Software AG liefert CERN Big Data für winzige Teilchen Software AG liefert CERN Big Data für winzige Teilchen - Computerwelt

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08.01.2015 pi/Rudolf Felser

Software AG liefert CERN Big Data für winzige Teilchen

Die Ingenieure des CERN überwachen mit Terracotta BigMemory die Support-Systeme des Large Hadron Collider, damit dieser rund um die Uhr verfügbar ist.

Am CERN bereiten sich Physiker und Ingenieure auf die Wiederaufnahme der Forschungsarbeiten Anfang 2015 vor.

Am CERN bereiten sich Physiker und Ingenieure auf die Wiederaufnahme der Forschungsarbeiten Anfang 2015 vor.

© CERN 2007

Am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, bereiten sich Physiker und Ingenieure derzeit auf die Wiederaufnahme der Forschungsarbeiten Anfang 2015 vor. Dann wird ein umfangreiches Wartungs- und Aufrüstungsprogramm abgeschlossen sein, durch das der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) künftig mit fast doppelter Energie laufen soll. Bei der Erforschung des Aufbaus der Materie können die Wissenschaftler damit ein neues Kapitel aufschlagen. Seit Einführung der Steuerungs- und Überwachungsplattform C2MON trägt die In-Memory Data Management Software BigMemory der Software AG zur Verfügbarkeit der Support-Systeme am CERN bei. C2MON gibt Echtzeitdaten über die zahlreichen Support-Systeme aus, die für den LHC eine reibungslose Betriebsumgebung schaffen.
 
DATEN SAMMELN, AUSWERTEN UND NUTZEN
Das CERN muss dafür sorgen, dass die Leistungsfähigkeit des LHC durch nichts beeinträchtigt wird. Ein ununterbrochener Strom riesiger Datenmengen, die von mehr als 94.000 Sensoren im Laufe von über 1,5 Millionen nicht-redundanter Events pro Tag erzeugt werden, ist hierfür zu überwachen. Mit der In-Memory Data Management Platform Terracotta der Software AG und ihrer BigMemory-Technologie können Entwickler und Betriebsingenieure Sensordaten sammeln, auswerten und als Handlungsgrundlage nutzen. Ob Stromversorgung, Temperaturen, Schleusenstatus oder Belüftungssysteme – sämtliche Aspekte und zentralen Systeme werden kontinuierlich überwacht, damit eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit von C2MON sichergestellt ist – den Angaben zufolge immerhin ganze 99,99984 Prozent, was einer Ausfallzeit von weniger als einer Sekunde pro Woche entspricht.

Matthias Bräger, Softwareentwickler am CERN, sagt: "Am CERN dürfen Fehler nur in minimalem Umfang passieren, und die Systemverfügbarkeit ist ein kritischer Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Wenn Entwickler und Betriebsingenieure in Echtzeit und ohne Unterbrechung aktuelle Daten bekommen, können sie bei der kleinsten Abweichung sofort handeln und verhindern, dass Dinge aus dem Ruder laufen."
 
Der Nutzen der Forschung am CERN für das Leben von Millionen Menschen lässt sich kaum ermessen. Experimente im Bereich der Teilchenphysik haben schon viele Fortschritte in der Medizin und anderen Bereichen ermöglicht, z.B. bei der Krebsbekämpfung, bei medizinischen und anderen Bildgebungsverfahren, bei der Strahlentherapie und in der Elektronik. Jedes Jahr werden Millionen Menschen mit Hilfe von Radiopharmazeutika in einem immer breiteren medizinischen Spektrum behandelt. Ein bekanntes Beispiel ist die Positronen-Emissions-Tomographie (auch PET-Scanner genannt), die in den 70er Jahren vom CERN in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Genf entwickelt wurde.
 
Philippe La Fornara, COO für Süd- und Osteuropa und Latam bei der Software AG, sagt: "Neben einem hochleistungsfähigen Durchsatz bietet BigMemory auch die automatische Ausfallsicherung für C2MON sowie die Möglichkeit, Systemerweiterungen oder Upgrades durchzuführen, ohne die Überwachungsaktivität unterbrechen zu müssen. Dadurch können Entwickler und Betriebsingenieure die Infrastruktursysteme ohne signifikante Unterbrechung überwachen." (pi)

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