Konsolidiertes Output Management Konsolidiertes Output Management - Computerwelt

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21.05.2015 :: Printausgabe 9/2015 :: Wolfgang Franz

Konsolidiertes Output Management

Bei der Alois Pöttinger Maschinenfabrik spielten unter Citrix die Druckertreiber verrückt. Mit einer innovativen Lösung ist wieder Ruhe eingekehrt. Die COMPUTERWELT sprach mit CIO Gerhard Wagner und Benedikt Hartl, Leiter IT Systemadministration.

© Pöttinger

Pöttinger ist mit einem Umsatz von 314 Mio. Euro und über 1.500 Mitarbeitern weltweit einer der führenden Landtechnikhersteller. Laut Gerhard Wagner, Abteilungsleiter IT, arbeitet das Unternehmen intensiv mit einer Citrix-Landschaft, wobei jeder Mitarbeiter seinen XenApp-Desktop als Hauptarbeitsfläche zur Verfügung hat. "Wir standen vor der Herausforderung, dass das Wirrwarr, das die verschiedenen HP-Drucktreiber unter Citrix verursacht haben – unterschiedlichste Einstellungsmöglichkeiten und unterschiedlichste Wechselwirkungen – , so weit fortgeschritten war, dass wir nach einer Lösung zur Vereinheitlichung gesucht haben", so Wagner im Gespräch mit der COMPUTERWELT.

Von der Zentrale in Grieskirchen aus werden verschiedenste Standorte und Tochtergesellschaften mit IT-Serviceleistungen versorgt. Aufgrund des Ansatzes eines "zentralen Systems bei dezentraler Organisation" wurde auch der IT-Support mit in das Projekt zur Druckausgabe einbezogen.

Die Druckerlandschaft bei Pöttinger ist zweigeteilt. Die erste Schiene besteht aus Multifunktionsdruckern. Hier hat das Unternehmen einen weltweiten Vertrag mit Canon. Auch in der Hausdruckerei mit zwei Hochleistungssystemen setzt Pöttinger auf den japanischen Hersteller.

Die zweite Schiene besteht aus den erwähnten HP-Druckern, die zu rund 90 Prozent SW-Laser-Drucker und einige Farbdrucker umfasst. Ein Großteil der Office-Dokumente wird hier abgewickelt.

UNIVERSALER TREIBER
Die Ausschreibung hat SEAL Systems gewonnen. Dazu Benedikt Hartl, Abteilungsleiter IT Systemadministration: "SEAL Systems hat sich durchsetzen können, weil ihr zentraler Druckertreiber nicht nur für die HP-Modelle und weitere Hersteller funktioniert, sondern weil wir auch sehr gute Erfahrungen mit dem Unternehmen im SAP-Umfeld gemacht hatten."

SEAL Systems bietet mit PLOSSYS netdome ein ganzheitliches Output-Management-System an, welches von allen Unternehmensbereichen bzw. IT-Systemen genutzt werden kann. Die Pöttinger Maschinenfabrik hatte sich bereits vor Jahren für eine SAP-Prozessausgabe zur integrierten Fertigungssteuerung mit PLOSSYS netdome entschieden. Dabei wird der SAP-Fertigungsauftrag, bestehend aus
Formularen und Listen, mit den dazugehörigen Arbeitsanweisungen und CAD-Zeichnungen automatisch und reihenfolgerichtig zusammengestellt und ausgegeben.

PLOSSYS netdome ist zudem geeignet, einen zentralen Druckserver in XenApp-/XenDesktop-Umgebungen einzubinden, ohne Druckertreiber auf den Terminal-Servern und den virtuellen Desktops zu installieren – so wie von Pöttinger gewünscht. Alle physischen und virtuellen Desktops sowie Terminal-Server bleiben dabei frei von den nativen Druckertreibern, da sie durch den SEAL MasterDriver als einzigen virtuellen Druckertreiber ersetzt werden.

Der MasterDriver ist ein Microsoft-zertifizierter Universal-Druckertreiber, der von SEAL Systems entwickelt wurde, um alle Gerätetypen aller Hersteller optimiert anzusteuern. Er besteht aus einem einzigen Treiberpaket und kann kundenspezifisch angepasst werden. Er behält dabei seine Microsoft-Zertifizierung.

DURCHLAUFZEIT ZWEI MONATE
Der Projektstart war im März 2013, als das Team begonnen hat, den SEAL-Server aufzusetzen und die Drucker auf Abteilungs- und Modellbasis nach und nach umzustellen. Die Durchlaufzeit betrug rund zwei Monate.

Durch die Einführung der SEAL-Lösung kann die Einrichtung und Verwaltung der komplexen Druckumgebung deutlich vereinfacht werden. Mit wenigen Mausklicks lassen sich nun komplexe Änderungen schnell und erfolgreich umsetzen: So können Drucker angelegt, Netzwerkdrucker eingerichtet und Druckertreiber installiert werden. Client-Drucker lassen sich vorkonfiguriert auf Basis von Templates einlesen, erstellen oder kopieren.

Der Aufwand für die Druckerqueue-Verwaltung wird somit deutlich reduziert. Die zentrale Monitoringkonsole bietet in übersichtlicher, grafischer Darstellung jederzeit den Überblick über die Druckumgebung.

ERWEITERTER 24/7-SUPPORT
Da das zentrale Ausgabemanagement in Fertigungs- und Businessprozesse eingebunden ist und somit als prozesskritische Anwendung gilt, wurde die Entscheidung getroffen, den bestehenden Support zu erweitern, um mögliche Ausfallzeiten und systemrelevante Störungen auszuschließen.

Die Verantwortlichen haben den bestehenden Service-Level-Agreement auf 24 Stunden an sieben Tagen ausgedehnt. Somit steht der zentralen IT in Grieskirchen nicht nur das ausgefeilte Monitoring von PLOSSYS netdome selbst, sondern auch das erfahrene Supportteam jederzeit zur Verfügung.
Warum der Rund-um-die-Uhr-Support wichtig ist? "Ein einfaches Beispiel: Wir haben eine Pulverbeschichtungsanlage, die 7x24 im Einsatz ist. Wenn die Ausdrucke fehlen, steht die Anlage", illustriert Benedikt Hartl.

WIRTSCHAFTLICHER NUTZEN
Über die einfache Erweiterung der bestehenden PLOSSYS-netdome-Installation um die neuen Module wurde bei Pöttinger der Prozessdruck zum "Corporate Output Management" ausgebaut. Der Einsatz des SEAL MasterDriver – als echter generischer Druckertreiber mit optimierter Geräteansteuerung – machte der Treibervielfalt und den Treiberkonflikten im Citrix-Umfeld ein Ende.

Alle Geräte können nun ohne Einbußen ihrer spezifischen Funktionalität über diesen Microsoft-zertifizierten Standardtreiber gesteuert werden. Dazu wurde der MasterDriver gemeinsam mit dem Kunden angepasst und allen Citrix-Clients zur Verfügung gestellt.

Das Ausgabemanagement arbeitet zudem im Loadbalancing- und Failover-Betrieb und sichert so die ständige Verfügbarkeit der Druckprozesse. Durch die neue SEAL-Systems-Lösung ist Pöttinger bei allen künftigen Drucker-Leasingausschreibungen frei und kann sich stets für die wirtschaftlichste Hardwarelösung entscheiden, ohne Rücksicht auf die technischen Rahmenbedingungen. Auch der übliche Mischbetrieb in der Übergangsphase zwischen zwei Leasingverträgen kann nun effizient und transparent überbrückt werden. (wf)

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