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09.06.2011 Oliver Weiss

ERP-System macht den Unterschied

Vor der Einführung von Lawson M3 arbeitete der Teigwarenhersteller Recheis ohne durchgängiges ERP-System und musste deshalb wegen fehlender Transparenz in Spitzenzeiten immer für volle Lager sorgen, um auf hohe Nachfrage vorbereitet zu sein.

hall – Bei Recheis Teigwaren wechseln sich die Produktions-Mitarbeiter jeden Tag in drei Schichten rund um die Uhr ab. Auch die Mitarbeiter in Verpackung und Versand arbeiten saisonunabhängig in zwei Schichten. Denn Recheis produziert jeden Tag mehr als hundert Tonnen Teigwaren. Mit der Gründung im Jahr 1889 war Recheis die erste Teigwarenmanufaktur Österreichs überhaupt. 15 Prozent der bei Recheis hergestellten Teigwaren gehen heute in den Export nach Deutschland, in die USA und Kanada. Recheis beliefert nicht nur den Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch Gastronomie- und weiterverarbeitende Industriekunden.

Die Produktion solcher Mengen an Teigwaren konnte Recheis lange Zeit ohne ERP-System bewältigen. Stattdessen hatte man mit einzelnen, voneinander unabhängigen und teils individuell entwickelten Insellösungen gearbeitet. Nicht verwunderlich, dass diese Lösungen ab einem gewissen Zeitpunkt mit dem stetigen Wachstum des Unternehmens und den steigenden Anforderungen der Kunden nicht mehr Schritt halten konnten. Karl Ecke, Leiter IT, Logistik & Organisation bei Recheis, erinnert sich: »Mit unseren selbstgestrickten Anwendungen waren wir irgendwann nicht mehr in der Lage, unsere Prozesse komplett und übersichtlich abbilden zu können. So hatten wir zum Beispiel aus reiner Vorsicht zu saisonalen Spitzenzeiten unsere Lager voll, um auf hohe Nachfragen vorbereitet zu sein.«

So kam bei Recheis im Jahr 2000 der Wunsch nach einer integrierten ERP-­Lösung auf, die es dem Unternehmen erlaubt, seine Geschäftsprozesse einfach und übersichtlich abzubilden. Die neue Lösung sollte die organisatorische Basis für das weitere Wachstum des Unternehmens darstellen. In die engere Auswahl kamen SAP und Lawson M3. Die Entscheidung für Lawson M3 und gegen SAP fiel dabei nicht schwer: »M3 war auf Anhieb einfach perfekt für uns«, sagt Ecke. »Ohne große Modifikationen konnten die Funktionalitäten von M3 fast alle unsere Prozesse einfach abbilden. Das haben wir bei den anderen Anbietern nicht gesehen. Dort war zwar meist ein Fokus auf Planung oder Verkauf vorhanden, aber vor allem die übergreifende Lösung haben wir nur bei M3 ge­funden.«

Ausschlaggebend waren für Recheis zudem die geographische Nähe der Berater sowie die Möglichkeit, mit M3 weiter wachsen zu können.

Kurzzeitig gebremst wurde die Implementierung durch kleinere Probleme bei der Übernahme der Daten aus den diversen abgelösten Systemen. Ansonsten wurde das Projekt straff durchgezogen, sodass der Echtstart mit der damaligen M3 Version Movex RPG 11.3 Mitte des Jahres 2001 nach nur sechs Monaten Projektdauer erfolgreich durchgeführt werden konnte. »Wir wurden sehr kompetent beraten und haben selbst intensiv an dem Projekt gearbeitet«, so Karl Ecke. »Inzwischen werden wir umfassend von Terna betreut und wissen auch hier die lange M3-Erfahrung der Berater sehr zu schätzen.«

Am österreichischen Firmenstandort in Hall in Tirol ist Recheis mittlerweile mit zwei Produktionsstätten vertreten, die vollständig in M3 integriert sind. Im Stammhaus werden auf fünf vollautomatischen Produktionslinien sämtliche getrockneten Teigwaren hergestellt. Im Werk 2, das 2004 eröffnet wurde, werden frische und tiefgekühlte Teigwaren wie Tortelloni, Ravioli oder Schlutzkrapfen produziert. Rund hundert Mitarbeiter sind in diesen Produktionsstätten täglich damit beschäftigt, Recheis-Produkte in Top Qualität herzustellen.

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