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18.11.2009 Thomas Mach

OS-Encoder sorgt für reibungslose E-Card-Services

Schritt um Schritt mehr Interoperabilität – Microsoft baut das Engagement in diesem Bereich weiter aus. Nun wurde, quasi als erster heimischer Erfolg, ein Schnittstellen-Problem bei der E-Card gelöst.

Bereits seit einigen Monaten bemüht sich Microsoft sowohl weltweit als auch auf lokaler Ebene um eine Verbesserung der Interoperabilität in Unternehmens-IT-Landschaften. Nun wurden, im Rahmen der Interop-Lab-Initiative, die ersten Erfolge der Bemühungen präsentiert. Gemeinsam mit der SV-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft (SVC) konnte Microsoft Österreich Interoperabilitätsprobleme bei der E-Card mit der Publikation von Open Source-Beispielen für Ärztesoftwarehersteller beseitigen.

»Im Rahmen unseres Interoperabilitäts-Programmes haben wir uns vor knapp acht Monaten die Lösung von Problemen im Interoperabilitätsbereich zum Ziel gesetzt«, betont Mario Szpuszta, seines Zeichens Architect in der Developer and Platform-Group bei Microsoft Österreich. »Wir freuen uns, dass dieses Engagement schon nach so kurzer Zeit bereits beachtliche praktische Erfolge vorweisen kann. Das Beispiel mit der SV-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft zeigt, dass unsere Initiativen dem österreichischen Markt und österreichischen Entwicklern bei der Zusammenarbeit zwischen der Microsoft-Plattform und anderen Plattformen optimal helfen können«, ergänzt Harald Leitenmüller, Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Österreich. Konkret wurden, erläutert Szpuszta, »im Rahmen einer der beiden großen Lab-Initativen in den letzten Monaten von Experten die Interoperabilität zwischen Microsoft .Net und zwei speziellen Services der E-Card Schnittstellen analysiert«.

Die betroffenen E-Card-Services UZE, also die E-Überweisung, sowie der Arzneimittel-Bewilligungs-Service (ABS, weithin als Chefarztbewilligung bekannt) verwenden zur Übermittlung von binären Daten den W3C-Standard SOAP-With-Attachments. »Im Rahmen des Interoperabilitäts-Labs konnte nun durch Entwicklung eines entsprechenden Encoders die Kompatibilität sichergestellt werden. Der Encoder wurde als Open Source-Beispiel auf der Microsoft-OS-Plattform Codeplex veröffentlicht. Gleichzeitig bietet das Interoperabilitäts-Programm eine Beispiel-Implementierung, die den Encoder in Aktion zeigt und darstellt, wie Attachments an die Services UZE/ABS gesendet beziehungsweise empfangen werden können. Das unterstützt ab sofort Ärztesoftwarehersteller in Österreich bei ihren Entwicklungen«, unterstreicht Szpuszta.

»Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unseren Partnern, also den Arzt- und Krankenhaus-Softwareherstellern, die Integration der E-Card-Services in ihre Produkte so einfach wie nur möglich zu machen. Dabei spielt die Interoperabilität zu unterschiedlichen Plattformen eine zentrale Rolle«, unterstreicht Rainer Schügerl, Bereichsleiter Technik und CSO der SVC. »Wir freuen uns, dass wir mit Microsoft nach nur wenigen Monaten das Thema mehr Interoperabilität für die E-Card Schnittstellen erfolgreich zum Abschluss bringen konnten.« Erste Ärztesoftware-Anbieter hätten Schügerl zufolge den Encoder bereits in Lösungen integriert.

Doch nicht nur auf lokaler Ebene konnte Microsoft im Rahmen seines Engagements entscheidende Verbesserungen der Interoperabilität erreichen. Auch international zeigen sich verschiedene Erfolge. Ausgehend vom Corporate Interop Council habe sich »eine Menge bewegt«, wie Szpuszta erklärt. Gerade im Bereich von Microsofts Rich Internet Application-Plattform Silverlight sei viel passiert. »So gibt es mittlerweile verschiedene Tools, um etwa unter Eclipse für Silverlight zu entwickeln.« Auch im Cloud Computing-Segment gebe es einige Fortschritte, so wurde beispielsweise die Azure-Plattform geöffnet. »Es können auf Windows Azure nun nicht nur Windows-Applikationen gehostet werden, sondern beispielsweise auch PHP-basierende Anwendungen«, betont der Microsoft-Architect.

Besonders im Bereich der Security- und Identity-Management-Lösungen sei Szpuszta zufolge »sehr viel weitergebracht« worden. »Mit Technologien die wir jetzt auf den Markt bringen – Windows Identity Framework und Active Directory Federations Services V2 – ist es im Prinzip so, dass wir Protokoll-technisch eine komplette Öffnung machen.«

Zudem komme die bestehende Kooperation mit Novell, im Rahmen derer die Interoperabilität zwischen Microsoft- und Open Source-Lösungen weiter verbessert werden soll. »Unternehmen sehen die Vorteile unserer Kooperation im Bereich Interoperabilität, um den Anforderungen von heterogenen IT-Infrastrukturen, die heute Realität sind und das auch in Zukunft sein werden, gerecht zu werden«, erklärt Ted MacLean, General Manager for Strategic Partnerships and Licensing bei Microsoft.

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