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02.12.2009 Thomas Mach/idg

Globalisierte Märkte steigern IT-Druck im Mittelstand

Der Mittelstand verspielt laut einer Studie von Aberdeen Wettbewerbsvorteile durch den Einsatz veralteter ERP-Software. Dabei winken bei der Nutzung aktueller Systeme enorme Einsparungspotenziale.

Im Mittelstand herrscht nach wie vor enormer Nachholbedarf in Sachen ERP. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungshauses Aberdeen, derzufolge knapp drei Viertel aller mittelständischen Unternehmen mit ERP-Systemen arbeiten, die technologisch nicht auf dem neuesten Stand ist. Darunter leide, warnen die Auguren, die Effizienz der Geschäftsabläufe, außerdem würden Potenziale zur Kostensenkung schlicht brachliegen.

Ganz oben auf der Agenda mittelständischer Unternehmen stünden derzeit – wenig überraschend – Kostensenkungen. Ein Grund dafür sei, urteilen die Autoren der ERP in the Midmarket benannten Studie, dass der Mittelstand unter der aktuellen wirtschaftlichen Krise sowie deren Nachwirkungen leide.

Dazu würden Kosten- und Wettbewerbsdruck aufgrund globalisierter Märkte kommen, der den Mittelstand dazu zwingt, sich rasch und flexibel an veränderte Markt- und Kundenanforderungen anzupassen. Eine wichtige Basis dafür sei, Geschäftsprozesse möglichst standardisiert, durchgängig und weitgehend automatisiert abwickeln sowie transparent überblicken zu können. Der Umfrage zufolge setzen 93 Prozent der befragten Mittelständler dafür eine ERP-Software ein. Allerdings würden es viele verabsäumen, ihre ERP-Anwendungen regelmäßig auf den technologisch jüngsten Stand zu bringen. Nur 28 Prozent der Befragten würden etwa die aktuelle ERP-Version ihres Anbieters einsetzen. 31 Prozent würden hingegen noch mit der Vorgänger-Version arbeiten. Jeweils 13 Prozent hinken zwei beziehungsweise drei Release-Ständen hinterher.

Unternehmen die eine aktuelle ERP-Version einsetzen, würden »direkt von technologischen Neuerungen ihres Herstellers profitieren, wie die Studienautoren erklären. Diese können dadurch die Leistungsfähigkeit der Prozesse und damit des Gesamtunternehmens erhöhen. So konnten etwa Betriebe, die das aktuellste ERP-Release nutzen, ihre Betriebs- und Verwaltungskosten um jeweils 17 Prozent verringern und kamen zudem mit 13 Prozent weniger Personal aus. Betriebe, die ältere Release-Stände nutzen, erzielten dadurch deutlich geringere Kostenvorteile. Zum Teil entfielen diese den Auguren zufolge auch ganz. Die Marktforscher geben aber auch zu bedenken, dass selbst eine aktuelle Software-Version keine Verbesserungen bringt, wenn sie auf veralteter Technologie basiert.

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