Ein erster Blick auf Windows 10 Ein erster Blick auf Windows 10 - Computerwelt

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01.10.2014 Rudolf Felser

Ein erster Blick auf Windows 10

Microsoft hat die 9 ausgelassen – möglicherweise um keine Erinnerungen an Windows 95 und Windows 98 aufkommen zu lassen – und macht nach 8.1 gleich mit Versionsnummer 10 weiter. Eines vorweg: Das Start-Menü kommt nach einer kleinen Verjüngungskur wieder zurück.

Warum denn nicht gleich so: Das Start-Menü ist in Windows 10 wieder da.

Warum denn nicht gleich so: Das Start-Menü ist in Windows 10 wieder da.

© Microsoft

Microsoft hat vor Kurzem in San Francisco Windows 10 angekündigt und einen ersten Ausblick auf die nächste Windows-Version gegeben. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand das neue Windows Insider Program (WIP), das Testern eine offene Zusammenarbeit mit Microsoft im Rahmen der Entwicklung der nächsten Windows Generation ermöglichen soll, um diese optimal an Nutzeranforderungen anzupassen. Teilnehmer des Programms erhalten die Technical Preview von Windows 10 sowie ständige Updates zum Entwicklungszyklus.

Mit Windows 10 verabschiedet Microsoft sich im großen und Ganzen von verschiedenen Betriebssystemvarianten für verschiedene Geräte. Der Kern des Betriebssystems soll der gleiche bleiben, egal ob Xbox, PC, Smartphone oder Tablet. Damit will Microsoft eine konsistente Nutzererfahrung auf allen Windows Devices erreichen. Das schließt auch eine konvergente App-Plattform für Entwickler mit einem einheitlichen App-Store mit ein. Das macht es Entwicklern leicht, zukünftig nur eine einzige Applikation für die verschiedenen Gerätetypen zu schreiben und zu veröffentlichen.

Nach mehreren Versuchen, an seinem neuen, Start-Button-freien Konzept doch noch festzuhalten, ruder Microsoft bei Version 10 endgültig zurück und gibt den Nutzern, was sie wollen: ein mehr oder minder klassisches Start-Menü. Zudem wird es im Startmenü einen neuen Bereich geben, in dem Nutzer direkt auf favorisierte Apps, Programme, Kontakte und Webseiten zugreifen können. So werden quasi das alte Startmenü und die neue Tiles-Ansicht verwoben. Außerdem können die Apps wie "normale" Programme im Febstermodus auf dem Desktop laufen. Sie lassen sich in der Größe flexibel ändern und können wie von Programmfenstern gewohnt hin- und hergeschoben werden. Zudem werden die Apps eine Titelleiste haben zum direkten Schließen, Minimieren und Maximieren.

Mit der neuen Snap Funktion lassen sich zukünftig bis zu vier Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm anordnen. Also nicht wie bisher üblich "nur" durch verschieben an den linken bzw. rechten Bildschirmrand zwei Apps halbseitig.

Ein neuer Button an der Task-Bar soll einen schnellen Überblick und einen leichten Wechsel zwischen allen offenen Apps und Dateien erlauben. Wer sich an die Tastenkombination "Alt+Tab" gewöhnt hat, wird das wohl kaum brauchen.

Ebenfalls neu in Windows, aber in anderen Betriebssystemen ein alter Hut: Multiple Desktops. Im neuen Windows kann einfach zwischen spezifischen Desktops – für die Arbeit oder den privaten Einsatz – gewechselt werden. So behält man bei der Nutzung mehrerer Apps zukünftig einen besseren Überblick.

BUSINESS-KUNDEN
"Noch nie haben wir Kunden und Partnern einen so frühzeitigen Ausblick auf die künftige Generation unseres Betriebssystems gegeben", sagt Alexander Linhart, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Österreich. "Mit der neuen Windows Generation stellen wir die Bedürfnisse von Unternehmen noch konsequenter in den Fokus und bieten Kunden eine Plattform, die den wachsenden Anforderungen in der IT und allen damit verbundenen Chancen und Risiken Rechnung tragen wird."

Damit meint Linhart Funktionen, wie beispielsweise den integrierten Identifikationsschutz. Er ermöglicht ein einfaches Anmelden am Gerät, bei Apps oder auf Webseiten. Eine zweifache Prüfung basierend auf dem Prinzip einer Smartcard ist bereits in der Plattform integriert. Verbesserungen für den . Windows 10 bietet außerdem einen erweiterten Schutz vor Datenverlusten (DLP) innerhalb der Apps und Dateien – unabhängig von den eingesetzten Devices.

Ein eingebauter Malware-Schutz für Apps erlaubt es Firmenkunden zudem, die Nutzung von bestimmten Applikationen im Unternehmenseinsatz freizugeben und auf vertrauenswürdige Applikationen zu beschränken. Damit fischt Microsoft einmal mehr in einem Teich, der bislang Drittanbietern vorbehalten war.

Auch bei der Verwaltung soll sich einiges getan haben. Microsoft spricht von direkten Upgrades ohne zeitraubende, neue Ladeprozesse, flexibleren Updates und einem individualisierbaren Store, den Unternehmen ihren Bedürfnissen anpassen können. So können für Apps Volumenlizenzen festlegt werden, die Verteilung der Applikationen ist flexibler möglich und Lizenzen können zurückgeholt oder erneut genutzt werden.

Die Technical Preview von Windows 10 ist ab heute (1. Oktober 2014) gegen 18 Uhr verfügbar und richtet sich primär an Unternehmenskunden. (pi/rnf)

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