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15.12.2010 Rudolf Felser/Thomas Mach

Wettbewerbsnachteil schlecht gewartetes ERP

Obgleich Unternehmen meist hochkomplexe SAP-Landschaften haben, nutzen nur wenige die Leistungsfähigkeit der Systeme auch wirklich aus, betont eine Accenture-Studie.

Das Herzstück der IT in vielen Unternehmen hat an Vitalkraft verloren – viele Firmen haben in den letzten Jahren die Wartung der hauseigenen SAP-Landschaft vernachlässigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Accenture.

Durch Konsolidierung ließe sich die Leistungsfähigkeit der Systeme deutlich steigern sowie gleichzeitig die Kosten für den Betrieb um bis zu 20 Prozent senken. Unternehmen würden beweglicher und wettbewerbsfähiger, wenn wildgewachsene Systeme und Datenbestände vereinheitlicht werden. Zwei Drittel der IT-Verantwortlichen hätten dies, so die Studienautoren, auch erkannt. Doch nur etwa jeder Dritte plane, Abhilfe zu schaffen. Im Rahmen der Studie befragte Accenture rund hundert Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. »Heterogene SAP-Landschaften haben zwei große Wettbewerbsnachteile für Unternehmen«, erläutert Daniel Baur, Accenture-Partner und Technologieexperte. »Erstens verursachen sie höhere Kosten als nötig für Betrieb und Wartung. Zweitens machen sie ein Unternehmen unbeweglicher. Es kann daher langsamer in neue Geschäftsfelder und Märkte expandieren.«

Um Geschäftsabläufe wie Personalverwaltung, Rechnungswesen und CRM zu steuern, verwende ein Großteil der Unternehmen im deutschsprachigen Raum SAP-Software. Damit Systeme und Anwendungen so leistungsfähig wie möglich bleiben, müsse ein Unternehmen diese aber regelmäßig aufeinander abstimmen und warten. In den letzten Jahren seien die Landschaften aus SAP-Systemen und -Anwendungen in vielen Unternehmen wesentlich komplexer geworden, ohne dass sie dabei ausreichend gewartet und abgestimmt worden sind, resümmieren nun die Studienautoren. Immer neue Anwendungen seien installiert, weitere Module hinzugefügt worden. Durch Integration von Standorten, Partnern und aufgekaufter Firmen hätten Unternehmen überdies häufig parallele Systeme aufgebaut. In drei Viertel der Großunternehmen gebe es heute bereits mehrere zentrale SAP-Systeme. »Allein 20 Prozent der Betriebskosten für SAP-Systeme lassen sich durch eine reine Konsolidierung der Systeme einsparen«, unterstreicht Baur.

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