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Fünf Thesen zum Online-Marketing der Zukunft

Von grundlegendem Handwerkszeug wie Linkaufbau und Onpage-Optimierung bis hin zu Content-Strategien und Advertising: Die einzelnen Disziplinen im Online-Marketing entwickeln sich kontinuierlich weiter.

Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Trends sich letztlich durchsetzen.

Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Trends sich letztlich durchsetzen.

© Archiv

Doch welche übergeordneten Themen werden SEO- und SEA-Profis in den kommenden Jahren beschäftigen? Und welche Trends und Innovationen sollten Unternehmen und Shopbetreiber im Auge behalten, die online auch künftig ganz vorne mit dabei sein wollen? Die Online-Marketing-Experten der Online Solutions Group  haben fünf Thesen zur Zukunft des Online-Marketings aufgestellt. 

1. Online-Marketing kommt bis in den Kühlschrank

Internet of Things (IoT): Bei der fortschreitenden Vernetzung aller Geräte sind Zwischenlösungen wie Amazons „Dash Button“, mit dem Verbrauchsartikel einfach per Knopfdruck nachbestellt werden können, lediglich ein erster Schritt. Intelligente, smarte Haushaltsgeräte bieten auch für das Online-Marketing völlig neue Möglichkeiten. Schon heute sind beispielsweise Kühlschränke auf dem Markt, deren Inhalt jederzeit per Smartphone-App überprüft werden kann. Hier ist der Weg längst nicht mehr weit zu einer (teil-) automatisierten Nachbestellung fehlender oder verbrauchter Produkte. Denkbar ist in diesem Fall eine Verknüpfung mit Google, durch die in diesem Fall bestimmte Produkte vorgeschlagen werden – etwa auf Basis von Suchmaschinenplatzierungen oder Bewertungen. Vorstellbar wäre auch, dass Lebensmittelhersteller die Möglichkeit erhalten, mit ihren Produkten über bezahlte Anzeigen in der jeweiligen App präsent zu sein.

2. Die Zukunft ist mobil

Surfen, Shopping und Online-Banking unterwegs per Smartphone sind heute längst Standard. Wir sind im Prinzip immer und überall online, ob im Auto per Infotainment-System bzw. über Lösungen wie Apple CarPlay und Android Auto, per Smartwatch oder über Touchscreens in öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Gerade in Verbindung mit Location-based Services wird dies im Online-Marketing auch unabhängig von einzelnen Geräten oder Apps die Chance eröffnen, potenzielle Kunden noch viel gezielter anzusprechen, als dies heute bereits der Fall ist. Was häufig unter dem Begriff Omni-Channel-Marketing zusammengefasst wird, ist dabei nur ein Anfang. 

3. Preise werden noch individueller

Dynamische Preisanpassungen je nachdem, über welche Kanäle ein Besucher auf einen Onlineshop kommt: Bereits heute ist dies vielfach Realität im E-Commerce. Big Data wird der Schlüssel dazu sein, die Preisgestaltung darüber hinaus jedoch noch deutlich weiter zu individualisieren. Je genauer Unternehmen und Shopbetreiber ihre potenziellen Kunden kennen, umso detaillierter können Preise individuell angepasst werden. Wer sich beispielsweise fortlaufend über Luxusartikel informiert oder in den sozialen Netzwerken vor seinem neuen Sportwagen posiert, wird damit rechnen müssen, tendenziell als überdurchschnittlich zahlungskräftig eingestuft zu werden.

4. Online-Shopping wird zum virtuellen Marken- und Gemeinschaftserlebnis

Mit Freunden zum Shoppen gehen und direkt vor der Umkleidekabine eine zweite Meinung zur gewählten Jeans bekommen: Ansätze, solche Vorteile auch online zu bieten, werden in Zukunft immer bedeutsamer. In Communities lassen sich Styling-Tipps einholen und Outfits bewerten. Ein Trend, den Shopbetreiber und Online-Marketer bereits erkannt haben und deshalb in diesem Umfeld zunehmend aktiv werden. Über Affiliate-Links und passende Werbeschaltungen können die jeweiligen Produkte direkt im Shop gekauft werden. Künftig spielen hier auch Virtual-Reality-Anwendungen eine immer wichtigere Rolle, da die Preise für entsprechende Hardware kontinuierlich sinken und massenkompatibel werden. Es geht darum, Kunden auch online ein umfassendes Markenerlebnis zu bieten und sich dadurch vom Wettbewerb abzuheben.

5. Maßgeschneidertes Product Placement in Echtzeit erreicht Filme und Serien

Jeder kennt klassisches Product Placement in Filmen oder TV-Serien: Eines der Paradebeispiele ist etwa die Vorliebe von „James Bond“ für bestimmte Premiumfahrzeuge. Immer mehr Medieninhalte werden jedoch nicht mehr über das herkömmliche TV-Programm konsumiert, sondern über internetfähige Geräte – zu beliebiger Zeit und über Streaming-Dienste und Online-Mediatheken. Neue Möglichkeiten ergeben sich in diesem Zusammenhang auch für das Online-Marketing. Denkbar wäre, dass in der Serie gezeigte Produkte direkt mit Shopping-Apps verknüpft werden oder Zuschauer sich zusätzliche Informationen anzeigen lassen können. Hier bieten sich beispielsweise auch die beliebten Lifestyle- und Shopping-Sendungen an, die prinzipiell viele Ansatzpunkte für die direkte Vermarktung der gezeigten Produkte bieten würden. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren stark ausweiten könnte.

Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Trends sich letztlich durchsetzen. Auch wenn manches heute noch futuristisch erscheinen mag: Die technische Basis für ein gänzlich neues Level im Online-Marketing ist längst gelegt.

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