ERP-Systeme der heimischen KMU veraltet ERP-Systeme der heimischen KMU veraltet - Computerwelt

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06.06.2012 :: Printausgabe 12/2012 :: Christof Baumgartner +Premium Content

ERP-Systeme der heimischen KMU veraltet

Die ERP-Systeme bilden bei nahezu allen mittleren und größeren heimischen Unternehmen das Kernstück der kaufmännischen Abwicklung und genießen deswegen einen sprichwörtlich fast unantastbaren Status.






Und aus diesem Grund scheuen viele Unternehmen Veränderungen an den Systemen. Das durchschnittliche Alter der derzeit installierten ERP-Basis beträgt mittlerweile rund acht Jahre. Um den neuesten Trends wie zum Beispiel Cloud Computing, Software-as-a-Service oder SOA gewachsen zu sein, muss es langsam zu einem Erneuerungsprozess der Systeme kommen. Zu diesem Schluss kommen die Fachgruppe UBIT und das Beratungsunternehmen Trovarit in einer Studie zum Thema.

»Das Spannungsfeld eröffnet sich vor allem dort, wo die lange Verwendungsdauer von ERP-Installationen immer kürzer werdenden Innovationszyklen von ERP-Lösungen gegenüber steht. Fakt ist, dass viele Unternehmen aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor hohen Investitionen zurückschrecken, gleichzeitig aber die Kundenanforderungen und der Wettbewerbsdruck steigen«, sagt Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien.

Den 354 Befragten zufolge unterstützen ERP-Systeme die Effizienz und Transparenz der Geschäftsprozesse und haben somit wesentlichen Anteil an der Umsetzung der Zukunftsstrategien der Unternehmen. Ausschlaggebend für die tatsächliche Modernisierung von ERP-Software sind aber zumeist geänderte strukturelle Anforderungen, so zum Beispiel organisatorische Veränderungen. Gegen eine Modernisierung spricht nach Meinung der Befragten, abgesehen vom fehlenden Handlungsbedarf (45 Prozent), das »erwartete Kosten-/Nutzenverhältnis«. Bei einem Viertel der Befragten herrscht Unsicherheit über den Nutzen der Modernisierungsmaßnahme. Ebenfalls 25 Prozent gaben als Grund »mangelnde Personalkapazität« an. Lediglich für 15 Prozent ist »mangelndes Budget« ausschlaggebend, dass ERP-Lösungen nicht modernisiert werden. Laut Trovarit würde eine Modernisierung der Systeme Effizienz, Transparenz und Prozessverständnis im Vergleich zu nicht modernisierten Systemen um 15 Prozent steigern. (cb)

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