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26.08.2016 Mario Lehner *

Kommentar: Wie die digitale Transformation das Business verändert

Technologie alleine macht noch kein Unternehmen zu einem digitalen Unternehmen. Vielmehr ist es notwendig, die Geschäftsprozesse an die neuen technischen Möglichkeiten anzupassen.

Mario Lehner

Mario Lehner

© insideAX

Wir befinden uns mitten in einem Umbruch. Digitale Technologien wie Big Data, Cloud oder IoT verändern zunehmend die Geschäftswelt. Social Marketing, Business Intelligence und flexible Arbeitsplätze lösen traditionelle Geschäftsmodelle ab. Selbst die klassische IT-Infrastruktur wird immer mehr durch skalierbare, kosteneffiziente Cloud-Services verdrängt. Unternehmen sind gefordert, rasch auf diese Entwicklungen zu reagieren, ihre Prozesse zu überdenken und schrittweise neue Technologien einzusetzen, um zukünftig bestehen zu können. Die Bedeutung der digitalen Transformation hob auch Microsoft-CEO Satya Nadella beim diesjährigen Envision Event hervor. Er empfiehlt, dass jedes Unternehmen digital denken und handeln sollte. 

Vielleicht stellen Sie sich jetzt die Frage, ob Sie bereits für die digitale Generation gerüstet sind, ob ihre Businessprozesse auch in den nächsten Jahren noch Gewinn bringen oder ob ihre Kunden und Lieferanten in Zukunft vermehrt auf digitale Medien setzen werden? Digitale Technologien alleine machen noch kein Unternehmen zu einem digitalen Unternehmen. Vielmehr ist es notwendig, die Geschäftsprozesse an die neuen technischen Möglichkeiten anzupassen, verstärkt Datenanalyse einzusetzen und den Mitarbeitern mehr Verantwortung zu übertragen. Die Einführung der digitalen Transformation ist eine strategische Entscheidung der Geschäftsleitung und wesentlich aufwändiger als bloß die Einführung einer einzelnen Lösung.

Daten sind das Gold der Unternehmen
Informationen sind bereits heute wertvolles Kapital. Eine zentrale Bedeutung kommt zukünftig dem Analysieren von Daten zu. Aber nicht wie bisher nachgelagert, sondern voraussschauend, um Trends rechtzeitig erkennen und die Kunden besser verstehen zu können. Dabei rücken neben den bewährten Bereichen wie Warenwirtschaft und Produktionsplanung auch Themen wie CRM und Social Media in den Vordergrund der Analyse. Speziell die sozialen Medien eröffnen viele neue Geschäftschancen, das beweisen erfolgreiche heimische Startups wie Runtastic oder die Flohmarkt-App Shpock. Zudem wird die Kundenzufriedenheit in den nächsten Jahren ein wesentliches Erfolgskriterium sein. Hier reicht es nicht aus, die Kundendatenbank zu analysieren. Man muss auch Social-Media-Kanäle wie Facebook, Linkedin, Xing oder Bewertungsportale wie Kununu nutzen, um das eigene Unternehmen verbessern und verändern zu können.

Ein weiteres Kernthema ist der Arbeitsplatz. Moderne Devices wie Tablet, Smartphone oder Smartwatch und moderne Softwarelösungen in Verbindung mit der Cloud ermöglichen ortsunabhängig und flexibel zu arbeiten und mit den Kollegen zu kommunizieren. Das wird die Unternehmensorganisation verändern und mehr Verantwortung, Qualität und Flexibilität von den Mitarbeiter fordern. Hier spielen auch die Themen BYOD und Datensicherheit eine wichtige Rolle. Bereits heute verwenden viele Mitarbeiter ihr privates Smartphone für den Job, das stellt vielfältige Anforderungen an die IT Security. 

Zentrale Informationsplattformen
Die große Herausforderung der digitalen Ära wird es sein, die stark anwachsende Menge an Daten mittels BI-Tools sinnvoll auszuwerten und allen Mitarbeitern die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt bereit zu stellen. Anbieter wie Microsoft setzen dazu auf integrierte, cloudbasierte Systeme, die alle relevanten Daten aus ERP, CRM und BI in einer zentralen Plattform zeit- und bedarfsgerecht zur Verfügung stellen. In Kombination mit Sensordaten aus dem Internet der Dinge bieten solche integrierten Systeme ein enormes Potenzial für neue Geschäftsmodelle und Produkte. Innovative Unternehmen wie Tesla, Uber oder Netflix zeigen bereits heute vor, wie Geschäftsmodelle des digitalen Zeitalters erfolgreich funktionieren. Ganz nach dem Motto: Wer wagt, gewinnt!

* Mario Lehner ist Geschäftsführer der insideAx GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Linz und Wien ist ein Projekt- und Beratungsspezialist mit Schwerpunkt ERP, aber auch Dokumentenmanagement und Business Intelligence.

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