert hat, herrscht vielerorts Unsicherheit hinsichtlich des zu nutzenden Support-Modells. Ist doch unter Umständen der Standard Support jetzt teurer als der Enterprise Support. "Da SAP-Kunden im Rahmen ihres Sonderkündigungsrechts nur 14 Tage Zeit für die Rückmeldung haben, sollten sie umgehend das Gespräch mit SAP suchen und gegebenenfalls herrschende Unklarheiten beseitigen", rät Oczko.

In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und um zu einer vertrauensvollen Geschäftsbeziehung zurückzukehren, wäre eine generelle Aussetzung der Preiserhöhung der richtige Weg gewesen, schreibt die DSAG in einer Aussendung. Das hätte ein positives Signal zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung an alle SAP-Kunden gesetzt, so die Meinung der Anwendervertreter.

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