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18.11.2009 Thomas Mach

Kostentreiber schnell finden

SAP-Landschaften neigen dazu, durch Optimierungen immer komplexer zu werden. Das muss aber nicht so sein, durch vorausschauende Planung lassen sich Probleme vermeiden.

Viele Unternehmen machen durch IT-Projekte – selbst wenn sie damit Geschäftsprozesse optimieren – ihre SAP-Systemlandschaften komplexer und unübersichtlicher. Dadurch steigen die Betriebskosten und die Kostenfalle schnappt zu. Durch eine automatisierte Vermessung lassen sich Kostentreiber im SAP-Anwendungsportfolio aufdecken. Das hilft, Applikationen und Support-Modelle gezielt zu optimieren sowie IT-Kosten langfristig zu senken.

»Jede Erweiterung des Customizing, jede Modifikation, und jede weitere ABAP-basierende Eigenentwicklung machen eine SAP-Systemlandschaft komplexer und verteuern deren Betrieb«, erklärt Ralph K. Treitz, CEO und Vorstand des SAP-Spezialisten VMS. Support-Packages und Release-Wechsel würden dadurch zu Kostentreibern. »Je komplexer eine Landschaft, um so schwieriger ist die Ursachenforschung, wenn zum Beispiel eine Störung eintritt. Lange Antwortzeiten von Dialogen treten spontan auf. Die Nachverfolgung von Auslösern dauert umso länger, je komplizierter die Zusammenhänge einer SAP-Landschaft sind.«

Dabei sei Komplexität aufgrund der Anforderungen des Business schwer zu vermeiden. »Kompliziertheit dagegen muss nicht sein. Eine klare Sicht auf ihre SAP-Landschaft erhalten IT-Verantwortliche durch eine automatisierte Vermessung ihrer aktuellen IT-Systeme.« Auf dieser Grundlage sowie einer an Benchmarks ausgerichteten Auswertung könnten die Kostentreiber innerhalb einer SAP-Landschaft identifiziert werden. Dabei sei es wichtig, dass die Vermessungsmethode minimal-invasiv ist, »um die untersuchte Landschaft aber auch das IT-Team nicht zusätzlich zu belasten«.

PROBLEME BEI GEWACHSENEN IT-WELTEN Erst die faktenbasierende Analyse der SAP-Landschaft »hilft IT-Verantwortlichen, ihre Anwendungslandschaft kostenoptimiert zu gestalten« und deren Weiterentwicklung vorausschauend sowie zu klar kalkulierbaren Kosten zu planen. Dabei lohne sich auch der Blick auf die Architektur der ERP-Landschaft, denn viele Einzelprobleme würden aus einer »gewachsenen IT-Landschaft« resultieren. »Da für ein umfangreiches Redesign Budgets und Zeit fehlen, muss jede einzelne Maßnahme möglichst komplexitätsneutral sein und darf die Systemlandschaft nicht extra belasten.«

Häufig seien es Einzelprobleme, die IT-Teams beschäftigen. Besonderes Augenmerk erfordere etwa die stetig wachsende Zahl der Änderungswünsche seitens der Fachbereiche. »Deshalb ist eine wertorientierte, strukturierte Beschreibung und Analyse der Anforderungen vorzunehmen. Deren Umsetzung folgt einem an den Geschäftsabläufen orientierten Architekturparadigma sowie festgelegten Standards.

MEHRKOSTEN REDUZIEREN Das vermeidet steigende Kompliziertheit und damit erst später sichtbare teure Folgeschäden.« Durch klare Vereinbarungen, Zuständigkeiten und Absprachen in Form von SLA – sowohl zwischen IT und Business als auch innerhalb der IT-Organisation – könnten »unnötige Mehrkosten« auf ein Minimum reduziert werden.

In vielen Unternehmen sei auch die Stabilität und Verfügbarkeit von SAP-Anwendungen ein geschäftskritischer Faktor. »Doch häufig sind in Outsourcing-Verträgen bei den SLA nur durchschnittliche Antwortzeiten für ein gesamtes ERP-System definiert – und damit eine sehr schlechte Steuerungswirkung gegeben. Wesentlich aussagekräftiger sind da Business-bezogene SLA.«

In bestimmten Branchen leidet die Performance von SAP-Systemen oftmals auch unter den überproportional wachsenden Datenmengen. »Da in den wenigsten Fällen zu geringe Hardware-Ressourcen die Wurzel des Übels sind, gehören Customizing, Programmabläufe, Datenstrukturen sowie Datenflüsse auf den Prüfstand. So lassen sich durch richtiges Customizing die Dialogantwortzeiten deutlich und kostengünstig beschleunigen.«

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