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14.07.2015 pi/Rudolf Felser

CIO zwischen Fachkräftemangel und Cybercrime

90 Prozent der CIOs fühlen sich in ihrer Tätigkeit unmittelbar von der digitalen Transformation betroffen, ein Viertel der Unternehmen war im letzten Jahr Ziel einer Cyberattacke. Fachkräftemangel herrscht vor allem in den Bereichen Big Data und Business Analytics. Das sind einige der Ergebnisse der "CIO Survey 2015".

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Chief Information Officers (CIOs) sehen sich mit dem digitalen Wandel, Cyberkriminalität und einem steigenden Fachkräftemangel konfrontiert. Zu diesem Ergebnis kommt die "CIO Survey 2015" von Harvey Nash in Kooperation mit KPMG, bei der weltweit Führungskräfte der Technologiebranche zu aktuellen Trends befragt wurden.  

Zwei Drittel der CIOs rechnen aufgrund des digitalen Wandels mit neuen Geschäftsfeldern, Produkten und Dienstleistungen, welche die alten verdrängen werden. 24 Prozent gaben wiederum an, dass die Tätigkeiten gleich bleiben, jedoch effizienter werden. Tatsächlich mit dem digitalen Wandel konfrontiert sieht sich derzeit mehr als ein Drittel der IT-Verantwortlichen. 10 Prozent sind der Meinung, dass ihre Tätigkeiten davon in den nächsten Jahren unberührt bleiben. Lediglich ein Fünftel der deutschsprachigen IT-Verantwortlichen gab an, bereits davon betroffen zu sein.

"Durch den digitalen Wandel rückt die Bedeutung der IT in den Vordergrund. IT- und Business-Strategie nähern sich an – sie wachsen zusammen. Dafür müssen CIOs sich und ihre Organisationen entsprechend innovativ, flexibel, schnell und serviceorientiert aufstellen", rät Michael Schirmbrand, Partner bei KPMG.

NICHT VORBEREITET

64 Prozent der CIOs sind der Überzeugung, dass der Unternehmensführung das Gefahrenpotenzial durch Cyberattacken bewusst ist. Es wird heute nicht mehr nur als Risiko für die Technologie sondern auch für den gesamten Betrieb gesehen. Einer von vier IT-Verantwortlichen gab an, dass es in den letzten zwölf Monaten zu einem gravierenden Sicherheits-Vorfall im Unternehmen kam. Ein ähnliches Ergebnis liegt für den deutschsprachigen Raum vor. International gesehen denken lediglich 23 Prozent, dass sie "sehr gut" auf einen Cyberangriff vorbereitet sind. Obwohl die CIOs Bedenken hinsichtlich ihrer IT-Sicherheit haben, fühlen sie sich nicht in ihrer Innovationskraft eingeschränkt. Mehr als zwei Drittel nehmen das Risiko von Cloud- oder Mobile-Lösungen in Kauf, um Wettbewerbsvorteile daraus zu generieren.

FEHLENDE TALENTE

Eine große Herausforderung stellt der steigende Fachkräftemangel im Technologiesektor dar. Rund 60 Prozent der CIOs befürchten deshalb nicht mit den Veränderungen Schritt zu halten. Vor allem in den Bereichen Big Data und Business Analytics steigt die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften stark an. Mit 8 Prozent ist der Anteil der weiblichen Führungskräfte in der IT weiterhin sehr gering. "Wir brauchen Förderprogramme für Frauen in IT-Führungspositionen, um sie gezielt zu unterstützen. Der Fachkräftemangel wird alleine mit männlichen Kräften nicht zu decken sein", so KPMG-Partner Michael Ruplitsch.

Für die "CIO Survey 2015 – Into an Age of Disruption" wurden zwischen 6. Jänner und 19. April 2015 rund 4.000 Führungskräfte im Technologiebereich aus mehr als 30 Ländern befragt, die verantwortlich sind für IT-Ausgaben über 200 Mrd. Dollar. 33 Prozent der Befragten bezeichnen sich als CIO, 9 Prozent als Chief Technology Officer und 32 Prozent als Director beziehungsweise Vice President im Technologiebereich. Die übrigen 26 Prozent nehmen die Position des CEO, COO, CDO oder sonstige Rollen im oberen Management ein. Ein PDF der Executive Summary steht als Download bereit. (pi)

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