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28.11.2012 :: 24/2012 :: Stefan Biffl*

Gastkommentar: Qualität im parallelen SW-Engineering

Das Engineering von Software und Systemen erfolgt oft parallel in mehreren Arbeitsgruppen, um die Projektlaufzeit zu verkürzen. Paralleles Engineering verstärkt allerdings Projektrisiken, etwa parallele Änderungen, die nicht zusammenpassen und Fehler erzeugen, die erst spät entdeckt werden und zu hohen Qualitätskosten führen.

© Petra Liedl

Daraus entsteht der Bedarf nach SW-Prozessen, die Qualitätsrisiken minimieren, vermeidbare Nacharbeiten reduzieren und gleichzeitig effizient in typische Projekte integrierbar sind.

Derartige SW-Prozesse müssen durch Werkzeuge unterstützt werden und möglichst alle relevanten Werkzeuge in einem Projekt einfach einbinden. Gerade in System- und SW-Engineering-Projekten, die eine heterogene Software-Werkzeuglandschaft verwenden, ist eine Kernherausforderung, Entwicklungsprozesse effizient über Werkzeuggrenzen hinweg umzusetzen, um Prozessabläufe nachvollziehbar zu automatisieren und den Überblick über die Zustände dieser Prozesse und der bearbeiteten Artefakte jederzeit zu erlauben.

Experten von Software Quality Lab und der TU Wien im Christian-Doppler-Forschungslabor "CDL-Flex" arbeiten daher an der Verbesserung von Software-Entwicklungs-Methoden und -Prozessen mit Hilfe einer Plattform zur Software-Prozessintegration (Sprint). Die Sprint-Plattform soll Prozesse für die System- und Software-Entwicklung in relevanten Bereichen von Beginn an durchgängig in ein geeignetes Workflow-Management-System integrieren und werkzeugunterstützt ausführen.

Besonders relevante Bereiche für das Qualitätsmanagement: Nachvollziehbare und aktuelle Anforderungen, Testen und Qualitätssicherung, Werkzeuge für agile Methoden und Risikomanagement sowie Messung und Analyse von Qualität. Zu diesen Bereichen stellen auf den "Software Quality Days 2013" Experten Erfahrungen und aktuelle Best-Practice-Entwicklungen vor und diskutieren Anliegen zur Qualitäts- und Prozessverbesserung.

Die von 15. bis 17. Jänner in Wien stattfindenden "Software Quality Days" widmen ihr fünfjähriges Jubiläum ganz diesem Thema. Besucher erwarten fünf parallele Tracks, Keynotes, Praxisvorträge, wissenschaftliche Beiträge, Tutorials, eine Fachausstellung und umfassende Möglichkeiten, sich über Trends, Produkte und Innovationen im Bereich Software-Qualität zu informieren. Mehr Infos unter www.software-quality-days.com.

* Stefan Biffl leitet an der TU Wien das Christian-Doppler-Forschungslabor "Software Engineering Integration für flexible Automatisierungssysteme".

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