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24.05.2012 Rudolf Felser

UBIT Wien: Heimische ERP-Systeme oftmals veraltet

Für die FG UBIT zeigt die Trovarit-Studie "Nutzen von ERP-Investitionen – Was bringt die Modernisierung von ERP-Lösungen?", dass es zu einem Erneuerungsprozess der heimischen ERP-Systeme kommen muss.

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Fünf Jahre sind in der IT eine halbe Ewigkeit. Das durchschnittliche Alter der installierten ERP-Basis (Enterprise-Resource-Planning) beträgt mittlerweile ca. acht Jahre. Die Lebenserwartung der ERP-Software liegt heute sogar schon bei 16 Jahren. Diese und weitere Informationen liefert die aktuelle Trovarit-Studie "Nutzen von ERP-Investitionen – Was bringt die Modernisierung von ERP-Lösungen?". Obwohl, oder auch weil  ERP-Systeme bei nahezu allen mittleren und größeren Unternehmen im Einsatz sind und das Kernstück der kaufmännischen Abwicklung darstellen, scheuen viele Unternehmen Veränderungen. Für die FG UBIT zeigt die Studie sehr klar, dass es zu einem Erneuerungsprozess der heimischen ERP-Systeme kommen muss, damit auch das Leistungspotenzial der neuesten Entwicklungen genutzt werden kann. 

Die laufende Entwicklung zusätzlicher Funktionen, wie beispielsweise CRM, SCM, oder BI bieten vielfältige Optimierungsmöglichkeiten für die Unternehmen. Doch auch weitere technologische Entwicklungen wie Cloud Computing, Software-as-a-Service oder SOA klopfen an und eröffnen teilweise völlig neue Gestaltungs- und Nutzungsoptionen. Wie Unternehmen auf diese Innovationen reagieren, welche Gründe für oder gegen eine Modernisierung sprechen, hat die aktuelle Trovarit-Studie erhoben.

354 Befragte aus Anwenderunternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen beantworteten die Fragen nach Aufwand und Risiko einer Modernisierung bzw. ob heutige strategische und operative Anforderungen ebenso gut mit älteren ERP-Installationen gelöst werden können. "Das Spannungsfeld eröffnet sich vor allem dort, wo die lange Verwendungsdauer von ERP-Installationen immer kürzer werdenden Innovationszyklen von ERP-Lösungen gegenüber steht. Fakt ist, dass viele Unternehmen aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor hohen Investitionen zurückschrecken, gleichzeitig aber die Kundenanforderungen und der Wettbewerbsdruck steigen", sagt Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien.

Die aktuelle Studie stellt dem Modernisierungsnutzen von ERP-Systemen ein gutes Zeugnis aus. So werden Effizienz (Beschleunigung, Vereinfachung, Durchgängigkeit), Transparenz (Informationsbereitstellung, Nachvollziehbarkeit, Überprüfbarkeit) und Prozessverständnis im Vergleich zu nicht modernisierten Systemen um ca. 15 Prozent gesteigert. Leichte Abstriche müssen laut Einschätzung der Studienteilnehmer offenbar bei der Datensicherheit (-10 Prozent) gemacht werden. "Um auch im Bereich der mobilen Anwendungen und Internet die Vorteile sicher nutzen zu können, gehen Verbesserungen der Datensicherheit mit der ERP-Erneuerung Hand in Hand", erläutert Bodenstein die Studienergebnisse. 

Laut Studie verfolgt die überwiegende Zahl der Befragten die Strategie, ihre Prozesse in den kommenden Jahren schneller und effizienter (87 Prozent) zu gestalten sowie diese auch weiter zu verschlanken und zu vereinfachen (78 Prozent). Der Beitrag zur Effizienzsteigerung ist vor allem auf die Qualität und den Nutzen der Informationen in Verbindung mit schneller und einfacher Bereitstellung der Information zurückzuführen. Die Transparenz wird durch die verbesserte Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit und infolge geringer Datenverluste erhöht. So unterstützen die Systeme die Anwender bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben und helfen Fehler zu vermeiden, die zum Beispiel in der Auftragsabwicklung zu Verzögerungen oder Nacharbeit führen.

Den Studienteilnehmern zufolge unterstützen ERP-Systeme die Effizienz und Transparenz der Geschäftsprozesse und haben somit wesentlichen Anteil an der Umsetzung der Zukunftsstrategien der Unternehmen. Ausschlaggebend für die tatsächliche Modernisierung von ERP-Software sind aber zumeist geänderte strukturelle Anforderungen, so etwa organisatorische Veränderungen. Gegen eine Modernisierung spricht nach Meinung der Befragten, abgesehen vom fehlenden Handlungsbedarf (45 Prozent), das "erwartete Kosten-/Nutzenverhältnis". Bei 25 Prozent der Befragten herrscht Unsicherheit über den Nutzen der Modernisierungsmaßnahme. Ebenfalls 25 Prozent gaben als Grund "mangelnde Personalkapazität" an. Lediglich für 15 Prozent ist "mangelndes Budget" ausschlaggebend, dass ERP-Lösungen nicht modernisiert werden.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter www.trovarit.com/studien/erp-praxis.html . (pi/rnf)

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