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16.12.2010 Edmund E. Lindau

Kaum Sicherheitsprobleme

Laut Eurostat hatten Österreichs Unternehmen in der Vergangenheit wenig Probleme mit IT-Sicherheit und lag an drittbester Stelle hinter Großbritannien und Ungarn.

Nach einer am vergangenen Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Studie von Eurostat traten im Vorjahr in zwölf Prozent der Unternehmen innerhalb der EU-27 Sicherheitsprobleme aufgrund von Hard- oder Softwarefehlern auf.

Diese Daten stammen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, und sind Teil der Ergebnisse einer Erhebung über die Nutzung von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) und E-Commerce in Unternehmen, die Anfang 2010 in den EU27 Mitgliedstaaten, Island, Norwegen und Kroatien durchgeführt wurde und einen besonderen Schwerpunkt auf IKT-Sicherheit legt. In der EU27 hatten 94 Prozent der Unternehmen im Januar 2010 Zugang zum Internet. Während im Januar 2010 der Anteil der Unternehmen mit Internetzugang und fest eingerichteter Breitbandverbindung in den meisten EU27-Mitgliedstaaten hoch war, wies jedoch der Anteil der Unternehmen, die mobile Breitbandverbindungen nutzten, eine größere Spannweite auf und reichte von sechs Prozent in Griechenland, acht Prozent in Rumänien und neun Prozent in Bulgarien sowie Estland bis 68 Prozent in Finnland, 55 Prozent in Schweden, 46 Prozent in Österreich und 43 Prozent in Dänemark. Mehr als 90 Prozent der großen Unternehmen in Finnland (95 Prozent), Österreich und Schweden (je 91 Prozent) nutzten mobile Breitbandverbindungen.

HAUPTPROBLEM SOFT- UND HARDWAREAUSFÄLLE Die häufigsten Sicherheitsprobleme, die von Unternehmen in den EU27-Mitgliedstaaten im Jahr 2009 berichteten wurden, resultierten in Nichtverfügbarkeit von IKT-Diensten, Verlust oder Veränderung von Daten auf Grund von Hard- oder Softwarefehlern. Die höchsten Anteile wurden in Zypern, Portugal und Finnland (je 26 Prozent der Unternehmen), Dänemark (24 Prozent), Griechenland (23 Prozent), der Tschechischen Republik (22 Prozent) und der Slowakei (20 Prozent) verzeichnet. Die höchsten Anteile von Unternehmen mit IT-Sicherheitsproblemen, die den Verlust oder die Veränderung von Daten durch Schadsoftware oder unberechtigten Zugriff zur Folge hatten, wurden im Jahr 2009 in der Slowakei (16 Prozent), Portugal (14 Prozent), Spanien (elf Prozent) und Griechenland (zehn Prozent) verzeichnet.

Die Anteile von Unternehmen mit mindestens einem Ausfall von IKT-Diensten auf Grund von Angriffen von außen waren am höchsten in der Slowakei (elf Prozent) und den Niederlanden (sieben Prozent). In der Mehrheit der EU27-Mitgliedstaaten lag der Anteil der Unternehmen, die von einer Offenlegung vertraulicher Daten auf Grund von unbefugtem Eindringen in das System, Pharming- oder Phising-Angriffen berichteten, 2009 bei einem Prozent oder darunter. Während mehr als 60 Prozent der Unternehmen in Italien (66 Prozent), Irland und Slowenien (je 64 Prozent), Spanien (63 Prozent) und Luxemburg (62 Prozent) im Januar 2010 sichere Passwörter und/oder Hardware-Token zur Identifizierung und Authentifizierung von Nutzern als betriebsinternes Sicherheitsverfahren verwendeten, wurden diese Maßnahmen von weniger als 30 Prozent der Unternehmen in der Slowakei (20 Prozent), Ungarn (24 Prozent) und Rumänien (29 Prozent) genutzt. Österreich liegt hier mit 39 Prozent im unteren Mittelfeld.

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