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05.11.2010 Markus Murtinger*

Gastkommentar: Frühzeitig Fehler finden

Schnell und effizient zu einem finalen Ergebnis: Prototypen erlauben bereits in den frühen Phasen der Entwicklung effizientes Testen, Iterieren und Ausprobieren von Ideen innerhalb eines kurzen Zeitraums

So ist es möglich, unterschiedliche Konzepte, Ideen und Designvarianten zu evaluieren und Erfolgsentscheidungen frühzeitig zu treffen.

Schwächen und Probleme eines Systems werden oft erst am Ende eines langwierigen Entwicklungszyklus aufgedeckt. Mit Hilfe von Prototypen können diese Stolpersteine schon früh erkannt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Diese Prototypen können in unterschiedlichen Varianten ausgeprägt sein. Klassische Prototypen reichen von ersten Skizzen oder Wireframes bis zu ausgearbeiteten Designscreens in HTML oder Java. Die Entscheidung, in welcher Form die Prototypen entwickelt werden, ist von den Anforderungen und Zielen abhängig.

Oft werden Prototypen bei innovativen Services oder Interaktionen eingesetzt, um das mentale Modell der Benutzer zu überprüfen beziehungsweise erste direkte Anwendermeinungen einzuholen. Wie wird das Service wahrgenommen? Welche Eindrücke können gesammelt werden? Lohnt sich die Weiterentwicklung? Welche Maßnahmen müssen für den Erfolg gesetzt werden? Oft wird hier von User Experience Prototypen gesprochen – dabei werden mehrere Varianten von Prototypen mit unterschiedlicher Zielrichtung entwickelt und die Erlebnisfaktoren der Benutzer evaluiert. Unter anderem werden folgende Fragestellungen evaluiert: Welche der Varianten ist am effizientesten? Welche bietet das beste Design und das Gefühl des Sich-Wohlfühlens? Welchem System wird das meiste Vertrauen entgegengebracht?

Dieses benutzerbasierende Testen in mehreren Iterationen ist besonders geeignet, wenn neue Funktionen und Bedienkonzepte entwickelt werden, die neuartig beziehungsweise noch nicht von den Benutzern erlernt sind. Nicht immer wird dabei ein komplettes System evaluiert, auch kleinere Teilbereiche eines Konzeptes lassen sich als Prototyp (frühzeitig) testen. Fehler und Probleme werden so rechtzeitig erkannt und behoben, so dass keine unnötigen Programmierkosten und Projektverzögerungen entstehen.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Prototypingprozess schnell auch im Unternehmen übernommen wird. Immer öfter werden erste Ideen oder Konzeptvorschläge nicht mehr in langen Dokumenten und Anforderungsprofilen umgesetzt, sondern die Ideen und Konzepte durch einen einfachen, effizienten Prototypen visualisiert.

* Markus Murtinger ist Managing Consultant bei Usecon.

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