Interne Datenverluste größere Gefahr als Cyber-Kriminalität Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


12.01.2012 Rudolf Felser

Interne Datenverluste größere Gefahr als Cyber-Kriminalität

Laut Iron Mountain sehen 20 Prozent der europäischen Unternehmen in fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen durch Mitarbeiter eine der größten Gefahren für die Sicherheit ihrer Informationen.

Laut einer Studie von Iron Mountain, Anbieter von Services für das Informationsmanagement, sehen 20 Prozent der europäischen Unternehmen in fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen durch eigene Mitarbeiter eine der größten Gefahren für die Sicherheit ihrer Informationen. Sie stufen dieses Risiko damit vergleichbar oder sogar höher ein als die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes durch IT-Ausfälle, Cyber-Kriminalität oder Naturkatastrophen.

Diese Sorge scheint nicht gänzlich unbegründet. So ergab eine im Dezember veröffentlichte weltweite Studie des Netzwerkanbieters Verizon (2011 Data Breach Investigation Report – erstellt vom Verizon RISK-Team in Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst und der Einheit für Hightech-Kriminalität der Niederlande), dass bei 17 Prozent der Datenschutzverletzungen eigene Mitarbeiter beteiligt waren. Damit ist die Gefahr von Datenverlusten durch das eigene Personal sogar größer als durch außen stehende Personen.

Florian Kastl, International Director of Security, Safety and Business Continuity bei Iron Mountain, empfiehlt die folgenden praktischen Schritte, um das Risiko von internen Datenverlusten zu senken:

  • Überblick über alle Informationen: Unternehmen sollten alle ihre Informationen und Daten identifizieren und priorisieren. Und zwar von den Gründungs- und Rechtsdokumenten über geistiges Eigentum, Finanzdaten, Absatzprognosen und Strategie-Roadmaps bis hin zu Kunden- und Personaldaten.
  • Verbindliche interne Prozesse: Mit Kontrollmechanismen für die wichtigsten bzw. sensibelsten Informationen lässt sich die Gefahr von fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen deutlich reduzieren. Unternehmen sollten darüber hinaus im Blick haben, wann, wo und wie Mitarbeiter mit welchen Informationen arbeiten. So lassen sich potenzielle Schwachstellen identifizieren, an denen der Zugriff gegebenenfalls für nicht berechtigte Personen eingeschränkt werden sollte. Der Einsatz spezieller Technologien sowie sichere Speichermethoden im oder außerhalb des Unternehmens können außerdem dabei helfen, Informationen über entsprechende Rechte nur denjenigen Mitarbeitern zugänglich zu machen, die in ihrer Arbeit auf diese angewiesen sind. Daneben sollte es klare und transparente Regelungen für Zugriffsverletzungen geben.
  • Klare Prozesse im Personalbereich: Insbesondere Unternehmen, deren geschäftskritische Informationen einen hohen Wert haben, sollten die Vertrauenswürdigkeit potenzieller neuer Mitarbeiter umfassend überprüfen. Daneben sollte es aber auch eine feste Strategie beim Ausscheiden von Personal geben. Mitarbeiter, die ein Unternehmen verlassen, nehmen häufig – in vielen Fällen unbeabsichtigt – Informationen mit. Gerade wenn sie zu einem Wettbewerber wechseln, sollte der vorherige Arbeitgeber dies unbedingt verhindern.
  • Geschäftliche Änderungen im Blick: Unternehmen sollten des Weiteren sicherstellen, dass ihre Richtlinien auch geschäftlichen Veränderungen wie Übernahmen oder Fusionen standhalten und die immer strengeren gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

"Beim Informationsmanagement sind Menschen häufig das schwächste Glied in der Kette", sagt Florian Kastl, International Director of Security, Safety and Business Continuity bei Iron Mountain. "Informationen stellen das Herzstück jedes Unternehmens dar. Deshalb sind strenge Kontrollen unabdingbar, um das Risiko von Datenverlusten durch das Personal zu senken oder gar zu vermeiden. Dadurch können Unternehmen ihre Mitarbeiter, ihr Geschäft, ihre Kunden und ihre Reputation schützen." (pi)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • abaton EDV-Dienstleistungs GmbH

    abaton EDV-Dienstleistungs GmbH VPN, Überwachungssysteme, SPAM-Filter, Notfalls-Rechenzentren, Firewalls, Datensicherung, Backup und Recovery Systeme,... mehr
  • HATAHET productivity solutions GmbH

    HATAHET productivity solutions GmbH Individual-Softwareentwicklung, Migrations-Management, Programmierung, System- und Netzwerk-Tuning, Systemintegration und Systemmanagement, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines,... mehr
  • Editel Austria GmbH

    Editel Austria GmbH Supply Chain Management, E-Procurement und Supply Chain Management, Datenkonvertierung, Überwachungssysteme, Trust Center/Zertifizierungssoftware, Digitale Signatur, Datensicherung,... mehr
  • Snap Consulting - Systemnahe Anwendungsprogrammierung u Beratung GmbH

    Snap Consulting - Systemnahe Anwendungsprogrammierung u Beratung GmbH Wasser- und Energieversorgung, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Logistik, Konsumgüterindustrie,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: