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09.09.2015 Michael Bechinie

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M2M, Augmented Reality, Multitouch, 2nd Screen, Gamification – Klingen diese Schlagworte gut für Sie, im Zusammenhang mit dem Thema Industrieautomation?

Der Autor Michael Bechinie ist Head of Experience Design bei USECON und verantwortlich für die Bereiche Web User Interfaces & Web Applikationen sowie Strategische Usability und User Experience.

Der Autor Michael Bechinie ist Head of Experience Design bei USECON und verantwortlich für die Bereiche Web User Interfaces & Web Applikationen sowie Strategische Usability und User Experience.

© USECON

Sie wollen im neuen Release Ihrer Maschinensteuerung am liebsten all diese Technologien und Ansätze integrieren, und eigentlich noch viel mehr?
Schließlich soll die nächste Generation des Human Machine Interface (HMI) auf der Messe glänzen und die Herzen des Vertriebschefs und der Einkäufer höher schlagen lassen! Im Englischen gibt es eine schöne Phrase "with all bells and whistles", was übersetzt etwa heisst „mit allem Drum und Dran“.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung von User Interfaces im industriellen Umfeld bringt es der englische Ausdruck aber besser auf den Punkt, weil es das schöne Bild des "Klingbims" vermittelt. Keine Frage, dass neue, technologische Möglichkeiten auch innovativere Interaktionsformen eröffnen. Wesentlich ist jedoch, besonders im industriellen Umfeld, in dem Experience Faktoren wie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz und auch klassische Ergonomiefaktoren eine wesentliche Rolle spielen, ganz intensiv die AnwenderInnen in den Mittelpunkt aller Weiterentwicklung zu stellen, vor allem dann wenn es um das HMI geht.

Das Management trifft zwar die Kaufentscheidung, doch spürbar auswirken wird sich die Experience auf die, die an der Maschine acht Stunden stehen. Zielführend ist es daher, mit einer Charakterisierung der unterschiedlichen Anwender (Personas) zu starten. In der Ist-Analyse wird dann gemeinsam mit Benutzern anhand der entwickelten Personas die aktuelle HMI-Version durchleuchtet und wesentliche Problempunkte, mögliche Lösungen aber auch Potentiale für Innovationen ermittelt. Schließlich werden neue Soll-Szenarien mit entsprechender, pointierter Nutzendefinition entwickelt und erste Abläufe, sogenannte Story Boards des zukünftigen HMI skizziert.

Das Management ist dabei eingebunden, aber nicht als reiner "Bestimmer" sondern als ein weiterer Stakeholder im Zyklus der Produktentwicklung. Die eingangs erwähnten Schlagworte spielen also gar keine Rolle mehr? Doch, aber im Sinne technischer "Enabler", und nicht mehr nur als der Nutzen selbst.

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