CIOs aufgepasst: Fünf Tipps für den Umgang mit der Führungsebene CIOs aufgepasst: Fünf Tipps für den Umgang mit der Führungsebene - Computerwelt

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16.06.2016 David Jamieson*

CIOs aufgepasst: Fünf Tipps für den Umgang mit der Führungsebene

Die digitale Revolution, die aktuell durch alle Industriezweige fegt, kann laut David Jamieson von OpenText CIOs dabei helfen, sich Gehör zu verschaffen.

CIO

Der CIO muss ein helles Köpfchen sein, aber er muss sich auch Gehör verschaffen.

© Sergey Nivens - Fotolia.com

CIOs in sämtlichen Industriezweigen müssen ein tiefes Verständnis für die Technologie besitzen, die in ihren Unternehmen zum Einsatz kommt. Es gilt, nicht nur die Grenzen der aktuell verwendeten Netzwerke und Applikationen zu kennen, sondern auch die multiplen Vertragsverhältnisse mit Technologieanbietern zu verstehen. Zudem kommt es darauf an, sowohl die Vorzüge als auch die Schwächen der Unternehmens-IT bestmöglich im Auge zu behalten. Die digitale Revolution, die aktuell durch alle Industriezweige fegt, kann CIOs dabei helfen, sich Gehör zu verschaffen: Sie haben jetzt die Chance, das Management von der strategischen Bedeutung von IT für das Unternehmen zu überzeugen.

Fünf Tipps, wie CIOs das in die Tat umsetzen können:

1. Sich auf die Bedeutung von IT fokussieren – Der CEO und andere Führungskräfte greifen schnell zu ihren iPhones, wenn in Präsentationen Fachbegriffe wie DevOps, JSON, Log Streams oder Sandboxen fallen. Zwar interessieren sich die meisten CEOs, CFOs und CMOs absolut nicht für IT. Sie werden jedoch hellhörig, wenn die IT-Abteilung präsentiert, wie sie neue, bessere und schnellere Services ermöglicht oder dazu beiträgt, Kosten zu kürzen, die Effizienz zu steigern und das Geschäft zu erweitern. Um bei der Chefetage zu punkten, sollten IT-Verantwortliche also betonen, wie sie zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen können und nicht, wofür sie das IT-Budget ausgeben.

2. Risiken und Sicherheitsthemen adressieren – In den letzten Jahren sind schwerwiegende, personenbezogene Datenschutzverletzungen bei Topunternehmen in die Schlagzeilen geraten. Das Thema IT-Sicherheit ist deshalb – völlig zurecht – wieder stärker auf die Agenda von Geschäftsführern gerückt. Sämtliche Führungskräfte sollten darauf aufmerksam gemacht werden, welcher Schaden für den Ruf und die Finanzen eines Unternehmens entsteht, wenn Daten in die Hände Dritter geraten und so ein Risiko für die Kunden entsteht. Die Diskussion sollte sich jedoch nicht auf die eingesetzte Technologie beziehen, sondern auf das Risiko für das Unternehmen und eventuelle Sicherheitsverletzungen. Wie wahrscheinlich ist ein Datenverstoß, bei dem das Unternehmen Investoren benachrichtigen muss? Wie hoch sind vermutlich die Kosten, um nach einer Attacke den Ruf des Unternehmens wiederherzustellen? Welche Schutzmechanismen kann die IT-Abteilung ergreifen, und wie teuer sind sie? Bei Diskussionen rund um diese Themenbereiche können sich die Mitarbeiter fernab der IT-Abteilung gut einbringen und einen realen, strategischen Wert schaffen.

3. Hype-Themen auf den Boden der Tatsachen holen – Führungskräfte, die sich nicht jeden Tag mit IT befassen, können unrealistische Erwartungshaltungen in Bezug auf technologische Innovationen entwickeln. Um dem CEO und anderen Führungskräften die Vorteile von Investitionen in die IT näherzubringen, sollte der CIO zunächst versuchen, ihre Ansichten zu entmystifizieren. Unter Umständen haben die Kollegen aus dem Management beispielsweise aus der Presse von Cloud Computing oder Big Data gehört. Klären Sie die Führungsetage bestmöglich über die Chancen und Risiken dieser Trendthemen auf. CIOs sollten dem Management dabei helfen, die Realität vom Marketing-Hype zu trennen und die richtige Lösung für ihr Unternehmen auszuwählen.

4. Die IT zum Business Enabler machen – Die Arbeit des IT-Teams muss zielführend und nicht allein ein Selbstzweck sein. Zwar geben CEOs und CFOs ihr Budget selten gern für Server und Software aus. Sie sind sich aber der Notwendigkeit bewusst, in IT investieren zu müssen, um das Geschäft am Laufen zu halten und die Umsätze steigern zu können. Zudem trägt IT dazu bei, das Unternehmen effektiver zu machen, einen Nutzen für die Kunden zu generieren, Prozesse zu optimieren und die Daten zu verwalten. Der IT-Verantwortliche kann den CEO vermutlich nicht gewinnen, indem er ihm die Entwicklungsschritte der Firmenwebseite erklärt. Stattdessen sollte er ihm aufzeigen, wie die IT-Abteilung dazu beiträgt, höhere Umsätze zu erzielen. CIOs haben die Aufgabe, die Beziehung zwischen Technik auf der einen und dem Erreichen der Geschäftsziele auf der anderen Seite zu verdeutlichen.

5. Sich mit anderen CxOs verbünden – Je besser ein CIO das Unternehmen selbst kennt, desto einfacher kann er die Stärken der IT erfolgreich vermitteln. Wertvolle Einblicke bringt auch der regelmäßige Austausch mit dem CFO, der sich auf das Innerste des Unternehmens konzentriert – auf das Geld. Der CIO sollte die Bilanz des Unternehmens kennen und damit die aussichtsreichsten Argumente für neue Ausgaben. Sind all diese Punkte erfüllt, hat die IT-Abteilung viel bessere Karten bei Budgetverhandlungen.

Diskussionen mit der Führungsebene können schnell in Machtkämpfe ausarten. Der CIO muss dafür sorgen, dass sich die Beteiligten dabei im IT-Bereich auf das Wesentliche konzentrieren. Er muss sicherstellen, dass die Technologie das liefert, was das Unternehmen und seine Kunden brauchen.

*David Jamieson ist CIO bei OpenText.

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