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11.03.2009 Thomas Mach

Vmworld Europe 2009 – hohe Wellen im Hoffnungsmarkt Virtualisierung

Während Vmware im Rahmen Vmworld Europe 2009 die Vision vom virtuellen Mainframe weiter spann, ging die Konkurrenz zum Angriff über.

Gerade (un)passend zur Anwenderkonferenz Vmworld Europe 2009 überschlugen sich im Virtualisierungsmarkt die Ereignisse. Während Konferenzveranstalter Vmware die – im Vorfeld der Konferenz unablässig betonte – Vision vom virtuellen Unternehmen breit trat, nutzten die Konkurrenten Microsoft und Citrix die Veranstaltung, um die eigenen Plattformen zu präsentieren.

Kurz vor der Eröffnung der Konferenz gaben die Vmware-Konkurrenten dann auch eine Vertiefung ihrer gegenseitigen Partnerschaft bekannt, ein deutliches Zeichen dafür, dass die beiden Unternehmen gemeinsam am Marktanteil des Virtualisierungs-Primus rütteln wollen. »Es geht hierbei darum, dass Microsoft und Citrix jetzt mit vereinten Kräften gegen Vmware antreten«, erläutert Mark Bowker, Analyst der Enterprise Strategy Group. Zur Strategie gehört unter anderem auch, dass Citrix ankündigte, den Xen Server ab April kostenlos anzubieten.

Wobei Experten vor zu viel Optimismus warnen. Serguei Beloussov, CEO von Parallels, prophezeit etwa, dass die Ankündigung das Ende des Xen Server einläutet. »Ich gehe [...] davon aus, dass Citrix die Entwicklung von Xen Server gänzlich einstellen wird, weil man diesen für Xen App nicht braucht. Das wird dann letztlich das Ende von Xen bedeuten. Hier darf man Microsofts Server Group applaudieren: Xen hätte für sie ein ernstzunehmender Konkurrent sein können, stattdessen endet es nun als Partner und Techniklieferant.«

RED HAT WILL MITNASCHEN Auch Red Hat holt zum Schlag gegen Vmware aus, quasi im Vorbeigehen stellt sich der Open-Source-Spezialist dabei auch gegen Microsoft. So präsentierte das Unternehmen unlängst eine aus der Übernahme von Qumranet hervorgegangene Lösungen-Suite für die Virtualisierung von IT-Infrastrukturen.

Die Lösungen richten sich vor allem gegen Vmwares Lösungsportfolio und umfassen neben integrierter Virtualisierung von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) auch zwei Werkzeuge für die Verwaltung virtueller Maschinen – sowohl für Desktops als auch für Server. Zudem kommt der Stand-alone Hypervisor Red Hat Enterprise Virtualization. Besonders eines sticht bei Red Hats Bemühungen hervor, die Abkehr vom quelloffenen Hypervisor Xen. Auf diesem basiert zwar noch die die Virtualisierung in RHEL 5, nun setzt Red Hat aber auf eine so genannte Kernel-based Virtual Machine, die sich in den Linux-Betriebssystemkern einklinkt und damit besonders performant und stabil laufen soll.

RESSOURCEN-POOL AUS SERVER, STORAGE UND NETZ Der Konferenzveranstalter vertiefte indes die Vision des virtuellen Unternehmens. So gab das Unternehmen im Rahmen der Vmworld nähere Details zum Konzept eines virtuellen Betriebssystems für Rechenzentren preis. Dessen Basis bilde das im Herbst letzten Jahres angekündigte Virtual Data Center Operating System (VDC-OS) – quasi als »Software-Mainframe«, wie Paul Maritz, CEO von Vmware, in der Eröffnungsansprache erklärte. Mittels gemeinsam kooperierender Hypervisoren soll die Hardware der beteiligten Server zusammengespannt werden. Daraus resultiere ein Gesamtsystem, dessen Ressourcen (CPU, RAM, Massenspeicher) flexibel für Anwendungen zur Verfügung gestellt werden könnten.

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