Einheitliche Auswertungen für das gesamte Unternehmen: Schlumberger verwandelt mit Qlikview Daten in Wissen Detail - Computerwelt

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21.04.2010 Oliver Weiss

Einheitliche Auswertungen für das gesamte Unternehmen: Schlumberger verwandelt mit Qlikview Daten in Wissen

Unser Ziel war es, aus einer Unmenge von vorhandenen Daten Wissen zu schaffen, das die Grundlage für fundierte unternehmerische Entscheidungen bildet, erklärt Gregor Trieb, Bereichsleiter Controlling und IT bei Schlumberger.

Der 1842 gegründete Sekt- und Spirituosenhersteller Schlumberger ist Marktführer im Bereich Premium-Schaumwein und Premium-Spirituosen. Das Geschäft unterteilt sich heute in die Bereiche Schaumwein, Spirituosen und Weine. Schlumberger beschäftigt rund 230 Mitarbeiter einschließlich seiner Töchter in Österreich, Deutschland und Holland. Eigene, speziell auf den heimischen Markt ausgerichtete Vertriebsgesellschaften vertreiben außerdem Marken wie Underberg, Asbach, Stroh, Stock, Stolichnaya, Averna, Metaxa, Freihof oder Remy Martin sowie österreichische Weine aus den wichtigsten heimischen Weinbaugebieten und internationale Markenweine beispielsweise von Mondavi, Frescobaldi, Fetzer oder Penfolds. Die zu hundert Prozent österreichischen Sektspezialitäten und weit über 40 verschiedene weitere Top-Marken werden an in- und ausländische Kunden aus den Bereichen Lebensmittelhandel, Gastronomie, Großhandel und Industrie geliefert.

Mit seiner umfangreichen Produktpalette und den unterschiedlichsten Abnehmergruppen bewegt sich das Unternehmen in einem komplexen und sich schnell verändernden Markt. Entsprechend wichtig ist es, auf Marktveränderungen kurzfristig und flexibel reagieren zu können. Dazu müssen sämtliche Unternehmensaktivitäten zeitnah und sorgfältig ausgewertet werden. Neben klassischen Umsatz- und Deckungsbeitragsreports zum Monatsletzten oder zum Quartalsende benötigen beispielsweise Vertrieb und Marketing individuelle Analysen in den einzelnen Kundensegmenten, Produktgruppen oder Regionen, um ihre Vermarktungsstrategien überprüfen und anpassen zu können.

JEDE MENGE DATEN Wie hat sich der Umsatz von Schlumberger Sekt bei einem Getränkefachgroßhändler in einer Region entwickelt? Sind die Absatzzahlen bei der Promotion-Aktion für den Rossbacher Kräuterlikör erreicht oder verfehlt worden? Gibt es regional auffällige Abweichungen im Absatz von Schlumberger White Secco und wie lassen sie sich erklären? Das sind nur einige Fragen, die beantwortet werden müssen. »Unser Ziel war es, aus einer Vielzahl von Daten und Informationen Wissen zu schaffen, das die Grundlage für fundierte unternehmerische Entscheidungen bildet«, fasst Gregor Trieb, Bereichsleiter für Controlling und IT bei Schlumberger, zusammen.

Seit 2005 setzt Schlumberger SAP als ERP-System ein. Für das Managementreporting wurden Daten in Excel geladen. Kein ideales Verfahren, wie Trieb erklärt: »Kamen zum Beispiel fünf neue Artikel dazu, wurden die Stammdaten zunächst im ERP-System angelegt. Diese fehlten jedoch in den Excel-Auswertungen und mussten manuell nachgepflegt werden. Bei unserer Vielzahl an Produkten und unseren Anforderungen an Reporting und Analyse sind wir damit schnell an die Grenzen gestoßen«, berichtet er. Für die Erfolgsanalyse von Marketing-Aktionen wurden in MS Access Daten aus dem CRM-Tool von Update analysiert. Darüber hinaus kam für einige wenige Analysen das SAP-Modul CO-PA zum Einsatz.

ZU VIELE SYSTEME Die parallele Nutzung verschiedener Analyse-Lösungen war für das Unternehmen auf Dauer keine Lösung. Die Listenerstellung und Pflege redundanter Daten bedeuteten nicht nur einen hohen Zeitaufwand, sondern waren darüber hinaus sehr fehleranfällig. »Außerdem waren Papierausdrucke aus SAP CO-PA für das Management nicht tauglich und wir konnten nur einen Bruchteil der möglichen Auswertungen aus dem CRM-Tool umsetzen«, erklärt Trieb die Ausgangsituation. Schlumberger war auf der Suche nach einem Software-Tool, das alle Reporting- und Analyse-Anforderungen erfüllen kann. Gleichzeitig sollte die Anwendung so unkompliziert sein, dass nicht nur das Controlling, sondern auch Mitarbeiter der anderen Fachabteilungen wie Vertrieb und Marketing Daten einfach und schnell nach ihren individuellen Fragestellungen analysieren können – ohne Support durch die IT Abteilung oder externe Berater.

»Uns war es wichtig, eine Lösung zu finden, die nicht nur Umsätze oder Deckungsbeiträge je Marke auswertet, sondern auch einen internen Wissensaufbau fördert. Gleichzeitig wollten wir im Controlling einen Zeitgewinn für umfangreichere Analysen und andere Projekte erreichen und die Qualität im Berichtswesen erhöhen, anstatt Stunden in aufwendige Vorarbeiten für die eigentlichen Datenanalysen investieren zu müssen«, fasst Trieb die Anforderungen zusammen. Nach der Evaluierung verschiedener Business-Intelligence-Anbieter (BI) anhand der Kriterien Technik, Kosten, Ressourceneinsatz sowie Zukunftsfähigkeit und Risiko entschied sich Schlumberger für das Analyse- und Reporting-Tool Qlikview von Qliktech. Zwei wesentliche Kriterien spielten bei der endgültigen Entscheidung eine große Rolle: Zeitersparnis und Akzeptanz der Anwender.

»Ein weiterer Aspekt war der technologische Ansatz von Qlikview«, sagt Trieb. Anders als OLAP-basierende Lösungen arbeitet Qlikview mit einem assoziativen In-Memory-Ansatz. Unterschiedlichste Daten werden durch ein besonderes Komprimierungsverfahren direkt in den Arbeitsspeicher geladen und dort miteinander verknüpft. Die permanente Verfügbarkeit aller Daten im Arbeitsspeicher ermöglicht es außerdem, direkt mit aktuellen Zahlen aus dem operativen Unternehmensprozessen zu interagieren: Fragestellungen und Informationswünsche können jederzeit flexibel variiert werden. Bei Tools, die mit OLAP-Würfeln arbeiten, müssen alle Dimensionen im Vorfeld definiert werden. Bei Änderungen muss der Analysepfad nach der Anpassung des Analyseblickwinkels komplett neu durchlaufen werden. Dieser Aufwand entfällt bei Qlikview – ein wichtiger Faktor in Bezug auf Zeit und Kosten.

Begeistert hat Trieb auch die extrem einfache und flexible Nutzung. Mit der intuitiv zu bedienenden Benutzeroberfläche war Qlikview für alle Anwendergruppen bereits nach wenigen Minuten ohne zeit- und kostenaufwendige Schulungen einsetzbar. Darüber hinaus sorgte die kurze Implementierungsdauer für einen schnellen ROI: Binnen vier Monaten wurde das komplette BI-Projekt umgesetzt – von der Erfassung der Anforderungen über die technische Umsetzung und Erstellung erster Analyse-Applikationen bis hin zur Inbetriebnahme in den Fachabteilungen.

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