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27.01.2010 Thomas Mach

Machtwort: Auch alte Hunde lernen neue Tricks

Ein Seufzer der Erleichterung dürfte durch die SAP-Anwenderschaft gegangen sein, als unlängst bekannt wurde, dass der Business-Software-Konzern in der unendlichen Support-Geschichte nun klein bei gibt. Der Konzern führt ein neues, gestaffeltes IT-Support-Modell ein.

Weltweit, sprich es gibt künftig in der Behandlung der Kunden keine Unterschiede mehr. Kunden werden zwischen Enterprise- und Standard-Support wählen können, zudem sollen die Preisobergrenzen für die Supportvergütung 2010 für bestehende SAP-Enterprise-Support-Verträge auf dem Niveau von 2009 belassen werden.

SAP hat scheinbar aus den begangenen Fehlern gelernt und fängt endlich (wieder) an, auf seine Kunden zu hören. Dieser Sinneswandel geht auf die Bemühungen der Anwendervereinigungen SUGEN sowie DSAG zurück, die großen Einfluss auf die nun beschlossene Variante hatten. »Das neue Support-Modell der SAP ist die direkte Antwort auf die vielen Gespräche, die wir mit unseren Kunden und Anwendervereinigungen geführt haben«, betonte SAP-Chef Leo Apotheker. Allerdings, so räumt das Unternehmen in einer Fußnote ein, könnten Unternehmen mit einer Supportvergütung unter der für das Jahr 2009 festgesetzten Preisobergrenze Preiserhöhungen unterliegen.

Der Kurswechsel seitens SAP hat aber auch andere Gründe. Denn das Unternehmen verbuchte zuletzt einen Umsatzrückgang von rund neun Prozent. Dieser fiel damit zwar nicht ganz so stark aus, wie von der Konzernleitung erwartet – der rigorose Sparkurs des Konzerns in den vergangenen Monaten zeigt Wirkung. Dennoch macht der Umsatzrückgang dem erfolgsverwöhnten Konzern (zweistellige Wachstumsraten waren in der Vergangenheit die Regel) zu schaffen.

Dazu kommt der nach wie vor enorme Konkurrenzdruck durch Gegenspieler Oracle. Der Datenbankkonzern konnte den eigenen Wirkungsbereich durch die Sun-Übernahme noch weiter ausdehnen, zudem will das Unternehmen heuer endlich die lange versprochenen Fusion Applications auf den Markt bringen. Damit wird vor allem dem Trend zu Software as a Service und Cloud Computing entsprochen, Segmente, in denen SAP bislang noch nicht wirklich Fuß fassen konnte. Allerdings hat der deutsche Business-Software-Konzern hier einen – wenn auch kleinen – Vorsprung, da entsprechende Lösungen (im Gegensatz zu Oracle) bereits seit längerem verfügbar und bereits bei einigen Unternehmen im Einsatz sind.

Diesen Vorteil gilt es nun zu nutzen, der Wille hierfür scheint vorhanden. Denn SAP ordnet die Vorstandsbereiche neu und führt im Rahmen dessen den Bereich Product Design and Development ein, um Innovationen und Produkte schneller zur Marktreife bringen zu können.

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