Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


Ausblick 2018: Cisco GM Achim Kaspar

Die COMPUTERWELT hat 32 heimische Geschäftsführer nach ihrer Einschätzung für 2018 befragt.

Achim Kaspar ist General Manager von Cisco Austria.

Achim Kaspar ist General Manager von Cisco Austria.

© Fotoservice Tanzer

Was war Ihr spannendstes Kundenprojekt 2017?
Es gab viele spannende Kundenprojekte, die wir begleiten durften. Smart City Linz war eines davon:  Nach der erfolgreichen ersten Phase mit der Einführung der intelligenten Straßenbahn plant die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz gemeinsam mit Cisco weitere Pilotprojekte. Diese sehen die testweise Einführung der intelligenten Steuerung der Straßenbeleuchtung sowie den Einsatz von Umweltsensoren zur Erfassung und Analyse von Umweltdaten vor.

Mit welchem Thema/welchen Themen sollten sich Anwender 2018 unbedingt beschäftigen und warum?

Künstliche Intelligenz, Machine Learning sowie Augmented und Virtual Reality setzen neue Maßstäbe bei IT-Technologien. Auch bei Netzwerken oder Rechenzentren kommen sie bereits zum Einsatz. Denn das Netzwerk war noch nie so wichtig wie heute, aber es stand auch noch nie so unter Druck. Gartner spricht inzwischen sogar von einer ganz neuen Kategorie der Netzwerke, den sogenannten Intent-based Networks. Im Juni hatten wir in dem Bereich eine wichtige Ankündigung gemacht. Anstelle manueller Verwaltung treten nun intuitive Bedienung, weitgehende Automatisierung und Analytics. Damit haben wir die Vision eines Netzes realisiert, das Aktionen vorhersieht und automatisiert, Sicherheitsgefahren abwehrt und sich durch Lernprozesse selbstständig weiterentwickelt. Cybersicherheit ist weiterhin ein Schlüsselpunkt. Anwender sind gut beraten, ihre Netzwerk-Infrastruktur zu überprüfen, ob sie den neuesten Anforderungen und Sicherheitsstandards entsprechen, und sollten diese gegebenenfalls aufrüsten.

Wie sind Ihre Erwartungen bezüglich des kommenden Jahres und wie begründen Sie Ihre Einschätzung?
Der Gegenwind zur Digitalisierung hat sich gelegt. Diese unaufhaltsame und für den wirtschaftlichen Erfolg notwendige Entwicklung ist mittlerweile unbestritten. Hier haben wir in Österreich noch sehr viel Potenzial, das sukzessive auch genutzt wird. Generell erwarte ich im kommenden Jahr großartige Projekte, neue Geschäftsmodelle und technologische Entwicklungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz, Machine Learning sowie Augmented und Virtual Reality, die viele herkömmlichen Lösungen in den Schatten stellen werden. Viel wird heutzutage auch über Blockchain oder autonome Fahrzeuge gesprochen. Meine Prognose: Wir werden diese Technologien in Bereichen sehen, über die wir heute erst gar nicht sprechen. Blockchain kann nicht nur als Plattform für Kryptowährungen dienen, sondern auch in der IoT, z.B. in der Energiewirtschaft, eingesetzt werden. Und selbstfahrende Fahrzeuge werden früher auf Fabrikgeländen und Flughäfen zum Einsatz kommen als im Straßenverkehr.

Wie lautet Ihr IT-Wunschzettel an die neue Regierung?
Ein großes Anliegen ist mir die Etablierung von IT in der Bildung, die noch immer nicht in einem Ausmaß erfolgt ist, um den zukünftigen Anforderungen am Arbeitsmarkt zu entsprechen. Schon seit Jahren kämpfen wir in Österreich, aber auch weltweit mit einem IT-Fachkräfte-Mangel. Hier muss sich endlich etwas bewegen. Ich hoffe, dass sich die neue Regierung dessen bewusst ist, denn qualifiziertes IT-Personal wird für die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich ein Schlüsselfaktor sein. Auch der Breitbandausbau ist weiter zu forcieren. Denn ein leistungsfähiges, sicheres Breitband ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass Innovation stattfinden kann.


Mit welchen Herausforderungen rechnen Sie im kommenden Jahr?
IT-Security wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben. Wir stehen permanent im Wettbewerb mit den Cyberkriminellen. Die Anwender können sich bereits jetzt schon sehr gut schützen, indem sie die Security-Technologien in regelmäßigen Abständen updaten und unternehmensinterne Sicherheits-Richtlinien durchsetzen. Cisco konnte mit dem neuen Intuitive Network einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung IT-Sicherheit setzen. Fast die Hälfte aller Cyber-Attacken versteckt sich heute im verschlüsselten Datenverkehr und dieser Anteil steigt weiter. Durch unsere Lösung Encrypted Traffic Analytics kann das Netzwerk negatives Verhalten bekannter Gefahren in verschlüsseltem Traffic entdecken, ohne diesen zu entschlüsseln. Die Zeit bis zur Erkennung (Time to Detection, TTD), also dem Zeitfenster zwischen einem Angriff und dem Erkennen einer Bedrohung, ist dabei eine entscheidende Kenngröße. Sie zu verkürzen bedeutet, den Aktionsraum der Angreifer zu begrenzen und Schäden zu minimieren. Cisco bietet Organisationen diesen Zeitvorteil, denn das Unternehmen konnte in den letzten sechs Monaten seine Zeit bis zur Erkennung von Angriffen im Mittel auf etwa 3,5 Stunden verringern. Eine weitere Herausforderung ist und bleibt das ungebremste Datenwachstum, das mit der Digitalisierung einhergeht. Hier sind Industrie, Provider und öffentliche Hand gefordert, die entsprechende Infrastruktur bereitzustellen.

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