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27.04.2009 Alex Wolschann

Lawson entwickelt smarte Microsoft-Integration

Den ERP-Client "Smart Office" hat der SAP-Konkurrent Lawson ausgebaut. Anwender können nun beliebige Datenfelder und -werte überwachen.

Der ERP-Hersteller Lawson präsentierte auf der "Conference and User Exchange" in San Diego neue Entwicklungen rund um die Business-Software-Linien M3 (vormals Intentia Movex) und S3. Überarbeitet hat Lawson beispielsweise den ERP-Client "Smart Office". Anwender neuerdings in der Lage, jedes beliebige Feld zu überwachen. Sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt oder ein Datenfeld einen bestimmten Wert über- oder unterschreitet, erhält der Nutzer eine Benachrichtigung. Oder er kann die Software so einstellen, dass er die aktuelle Situation in einer Anzeige in seiner ERP-Benutzeroberfläche ständig im Blick hat. Beispielsweise ließe sich so überwachen, wie viel Aufwand für ein Kundenprojekt bisher angefallen ist und ob das Budget schon überschritten wurde. Nach Angaben des SAP-Konkurrenten können Endanwender solche Einstellungen selbst vornehmen, ohne hierzu IT-Experten zu Rate ziehen zu müssen.

Eine verbesserte Anbindung an Microsoft Office soll es ERP-Nutzern beispielsweise erlauben, Aufgaben in Outlook zu erzeugen, die Daten aus dem Lawson-System enthalten sowie einen Link auf eine entsprechende Softwarefunktion. Solche Tasks lassen sich auch für andere ERP-Anwender anlegen. Wer die Aufgabe angelegt hat, kann zudem überwachen, wann der Kollege sie erledigt hat.

Über Microsoft Excel können Nutzer nun nicht nur ERP-Daten abrufen, sondern auch ändern - falls man ihnen entsprechende Rechte eingeräumt hat. Eine Reihe von ERP-Anbietern arbeitet daran, die Kopplung mit Microsoft Office beziehungsweise OpenOffice zu verbessern (siehe "Grenze zwischen ERP und Office fällt").

Bisher nur für S3 verfügbar ist eine Suchmaschine für ERP-Daten. Mit dem System sollen Anwender auf einfache Weise Daten in Lawson- und Nicht-Lawson-Software finden. Über eine Sucheingabe sind laut Hersteller Anwender in der Lage, alle Transaktionen, Dokumente, Daten und Reports über einen Kunden zu finden. Die Suchmaschine läuft in einer eigenen virtuellen Maschine. Lawson plant, die Suchfunktion auch für M3 freizugeben. Ein Datum dafür steht noch nicht fest.

Anfang des Jahres hatte Lawson zusätzliche Funktionen für die Auswertung von Geschäftsdaten (Business-Intelligence) freigegeben (siehe "Lawson analysiert Fertigungsdaten"). Auch andere ERP-Anbieter entwickeln Suchtechniken. IFS beispielsweise hatte vor zwei Jahren eine Search Engine für "IFS Applications" vorgestellt, die ähnlich zu bedienen ist wie Google. (idg/aw)

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