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03.01.2013 Stephan Mayer *

Virtueller PC: Testumgebung mit Oracle Virtualbox einrichten

Praktisch wäre es ja schon, wenn man erst einmal eine – mög­licherweise gute – Idee auspro­bieren könnte, bevor man sich den Arbeitscomputer damit rui­niert und eine Menge Reinstalla­tionszeit investieren muss.

Virtueller PC: Testumgebung mit Oracle Virtualbox einrichten

Virtueller PC: Testumgebung mit Oracle Virtualbox einrichten

© Fotolia

Inzwi­schen ist das Ausprobieren von Software eine der leichteren Übungen: Dank Mehrkernpro­zessoren haben selbst vermeint­lich schwachbrüstige Rechner genug Leistung, um eine solche Idee zunächst in einer virtuellen Umgebung zu realisieren, bevor man im „echten Leben“ Schaden anrichtet. Hier kann man auch getrost ein neues Betriebssystem ausprobieren, beispielsweise das nagelneue Windows 8 – die 90-­Tage­-Testversion gibt die Möglichkeit dazu.
Virtualbox und Windows 8 einrichten: Installieren Sie Vir­tualbox, indem Sie den Anwei­sungen der Installationsroutine folgen – dann funktioniert hin­terher auch tatsächlich alles, in­klusive der Netzwerkanbindung. Die kann nämlich durch geän­derte Einstellungen leicht gestört werden und ist anschließend nur durch eine Neuinstallation zum Leben zu erwecken.

Das gilt übrigens auch dann, wenn nach einem Versions­-Up­date die Fehlermeldung „Kernel­-Treiber nicht gefunden“ auf­taucht. Aber keine Bange: Die Einstellungen bleiben bei einer Reinstallation erhalten.

Tipp: Praktisch ist es auch, nach der Installation das Angebot anzunehmen, die Virtualbox­-Extension ebenfalls zu installie­ren: Diese Erweiterung sorgt da­für, dass man beispielsweise für den Wirt und die virtuelle Ma­schine ein gemeinsames Verzeich­nis einrichten kann, über das sich Dateien zwischen VM und Wirt austauschen lassen. Diese Exten­sion gestattet auch den direkten Zugriff der VM auf angeschlos­sene USB­-Geräte wie Drucker und Festplatten.

Nach der Installation benöti­gen Sie das richtige ISO­-File für die Windows­-8­-Installation: Laden Sie sich das 64­-Bit­-System bzw. die 32­-Bit­-Version herunter.

Nach dem Download von 3,2 GByte für die 64­-Bit­-Version oder 2,3 GByte für die 32-­Bit­-Version starten Sie Virtualbox zum ersten Mal. Das Programm startet mit einem Assistenten, der Sie zunächst an die Hand nimmt, um die grundlegende Konfigura­tion korrekt vorzunehmen. In der momentan aktuellen Version ist Win­dows 8 als zu installierendes Sys­tem voreingestellt. Das müssen Sie nur ändern, wenn Sie sich für Windows 8 mit 64 Bit entschie­den haben: Dazu müssen Sie in der Auswahlbox für das Betriebs­system exakt eine Zeile herunter­scrollen. Dies ist insofern wichtig, weil die Umgebung Virtualbox nicht von Haus aus einen 64-­Bit­-PC emuliert, sondern dies nur auf Anforderung tut: Die Belastung des Wirt­-PCs ist mit einer 64­-Bit­-Umgebung erheblich größer.

Bei der Konfiguration sollten Sie folgende Werte einstellen, da­mit Sie anschließend ein benutz­bares Windows 8 haben: Fest­plattengröße 50 GByte, RAM 3 GByte (falls Sie mehr als 6 GByte in Ihrem Rechner instal­liert haben, ansonsten müssen 2 GByte RAM reichen) sowie 2 Prozessoren (sofern Ihre CPU mehr als 2 Kerne besitzt).

Nach der Grundkonfiguration starten Sie das System noch nicht, weil das Boot­-Medium noch fehlt. Dazu klicken Sie die neue virtuelle Maschine rechts an und wählen „ändern“. Unter „IDE­-Controller“ klicken Sie auf das dort vorhandene CD­-Laufwerk und wählen rechts neben „Sekundärer Master“ das CD­-Symbol, unter dem Sie die Opti­on „Datei für virtuelles CD­/DVD­ROM­Laufwerk“ finden. Hier navigieren Sie zum herun­tergeladenen Windows-­8­-DVD­-Image und wählen es aus.
Danach können Sie noch die eine oder andere Einstellung Ih­rer virtuellen Maschine nach Wunsch ändern – praktisch aber ist die Konfiguration abgeschlos­sen. Bestätigen Sie Ihre Einstel­lungen mit OK, und klicken Sie jetzt auf „Starten“. Die virtuelle Maschine startet direkt von CD und beginnt sogleich mit der In­stallation. Windows 8 benötigt nur wenige Informationen, um sich korrekt zu installieren – und selbst in einer virtuellen Maschi­ne dauert dies kaum länger als ein paar Minuten. Nach dem fi­nalen Neustart ist Windows 8 einsatzbereit und fühlt sich – zu­mindest auf einer fixen i7­-CPU – schnell und stabil an.

* Stephan Mayer ist Redakteur der deutschen PC-Welt

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