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02.06.2010 Christof Baumgartner/pi

Wider besseren Wissens

Laut einer aktuellen Studie verzichten viele Unternehmen auf eine Modernisierung ihres ERP-Systems und nehmen damit hohe Wartungs-, Betriebs- und Prozesskosten in Kauf.

Wer 2009 mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen ist, der weiß: Die nächste Krise kommt bestimmt – und dafür müssen Präventivmaßnahmen getroffen werden. Infor, ein Anbieter von Business-Software für mittelständische Kunden, hat in Zusammenarbeit mit der Hamburger Unternehmensberatung Softselect den ERP-Trend Report 2010 aufgesetzt. Demnach sind sich viele Unternehmen möglicher Gefahren zwar bewusst, entsprechende Maßnahmen ergreifen allerdings nur wenige. Mit Hinblick auf Krisenprävention belegen die Ergebnisse der Studie, dass 76 Prozent der befragten Unternehmen bei ihren ERP-Systemen Optimierungsbedarf im Bereich After-Sales-Management sehen, um darüber Nachfolgeaufträge zu generieren. Ebenso sehen es die Unternehmen als notwendig an, mit entsprechender Software-Unterstützung ihr Geschäftsportfolio zu erweitern und über die breitere Aufstellung wettbewerbsfähiger zu werden.

OPTIMIERTE PLANUNG Als geeignete Präventivmaßnahmen gelten bei über drei Vierteln der Befragten auch die optimierte Planung und Umsetzung von Produktionsprozessen sowie die Einführung eines unternehmensübergreifenden, durchgängigen Controllings, um die transparente Messbarkeit der Unternehmenskennzahlen zu ermöglichen. In Sachen Zukunftsorientierung beschäftigten sich die Unternehmen allerdings weniger mit webbasierten Betriebsmodellen wie ASP (Application Service Providing) oder SaaS (Software as a Service). Nur bei elf Prozent der Befragten sind diese Modelle überhaupt im Einsatz – drei Viertel sehen auch in den kommenden drei Jahren keinen Bedarf für eine solche Investition.

KOSTENREDUKTION & DISKREPANZ »Die Ergebnisse dieser Studie belegen, dass fast jedes Unternehmen unter Einsatz einer neuen ERP-Software Kosten reduzieren und die Produktivität steigern konnte. Dennoch setzt jedes vierte Unternehmen eine Software länger als zehn Jahre ein, verzichtet auf den Generationswechsel ihrer ERP-Software aufgrund vermeintlicher Investitionskosten und nimmt stattdessen hohe Wartungs-, Betriebs- und Prozesskosten einer inkonsistenten und wenig flexiblen Altlösung in Kauf«, beurteilt Michael Gottwald, Geschäftsführer von Softselect, die Ergebnisse der Studie.

»Die Diskrepanz zwischen Verständnis für Erneuerung und der tatsächlichen Investitions- und Wechselbereitschaft ist bemerkenswert«, sagt Thomas Jensen, Director Business Consulting Central & Eastern Europe bei Infor. »Fast 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Unternehmenssoftware in ihren jeweiligen Unternehmen bereits länger als zehn Jahre nutzen. Wir sehen, dass der fortwährende Kostendruck Neuanschaffungen verhindert. Infor konzentriert sich daher darauf, Kunden verschiedene Möglichkeiten zur Software-Modernisierung zu bieten. Dieses Engagement reicht von Programmen für vergünstigte Upgrades und Finanzierungshilfen bis hin zu Zusatzmodulen und SOA-fähigen Ergänzungen.«

Der ERP-Trend Report 2010 wurde in Fertigungsunternehmen durchgeführt, mit Schwerpunkt auf Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Großhandel und Technischer Handel, sowie in Dienstleistungsbetrieben einschließlich Logistik. Dazu wurden von dem unabhängigen Marktanalysten und Beratungshaus Geschäftsführer und kaufmännische Leiter von 120 mittelständischen und großen Unternehmen befragt, wie sie Chancen und Möglichkeiten einschätzen, durch den Einsatz von Unternehmenssoftware für neue Krisenzeiten vorzusorgen.

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