Sechs Anzeichen für einen ERP-Wechsel Sechs Anzeichen für einen ERP-Wechsel - Computerwelt

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23.10.2017 :: Printausgabe 17/2017 :: Alexander Wolschann Knowhow

Sechs Anzeichen für einen ERP-Wechsel

Ganz gleich, wo das ERP-System schwerpunktmäßig eingesetzt wird: Irgendwann stößt es, wie jedes System, an seine Grenzen. Es liefert kaum noch neue Impulse um die Produktivität weiter zu steigern. Spätestens dann wird es Zeit, über einen Wechsel nachzudenken.

Sechs Anzeichen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, über einen Wechsel des eigenen ERP-Systems nachzudenken.

Sechs Anzeichen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, über einen Wechsel des eigenen ERP-Systems nachzudenken.

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Die folgenden sechs Anzeichen können den Verantwortlichen in Anwenderunternehmen wertvolle Hinweise liefern, wann der Zeitpunkt gekommen ist, über einen Wechsel des eigenen ERP-Systems nachzudenken.

1. Noch kein ERP-System implementiert
Ist im Unternehmen noch kein ERP-System im Einsatz, wird es höchste Zeit, einen solchen Schritt in Angriff zu nehmen. Die Komplexität moderner Geschäftsprozesse erfordert ein integriertes System, das alle Abläufe in Produktion, Verwaltung und Vertrieb verknüpft und den Workflow im Unternehmen unterstützt. Mag es im Anfangsstadium noch möglich sein, verschiedene Funktionsbereiche isoliert zu nutzen - spätestens mit steigendem Wachstum wird es zwingend notwendig, eine geeignete Lösung einzusetzen, die sämtliche Bereiche sinnvoll miteinander verknüpft und untereinander kommunizieren lässt.

2. Sinkende Produktivität
Zu den wichtigsten Kennziffern im Unternehmen zählt die Produktivität. Sinkt sie weil administrative Prozesse immer komplexer werden und in zunehmendem Maße wertvolle Arbeitszeit binden, ist das ein Zeichen dafür, das ERP-System auszuwechseln. Projekte ziehen sich dann in die Länge und zwingen Verantwortliche, Deadlines immer wieder nach hinten zu verschieben. Projektbeteiligte sind zu oft mit anderen Aufgaben beschäftigt und stehen nicht wie ursprünglich geplant zur Verfügung. Bei veralteten ERP-Systemen werden Geschäftsprozesse zudem nicht mehr optimal unterstützt. Viele Anwender werden dann »kreativ« und entwickeln für fehlende Funktionalitäten Workarounds. Mit der Zeit entsteht dadurch ein Wildwuchs aus Listen und Businessgrafiken, die unternehmensweit kursieren. Irgendwann weiß niemand, wo die Datensammlungen gespeichert sind. Datenwildwuchs lässt dann kaum noch kontrollieren.

3. System ist nicht flexibel genug
Konventionelle ERP-Systeme sind unflexibel, weil ein Zugriff nur am Standort beziehungsweise über Schaltungen wie Standleitungen zu den Niederlassungen möglich ist. Mobilität wird in der sich schnell ändernden Welt immer wichtiger. Dagegen erlauben moderne ERP-Systeme sämtlichen Teammitgliedern jederzeit Zugriff von überall. Ganz gleich, ob sie im Office, auf Geschäftsreise oder gerade zu Hause sind und von dort aus arbeiten. Eine alternative Lösung bieten sogenannte Docker Container. Der Vorteil hierbei ist, dass Unternehmen die Software problemlos in die eigene IT-Infrastruktur integrieren können.

4. Entspricht nicht den Anforderungen
Wenn Mitarbeiter immer mehr Zeit aufwenden müssen, um das existierende ERP-System bedienen zu können, dann wird es höchste Zeit für einen Wechsel. Trotz regelmäßiger Updates kommt der Lebenszyklus eines Systems irgendwann einmal an eine Grenze. Das System ist veraltet und schleppt aus Kompatibilitätsgründen zu früheren Releases viele Funktionen mit sich herum, die kaum noch jemand versteht. Neue Funktionen werden hingegen nicht auf Anhieb gefunden, weil diese nachträglich und meistens schlecht integriert wurden. Die Folge ist, dass Mitarbeiter das System in seiner Gesamtheit irgendwann nicht mehr richtig verstehen und viel Zeit damit verbringen, Funktionen zu suchen oder Workarounds zu entwickeln. Kurzum, das System wird als umständlich und kompliziert empfunden. Darunter leiden die Motivation und letzten Endes die Produktivität. Ein neues ERP-System, das heutigen Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit entspricht, bringt frischen Wind ins Unternehmen und steigert die Motivation der Mitarbeiter.

5. Entspricht nicht den Bedürfnissen
Viele Unternehmen betreiben eine Unternehmenssoftware, die von Anfang an nicht optimal auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt war und sich nur mit großem Aufwand oder unzureichend auf die Geschäftsprozesse anpassen ließ. Kurzum, das ERP-System liefert nicht das, was eigentlich gebraucht wird. In diesem Fall ist es mehr als ratsam, möglichst bald einen Schnitt zu machen und auf ein neues ERP-System umzusteigen. Jeder Tag, den man weiter an einem schwer anpassbaren System herumbastelt, treibt die Kosten unnötig in der Höhe. Es ist hoffnungslos vergeudete Zeit, weil man im Grunde genommen weiß, dass ein Umstieg unumgänglich ist. Je früher dieser vollzogen wird, desto besser für die Entwicklung des Unternehmens.

6. Das ERP-System verwaltet nur bestimmte Geschäftsprozesse
Viele ERP-Systeme konzentrieren sich nur auf ausgewählte Geschäftsprozesse. Einige unterstützen schwerpunktmäßig die Vorgänge eines Warenwirtschaftssystems, tun sich aber schwer mit der Buchhaltung. Andere wiederum haben einen Fokus auf Einkauf und Verkauf, erfüllen aber keineswegs die Anforderungen an ein Customer Relationship Management (CRM). Auch Systeme, die Projekte zwar perfekt steuern, jedoch keine Human Resources (HR) verwalten, fallen in diese Kategorie. 

Wenn das ERP-System die meisten Funktionen zwar beherrscht, für so grundlegende Aufgaben wie Rechnungslegung aber auf ein Standard-Tool zurückgegriffen werden muss, sollte man über einen ERP-Wechsel nachdenken. Nur eine wirklich integrierte ERP-Lösung, die alle wichtigen Teilprozesse des Unternehmens abbildet, ist wirklich optimal auf das Unternehmen abgestimmt. Bevor die unzureichende Abbildung von Geschäftsprozessen zu einem zu großen Hindernis wird, weil die Lösung sowieso irgendwann veraltet, sollten die Verantwortlichen einen Wechsel ins Auge fassen. (IDG)

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