Silent Cubes sorgen für revisionssichere und kostengünstige Langzeitspeicherung medizinischer Daten Detail - Computerwelt

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24.03.2010 Oliver Weiss

Silent Cubes sorgen für revisionssichere und kostengünstige Langzeitspeicherung medizinischer Daten

Bei jährlichen Zuwachsraten der Datenmenge um zwei Terabyte erwies sich das alte Archivsystem des Klinikums Schwarzach in Form einer DVD-Jukebox schnell als schwer überschaubar, teuer und fehleranfällig. Zeit für einen Wechsel.

Das Kardinal Schwarzenberg’sche Krankenhaus in Schwarzach ist mit 510 Betten und einer Bilanzsumme von 110 Millionen Euro die zweitgrößte Klinik des Bundeslandes Salzburg. 2008 betreuten die über 1.200 Mitarbeiter rund 30.000 stationäre Patienten sowie 65.000 ambulante Fälle. Ein Klinikum dieser Größe ist auf eine hochsichere digitale Archivierung und Dokumentierung der medizinischen Daten angewiesen. Zur Sicherung der Patientendaten hat sich das Krankenhaus Schwarzach für eine Archivierungslösung von Fast LTA entschieden.

Bisher sicherte das Klinikum seine Röntgendaten mittels komprimierter Datenhaltung auf einem SAN (Storage Area Network) zwischen und speicherte sie dann endgültig auf einer DVD-Jukebox. Im Laufe der Jahre war so ein schwer überschaubares Archiv von mehreren hundert DVD zusammen gekommen. Außerdem war das System durch mechanischen Verschleiß zunehmend fehleranfällig. Die durchschnittliche Lebensdauer der Jukebox hätte dazu alle vier bis fünf Jahre eine Migration der Daten auf ein Folgesystem nötig gemacht – auch dies aufwendig, fehleranfällig und kostenintensiv. Zusätzlich war das Archivierungssystem nicht ausreichend skalierbar und die Kosten für den SAN-Speicher wären für eine Lang- zeitarchivierung zu hoch.

So begann das Klinikum bereits frühzeitig mit der Evaluierung geeigneter Langzeit-Storagesysteme. Aufmerksam auf Fast LTA wurde man durch einen sehr positiven Bericht des Klinikverbunds der Barmherzigen Brüder über deren Zusammenarbeit mit Fast LTA und die innovative Technologie der Festplattenspeicher des Münchner Spe- zialisten für digitale Langzeitarchivierung. Daraufhin besuchte ein IT-Team aus Schwarzach den Messestand des Storagespezialisten auf der ConhIT. Die Präsentation der Speicherlösung und das Serviceangebot sowie das Team von Fast LTA überzeugten die Delegation aus Schwarzach derart, dass der Spezialanbieter sofort eingeladen wurde, ein Angebot für die Installation der Archivlösung einzureichen. Bei der Endauswahl setzte sich Fast LTA gegen vier andere Anbieter durch und erhielten den Auftrag.

»Wir waren sehr angenehm überrascht, für diesen geringen Preis ein solch wegweisendes und dabei doch anwenderfreundliches Archivierungssystem zu bekommen. Auch die Techniker des Systemhauses, von dem wir uns bei der Kaufentscheidung beraten ließen, haben die Lösung auf Herz und Nieren geprüft und uns sofort zu dem Fast-LTA-System geraten. Wir haben das nie bereut. Vom ersten Tag an liefen die Lösung und das Gesamtprojekt dank des professionellen und freundlichen Teams von Fast LTA reibungslos«, erklärt Christian Mühlthaler, IT Leiter des Klinikums Schwarzach, die Gründe für die Entscheidung.

Die Anforderungen an das neue Archivierungssystem waren sehr hoch. Das System muss in der Lage sein, die medizinischen Daten über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren garantiert unverändert aufzubewahren. Wichtig waren außerdem eine problemlose Skalierbarkeit und Erweiterbarkeit der Lösung und eine Eignung als zentraler Speicher für unterschiedliche Applikationen. Das System sollte einer jährlichen Zuwachsrate der Datenmenge um zwei Terabyte gewachsen sein – Tendenz steigend – und dennoch akzeptable Zugriffszeiten auf den Langzeitspeicher ermöglichen. Ferner erwartete das Klinikum eine einfache Migration der Daten und die Möglichkeit einer redundanten Datenhaltung. Damit ist eine auf mehrere Orte verteilte Datensicherung gewährleistet, und das Krankenhaus sichert seine Daten so auch vor Feuer-, Wasser- und Sturmschäden. Das Speichersystem von Fast LTA erfüllte all diese Anforderungen und punktete zusätzlich noch mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungs- verhältnis.

IN EIN PAAR STUNDEN Ende 2008 begann die Installation der Festplattenspeicher. Zunächst kam in einem ersten Schritt das System LTA zum Einsatz. Nach der Migration der Altdaten (sechs Terabyte) von der DVD-Jukebox auf das neue Speichersystem startete dann der Produktivbetrieb. Aufgrund eines auslaufenden Wartungsvertrages wurde parallel dazu ein neues PACS-System (zur Verwaltung medizinischer Bilder) implementiert. In einem zweiten Schritt erfolgte Mitte 2009 die Migration der Daten auf das Nachfolgesystem von Fast LTA, die sogenannten Silent Cubes, und im September schließlich die Inbetriebnahme des gesamten Langzeitarchivierungssystems. Das Krankenhaus hat insgesamt vier der modular aufgebauten Speicherwürfel angeschafft. Für die Installationen war ein Techniker-Team von Fast LTA vor Ort und implementierte innerhalb von ein paar Stunden die Lösung.

»Das Team war optimal vorbereitet, hatte im Vorfeld alle wichtigen Fragen geklärt und alle wussten genau, was sie zu tun hatten. Die Zusammenarbeit zwischen unserem IT-Team und dem von Fast LTA funktionierte bestens und unsere momentan etwa 200 Ärzte und weitere Nutzer mit Zugangsberechtigung haben von der gesamten Umstellung nichts mitbekommen. Da das System so intuitiv benutzbar und wartungsarm ist, war auch keine Schulung nötig. Es hätte nicht besser laufen können«, beschreibt IT-Leiter Mühlthaler die einfache Implementierung. Die Verwendung der Silent Cubes beschleunigte das Archivierungssystem noch einmal um den Faktor drei. Für die Zukunft sind zudem weitere Performancesteigerungen von Fast LTA angekündigt.

Gesichert werden mithilfe der Silent Cubes in erste Linie die Röntgendaten des Klinikums. Zusätzlich soll auch das System für die Aufbewahrung der restlichen Patientendaten reformiert werden. Die bisher in Papierform vorhandenen Daten werden nun nach und nach eingescannt und dann in digitalisierter Form ebenfalls auf den Speicherwürfeln gesichert. Nach Abschluss dieses Projekts haben mehr als 1.200 Mitarbeiter die Möglichkeit, auf die archivierten Daten zuzugreifen.

DATENSICHERHEIT Die Silent Cubes verfügen über eine vierfache Redundanz und verhindern durch die Verwendung von Festplatten dreier unterschiedlicher Hersteller in einer Speichereinheit auch Datenverluste durch Chargenfehler. Ein spezieller WORM-Controller sichert den Inhalt sämtlicher Festplatten auf unterster Hardwareebene gegen mutwilliges oder versehentliches Löschen und/oder Verändern. Die Servicezentrale von Fast LTA ist dank der routinemäßigen Berichte des Frühwarnsystems der Silent Cubes jederzeit über deren Status informiert. Das Krankenhaus hat mit Fast LTA einen Support- und Wartungsvertrag über 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche abgeschlossen – dieser garantiert der Klinik die Behebung möglicher Probleme vor Ort durch einen Techniker von Fast LTA – während des laufenden Betriebs und bei Erhalt aller Datensätze.

»Die Reduzierung der IT-Budgets bei gleichzeitiger Explosion der langfristig revisionssicher und rechtskonform zu archivierenden Datenmengen, stellen viele Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Um Kliniken diese Sorge abzunehmen, haben wir die Silent Cubes von Grund auf für genau diesen Einsatzzweck entwickelt. Das haben auch die Verantwortlichen im Krankenhaus Schwarzach erkannt. Die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team des Klinikums war genau so, wie man sich eine optimale Beziehung zwischen Kunde und Dienstleister vorstellt«, zieht Reiner Bielmeier, kaufmännischer Leiter bei Fast LTA in einer abschließenden Bewertung des Gesamtprojekts eine positive Bilanz.

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