EU erprobt ihr "Cyber-Schutzschild" Detail - Computerwelt

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08.11.2010 Rudolf Felser

EU erprobt ihr "Cyber-Schutzschild"

Die europäischen Experten für Netzsicherheit haben ihre Abwehrmechanismen in der ersten gesamteuropäischen Simulation von Cyberangriffen getestet.

Bei "Cyber Europe 2010" haben die Experten versucht, simulierte Angriffe von Hackern auf kritische Online-Dienste in mehreren EU-Mitgliedstaaten abzuwehren. Das Szenario der Simulation sieht vor, dass die Internetverbindungen zwischen den beteiligten europäischen Ländern schrittweise ausfallen oder erheblich eingeschränkt werden, so dass Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen am Zugang zu wesentlichen Online-Diensten gehindert werden. Bei der Übung mussten die Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um einen simulierten Totalzusammenbruch des Netzes zu verhindern. Die Übung wurde von EU-Mitgliedstaaten mit Unterstützung der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) und der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) veranstaltet. Nach der Übung sollen weitere und noch komplexere Szenarien folgen, die allmählich von der europäischen auf die globale Ebene übergehen.

Die Übung soll die Fähigkeit der Mitgliedstaaten im Umgang mit solchen Störungen des Netzes verbessern und die Kommunikationsverbindungen und -verfahren für den Fall einer echten massiven Bedrohung des Netzes auf die Probe stellen. Bei der Übung sollte getestet werden, inwiefern die Kontaktstellen in den teilnehmenden Ländern, die Kommunikationskanäle und die Art der übertragenen Daten den Anforderungen entsprechen und wie gut die Mitgliedstaaten über Rolle und Funktionen ihrer Partner in den anderen Mitgliedstaaten unterrichtet sind.

Die Übung zur Netzsicherheit wurde von den EU-Mitgliedstaaten in Abstimmung mit der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) und mit Unterstützung der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission geplant. Alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen und die Schweiz haben aktiv oder als Beobachter teilgenommen. Im Zuge der Übung wurden einige Schwachstellen aufgedeckt, die nun nach und nach geschlossen werden sollen. Allerdings halten sich EU-Kommission und ENISA noch bedeckt über die Ergebnisse. Erst am 10. November sollen in Berlin Details bekannt gegeben werden. (rnf)

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