Gastkommentar: Experience Management für Open Source Gastkommentar: Experience Management für Open Source - Computerwelt

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03.09.2012 :: Printausgabe 18/2012 :: Michael Bechinie*

Gastkommentar: Experience Management für Open Source

Für Produkte im Web des 21.Jahrhunderts gelten Regeln des Massenmarktes. Neben dem technischen Funktionieren zählen Bequemlichkeit, Nützlichkeit und Einfachheit. Diese Faktoren gelten im Besonderen auch für Open-Source-Produkte, die sich nicht über den Kaufpreis differenzieren.

© Usecon

User finden im Jahr 2012 für nahezu alle Anwendungsfälle freie Software im Web. Die Web-Population hat in Europa die 60 Prozent-Marke überschritten. Rund 40 Prozent der Internetnutzer des deutschsprachigen Marktes (Österreich, Deutschland, Schweiz) surfen mobil im Web. Produkte im Web bewegen sich somit im technischen Mainstream. Die Anforderungen können mit »einfach, klar, rasch, intelligent und ansprechend« umschrieben werden. Am Open-Source-Markt, auf dem der Preis kein Entscheidungskriterium ist, spielt User Experience die wesentliche Rolle. 

Als Vorzeigebeispiele für exzellentes und konsequentes Experience Management gelten Produkte von Unternehmen wie Canonical (Ubuntu) und Google.

Experience Management stellt den User, den Menschen, ins Zentrum der Softwareentwicklung. Um funktionale und nicht funktionale Faktoren gleichermaßen zu berücksichtigen, sind entsprechende Maßnahmen in der Qualitätssicherung erforderlich. In der Entwicklung helfen zum Beispiel Usability Reviews umgesetzter User Interfaces. Informale Usability Tests mit Usern aus den Zielgruppen bieten weiteres Optimierungspotential. 

Zusätzlich zu funktionalen Tests sind spezielle Usability-Testfälle sinnvoll. Aufgetretene Usability-Probleme werden im Defect Tracking System dokumentiert. Um Entwickler lösungsorientiert zu unterstützen, empfiehlt es sich die Tickets patternartig aufzubereiten: die Beschreibung der Usability-Probleme werden durch Kommentare, konkrete Lösungsvorschläge und ein Severity Ranking ergänzt. Das Ziel hinter Experience Management ist, Produkterfahrungen optimal zu gestalten. Experience Management wird so zu einem »Business Tool«, das ein wesentliches Differenzierungsmerkmal darstellt, gerade auch am Open-Source-Markt. 

* Michael Bechinie ist Senior Consultant bei Usecon und verantwortlich für die Bereiche Web User Interfaces & Web Applikationen sowie Strategische Usability und User Experience.

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