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19.02.2009 Thomas Mach

Mehr Leistung bei Power over Ethernet

R&M hilft mittels eines White Paper, Problemen bei Power over Ethernet plus auf die Spur zu kommen.

Immer mehr Geräte lassen sich mit Strom via Datenkabel betreiben, zum Beispiel Webcams, WLAN-Antennen, IP-Telefone und weitere Peripheriegeräte. Das besondere dabei ist, dass keine gesonderte Energieversorgung mehr benötigt wird und sich dadurch Kosten für eine separate Stromverkabelung einsparen lassen. Die Anwendungsmöglichkeiten vervielfältigen sich mit der höheren Leistung, die durch Power over Ethernet plus (PoEplus) zur Verfügung gestellt werden kann. Längerfristig sollen sich so Hochleistungsantennen, Videokonferenztechnik, Sicherheitssysteme, Flatscreens oder auch Rechner über die LAN-Steckverbindung mit Strom versorgen lassen.

In den kommenden Monaten wird ein neuer Standard für PoEplus (IEEE 802.3at) eingeführt, der die Einspeisung von 24 Watt in Datenkabel erlauben wird. Bisher waren maximal 12,95 Watt zugelassen. In einem White Paper informiert nun der Verkabelungsspezialist R&M über Anforderungen und Risikofaktoren bei der Verkabelung im Zusammenhang mit PoEplus.

„Schickt man mehr elektrische Energie in ein Datenkabel, erwärmen sich die Adern stärker – unter Umständen ist die dauerhafte Betriebssicherheit eines Netzwerks gefährdet. Bei konsequenter Beachtung der Standards ist das Problem der Erwärmung aber beherrschbar“, erklärt R&M-Produktmanagerin Regina Good-Engelhardt. Das R&M-Whitepaper helfe Netzwerkplanern und -Installateuren mit einer tabellarischen Übersicht, sodass „sie Verkabelungsstrecken anpassen und das -system sorgfältig auswählen“ können. Unter gewissen Bedingungen – zum Beispiel in Klimazonen mit hohen Temperaturen – seien allerdings Limitierungen zu beachten und kürzere Verkabelungsstrecken zu wählen.

Ein weiterer Risikofaktor sei die Gefahr der Degradation von Kontakten. Denn bei Steckvorgängen unter Spannung könnten Lichtbögen entstehen, welche die Kontaktflächen schädigen. Im Laufe des Standardisierungsprozesses für PoEplus wurde auf diesen Aspekt nicht eingegangen. „Aufgrund der ungelösten Fragen wäre es voreilig, Garantien für ein Verkabelungssystem abzugeben, das mit PoEplus betrieben wird“, mahnt Good-Engelhardt zur Vorsicht.

„Untersuchungen von R&M zeigen, dass qualitativ hochwertige Lösungen eine dauerhafte Kontaktqualität im Stecker sicherstellen. Ausschlaggebend dafür sind die Materialeigenschaften, die Beschichtung, die Formgebung und die Anpresskraft der Kontakte.“ Ergebnisse dieser Untersuchungen würden in einem Technical Report dargestellt, den R&M mitverfasst hat und den das Standardisierungsgremium IEC SC48B in Kürze herausgeben wird.

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