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10.02.2010 Johannes Bretbacher*

Gastkommentar: E-Health-Netzwerke

Die E-Health-Community erweckt oft den Eindruck einer Herde von Einzelkämpfern ohne inneren Zusammenhalt und gemeinsame Richtung.

Medial präsent sind Themen rund um ELGA (wie wir schon wissen: die österreichische ELektronische GesundheitsAkte), die meist wenig korrekt, zusammenhanglos oder wenig profund aber fast immer negativ besetzt sind. Abgestimmte positive Entwicklungen finden kaum den Weg an die breite Öffentlichkeit.

Allein die Tatsache, dass neue Bundesländer, der Bund und eine sehr gut abgestimmte Sozialversicherungsvertretung gemeinsam mit Ärztekammer und anderen Interessensvertretungen an einem Thema arbeiten, scheint schon bedrohlich genug für Kommentare und Interpretationen zu sein. Dass diese gemeinsamen Aktivitäten neben allen mühseligen und langwierigen Entscheidungsprozessen aber auch Spitzenleistungen erbringen, bleibt dem fernen Osten vorbehalten (Auszeichnung der CDA-Normierungsarbeit in Kyoto).

Organisatorische Grundlagen, abgestimmt mit den deutschsprachigen Nachbarn, auf die Beine zu stellen (siehe OID-Kommentierungsphase des BMG) knüpft das Netz der Standardisierer schon fester und erfüllt das Memorandum of Cooperation der österreichischen Vertreter (HL7, IHE-Austria, ProRec, Normungsinstitut) ebenso mit Leben, wie eine Unmenge an personellen Überschneidungen und gemeinsamen Aktivitäten. Ebenso lassen die Anträge auf Teilnahme an der Pilotierung der österreichischen ELGA-Konzeption aus fast allen Bundesländern und vielen bundesweit tätigen Organisationen den gemeinsamen Willen und das gemeinsame Ziel erkennen, wie die Teilnahme Österreichs an verschiedenen europaweiten Projekten in diesem Umfeld.

Dass die Sozialversicherungsverantwortlichen dabei das seit Monaten vorliegende Angebot der IHE-Austria an Zusammenarbeit und Unterstützung in Richtung internationaler Aktivitäten beim Thema eMedikation geflissentlich übersehen, soll als »Luftmasche« im Netz gelten, wobei überdies die internationalen Entwicklungen von einem Österreicher mitgeleitet werden.

* Der Autor Johannes Bretbacher ist Direktor Gesundheitsinformatik der Oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals AG.

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