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16.12.2009 Thomas Mach

Auf dem Weg zur zentralen Business-Collaboration-Plattform

Mehr Zusammenarbeit, auch off-, vor allem aber online verspricht Microsoft mit dem Sharepoint Server 2010. Dafür wurden zahlreiche Funktionen erweitert, Web-2.0-Ideen stärker einbezogen und die Office-Welt noch tiefer integriert.

Nachdem Microsoft der gewachsenen Bedeutung des Sharepoint-Servers als zentraler IT-Plattform in Unternehmen im Frühjahr bereits dadurch Rechnung getragen hat, dass der Server auch vom Namen her eigenständig wurde, folgte nun der nächste große Schritt. Je näher der – von Microsoft nach wie vor vage für die erste Jahreshälfte 2010 angekündigte – Veröffentlichungstermin des Sharepoint Server 2010 rückt, desto mehr Details zu Funktionen, Verbesserungen und der Rolle des Sharepoint in Unternehmen kommen ans Licht.

Microsoft verspricht sich viel vom kommenden Release. Es soll »die zentrale Business-Collaboration-Plattform« für Enterprise wie auch fürs Web werden, versprach Microsoft-CEO in seiner Eröffnungsrede der SharePoint Conference 2009. Nachdem der Vorgänger regen Anklang in Unternehmen gefunden hat, soll die 2010-Version nun mit zahlreichen Verbesserungen bei den Anwendern punkten. Dabei verspricht Microsoft, vorhandene Ideen konsequent weiterzudenken.

»Sharepoint 2010 wurde in vielerlei Hinsicht verbessert und erweitert«, erläutert Tim Walters, Senior Analyst Information & Knowledgemanagement, Sharepoint bei Forrester. Allerdings müsse sich erst noch zeigen, welchen Wert die versprochenen Weiterentwicklungen wirklich hätten. »Das kommende Release stellt eine konsequente Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Ideen und Funktionen dar«, betont Boris Ovcak vom Beratungshaus Campana & Schott. So sei etwa die stark ausgebaute Office-Integration gut gelungen. Mittels dieser sei es für Anwender möglich, direkt aus Office heraus mit Daten von Geschäftsanwendungen etwa aus SAP-Systemen zu interagieren.

SHAREPOINT-KOMPLEXITÄT ERSCHWERT GOVERNANCE Walters wiederum erwartet vor allem in den Bereichen Social Computing, Custom Development sowie bei der Offline-Arbeit Verbesserungen. Besonders Unternehmen und Organisationen mit verteilt zusammenarbeitenden Teams würden von den erweiterten Möglichkeiten profitieren. Allerdings sei Sharepoint auch eine »große, komplexe und anspruchsvolle« Plattform, was beispielsweise besondere Aufmerksamkeit in Sachen Governance bedeute.

Zudem werde, unterstreicht Walters, ein engagiertes Team von Mitarbeitern mit fundierten Kenntnissen, die sich um die kontinuierliche Optimierung der Plattform kümmern, nötig. »Es ist wichtig, bei Sharepoint die Governance unter Kontrolle zu halten. Denn es ist sehr einfach, hier etwas falsch zu machen. Unkontrollierte Sharepoint-Rollouts haben das Potenzial, äußerst schmerzhaft und teuer für ein Unternehmen zu werden.«

MEHR WEB-2.0-FUNKTIONEN Norbert Kainc, Co-Gründer und Geschäftsführer des Consulting-Unternehmens Confirm, sieht vor allem in den erweiterten Business-Intelligence-Funktionen gelungene Verbesserungen. In Kombination mit der Confirm-eigenen Planungslösung könnten Anwenderunternehmen eine vollständige BI-Landschaft zu einem Bruchteil der Kosten traditioneller BI-Lösungen realisieren.

Zudem biete Sharepoint Server fast unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten auf Basis von .Net, betont Ovcak. In der Vorgängerversion vorhandene Schwächen, etwa bei Web-2.0-Techniken, seien aufgegriffen worden, »so dass Version 2010 entsprechende Features bereitstellen wird«. In Summe biete »Sharepoint 2010 das Potenzial, um dem gesetzten Anspruch gerecht zu werden – insbesondere in Unternehmen, die sich auch für den Einsatz von Office 2010 entscheiden«.

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