Intel bringt künstliche Intelligenz auf einen USB-Stick Intel bringt künstliche Intelligenz auf einen USB-Stick - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


26.07.2017 Stefan Bordel*

Intel bringt künstliche Intelligenz auf einen USB-Stick

Der "Neural Compute Stick" der Intel-Tochter Movidius soll die Entwicklung von Deep-Learning-Lösungen vorantreiben. Der passiv gekühlte Mikrorechner kostet nur 80 US-Dollar.

Auf eine Cloud-Anbindung ist die kompakte Lösung nicht angewiesen.

Auf eine Cloud-Anbindung ist die kompakte Lösung nicht angewiesen.

© Intel

Die Intel-Tochter Movidius hat einen USB-Rechenstick vorgestellt, der speziell für die Verarbeitung von Deep-Learning-Berechnungen vorgesehen ist. Besonders bei der maschinellen Bild- und Mustererkennung sollen die Stärken des nur 80 US-Dollar teuren Neural Compute Stick liegen. Aktuell ist das Gerät allerdings nur in den USA erhältlich.

Im Inneren des Mikrorechners steckt eine Vision Processing Unit (VPU), die sich mit einem Verbrauch von 1 Watt begnügt. Dabei erreicht das System eine Rechenleistung von über 100 Gigaflops – genug, um Deep Learning Networks direkt auf dem Gerät in Echtzeit auszuführen. Die VPU basiert auf dem Myriad-2-Chipset, das mit rund 600 MHz arbeitet und über einen L2-Cache von 256 KB verfügt. Der nur 2 MB grosse Speicher erlaubt Transferraten von 400 GB/s. Unterstützt werden FP16- und FP32-Operationen und Integer-Operationen mit 8, 16 oder 32 Bit.

Movidius setzt auf Caffe
Auf eine Cloud-Anbindung ist die kompakte Lösung nicht angewiesen. An AI-Frameworks unterstützt der Rechenstick lediglich die Open-Source-Software "Caffe". Entwickler, die auf mehr Leistung angewiesen sind, können auch mehrere Sticks über einen USB-Hub gemeinsam nutzen.
Mit dem PC wird das Gerät über einen gewöhnlichen USB-3.0-Port (Typ A) angeschlossen. Als Host-PC ist mindestens ein 64-Bit-System mit Ubuntu 16.04, 1 GB RAM, 4 GB freiem Speicher und USB 2.0 erforderlich. Für eine optimale Performance empfiehlt der Hersteller jedoch einen PC mit USB-3.0-Anschluss.

Im Vergleich zu professioneller KI-Hardware wie Nvidias Quadro-Pascal-GPUs ist der Neural Compute Stick von Movidius natürlich ein Leistungszwerg. Dafür ist die Lösung um ein Vielfaches günstiger und sogar mobil sowie offline einsetzbar.

*Stefan Bordel ist Redakteur von PCTIPP.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • APC Business Services GmbH

    APC Business Services GmbH IT-Personalbereitstellung, Individual-Softwareentwicklung, IKT-Consulting mehr
  • SEQIS GmbH

    SEQIS GmbH Qualitätssicherung, Expertensysteme, Tools, Security Audits, E-Commerce-Software, B2B Dienste und Lösungen, Übernahme von Softwareprojekten,... mehr
  • Bechtle IT-Systemhaus Österreich

    Bechtle IT-Systemhaus Österreich WLAN-Systeme, Netzwerk-Systeme (LAN, MAN, WAN), Netzwerk-Management, Server-Betriebssysteme, Verschlüsselungs- und Kryptografie Software, Security Audits, Notfalls-Rechenzentren,... mehr
  • ectacom GmbH

    ectacom GmbH Aus- und Weiterbildung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, Übernahme von Softwareprojekten, Datenschutz, Antiviren- und Virenscanner Software, Backup und Recovery Systeme, Firewalls,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: