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05.11.2010 Oliver Weiss

Portierung statt Neuentwicklung

Der Salzburger Softwareanbieter Ramsauer & Stürmer hat sein ERP-System RS2 auf die .Net-Plattform portiert sowie um neue Funktionen erweitert und sich damit im Vergleich zu einer kompletten Neuentwicklung viel Zeit und Geld erspart.

Das Rodgauer Beratungs- und Softwarehaus Fecher hat ein Porting-Projekt für den österreichischen ERP-Anbieter Ramsauer & Stürmer abgewickelt. Im Rahmen des mehrjährigen Projektes übertrug das Fecher-Team mit der toolgestützten Dienstleistung »The Porting Project« die rund zwei Millionen Lines of Code umfassende Gupta-Anwendung RS2 auf die .Net-Plattform. Auf diese Weise konnte Ramsauer & Stürmer die Erfahrung aus 150 Mannjahren Entwicklung bewahren und gleichzeitig die stetige Weiterentwicklung der Anwendung langfristig sicherstellen. Nach den ersten Implementierungen bei Neukunden hat Ramsauer & Stürmer inzwischen auch mit der Umstellung seiner Bestandskunden begonnen.

RS2 ist allein in Österreich rund 350 Mal installiert und umfasst Softwaremodule für die Bereiche Rechnungswesen, Warenwirtschaft, Produktion und Customer Relationship Management ebenso wie Lösungen für Dokumenten- und Daten-Management, Business Intelligence und individuelle Workplaces und Workflows. Markus Neumayr, Geschäftsführender Gesellschafter von Ramsauer & Stürmer, ist froh, dass er die komplexe ERP-Landschaft mit rund 400 Anwendungen nicht komplett neu aufsetzen musste: »Statt alles über Bord zu werfen, haben wir mit der Portierung beibehalten, was gut war, und das, was gefehlt hat, mit den neuen Möglichkeiten von .Net einfach ergänzt.«

Um den Zeitplan für den Fortgang des Mammutprojektes flexibel zu halten und bis zum Ende der Umstellung noch ungehindert Funktionalität für bestehende und neue Kunden entwickeln zu können, hatten sich Ramsauer & Stürmer und Fecher für ein individuelles, mehrstufiges Vorgehen entschieden. Ab Herbst 2006 arbeitete das gemeinsame Projektteam daran, das Ziel einer voll funktionsfähigen .Net-Anwendung Schritt für Schritt zu erreichen.

Im Projektverlauf wechselten sich immer wieder von Fecher durchgeführte Portierungsdurchgänge und die Weiterbearbeitung des Codes durch Ramsauer & Stürmer ab. Die zwischenzeitlich durchgeführten Verbesserungen unter Gupta sowie neu in .Net entwickelten Features wurden dabei im nächsten Portierungslauf automatisch in den .Net-Code mitgenommen. Während der folgenden aufwendigen Testphase ergänzten die Entwickler in Salzburg die neue Anwendung gleich noch um einige seit langem geplante Erweiterungen, die zunächst 2009 bei den ersten Neukunden und mittlerweile auch bei den Bestandskunden von RS2 im Einsatz sind. Die neue Software zeichnet sich nun unter anderem durch eine verbesserte Performance, eine optimierte Oberfläche sowie Dokumenten-Management- und Workflow-Komponenten aus, die direkt in die Software hineinreichen.

»Unsere Software funktioniert jetzt viel besser als früher«, erklärt Neumayr. »Trotz der neuen .Net-Basis haben sich die Bestandskunden gleich in der neuen RS2-Version zurechtgefunden.« Eberhard Fecher, Inhaber und Gründer des Beratungs- und Softwarehauses Fecher, betont: »Nach 150 erfolgreichen Porting-Projekten hat sich herumgesprochen, dass der Plattformwechsel auch bei einer umfangreichen und komplexen Software wie RS2 möglich ist. Wie in vielen Fällen hat der Kunde gegenüber einer Neuentwicklung viel Zeit und Geld gespart und – was noch wichtiger ist – einen langen Entwicklungsstopp für die ERP-Software vermieden.«

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